Augusto Cruz: Um Mitternacht

Augusto Cruz García-Mora hat mit diesem Roman Ehrgeiz und Mut gezeigt, der eine Mischung aus Detektivroman und kinematografischem Delirium mit einem Hauch Abenteuergeschichte darstellt, gespickt mit einer traumartigen Fantasie. Vielleicht finden Stummfilmliebhaber auf diesen seltsamen Seiten eine gewisse emotionale Komplizenschaft und wissen den Roman sogar noch mehr zu schätzen. Das Objekt der Begierde Der Film … Augusto Cruz: Um Mitternacht weiterlesen

S steht für Spukhaus

Jedes Haus wird heimgesucht. Die Frage ist, wovon? Sobald man ein Haus betritt, weiß man es. Manche fühlen sich gut an, andere nicht. Und wie ein guter Wein sind ältere Häuser komplexer. Im Sommer 2013 wurde ich nach Irland geschickt, um als Mitglied der Stonecoast MFA an einem Creative Writing-Programm teilzunehmen. Ich war dankbar für … S steht für Spukhaus weiterlesen

Fantasy-Tropen: Der anhaltende Reiz des Bauernjungen

Eigentlich ist das hier das bekannteste Klischee der Fantasy-Literatur und überdeutlich vorhanden, so sehr, dass es das Genre weitgehend definiert hat. Es stellt sich also die Frage, warum wir noch immer so viele Bauernjungen-Fantasy zu lesen bekommen, obwohl diese Trope mittlerweile ein abgestandener Witz ist. Zugegeben, professionelle Autoren gehen längst einen anderen Weg, aber in … Fantasy-Tropen: Der anhaltende Reiz des Bauernjungen weiterlesen

Pessimismus aufspüren: Thomas Ligotti und das Unheimliche im Zeitalter des Post-Faktischen – Symposion

Das Symposion "Detecting Pessimism: Thomas Ligotti and the Weird in an Age of Post-Truth", veranstaltet vom Manchester Centre for Gothic Studies in der Manchester Metropolitan University am 12. Juni, war die Gelegenheit für alle, zusammenzukommen und in der seltsamen und wunderbaren Literatur des noch lebenden amerikanischen Autors zu schwelgen. Dem Symposion lag außerdem die Niederschrift … Pessimismus aufspüren: Thomas Ligotti und das Unheimliche im Zeitalter des Post-Faktischen – Symposion weiterlesen

Alice (Auf der anderen Seite)

Es war der 4. Juli 1862, als Lewis Carroll (in Wirklichkeit Charles Dodgson) - angeblich ein schüchterner und exzentrischer Mann, der Mathematik an der Oxford University lehrte, die drei kleinen Töchter seines Freundes Henry Liddell zu einer Bootsfahrt entlang der Themse mitnahm. Aus dem, was sich inzwischen aus seinen Tagebucheinträgen ableiten lässt, hat er sich … Alice (Auf der anderen Seite) weiterlesen

Cristie, der Böse von London: Grausige Funde am 10 Rillington Place

Der junge Waliser Timothy Evans, wohnhaft 10 Rillington Place im nördlichen Teil Londons, war keine menschliche Bestie. Aber er starb als Mörder am Galgen, weil sein Nachbar John Cristie, der nur drei Jahre später, 1953, als „Frauenwürger von London“ in die Kriminalgeschichte einging, zum Zeitpunkt seiner Hinrichtung noch als ehrbarer Mann galt. Unsympathisch. Überheblich. Aber … Cristie, der Böse von London: Grausige Funde am 10 Rillington Place weiterlesen