Zwischen Tragik und Komödie: Alex Beer: Der zweite Reiter

Der zweite Reiter von Alex Beer erschien 2017 im Limes-Verlag. Mittlerweile hat die Reihe vier Titel aufzuweisen, die in die Kerbe von Kriminalgeschichten zwischen den beiden Weltkriegen schlagen. Zunächst dachte ich mir, dass es sich bei der August Emmerich-Reihe um einen Abklatsch der sehr erfolgreichen Gereon Rath-Geschichten von Volker Kutscher handeln könnte, denn wo einer etwas vorgibt, folgen bald weitere nach. Aber wo Kutscher die Weimarer Republik und die beginnende Gefahr des Nationalsozialismus als Kulisse dient, nimmt sich Alex Beer das Wien nach dem ersten Weltkrieg vor, was im Grunde kein Wunder ist, schließlich lebt die Autorin Daniela Larcher (die hier ein Pseudonym verwendet) in der österreichischen Hauptstadt.

Kermit der Frosch (Es ist nicht einfach, grün zu sein)

Kermit der Frosch ist ein internationaler Star von höchster Bedeutung und die berühmteste Amphibie der Welt, begann aber ganz bescheiden. Von der Handpuppe zum Frosch Lange bevor Kermit zum ersten Mal auf der Leinwand auftauchte, begann er seine Karriere 1955 in der lokalen Fernsehsendung „Sam and Friends“, was ihm seinen ersten Emmy einbrachte. Seitdem ist Kermit buchstäblich an die Spitze des Unterhaltungspantheons gesprungen, eine Leistung, die 2002 gewürdigt wurde, als der Frosch mit seinem eigenen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame ausgezeichnet wurde. Es war das erste Mal, dass ein Frosch mit diesem hochkarätigen Preis geehrt wurde (nachdem es bereits eine Maus und eine Ente geschafft hatten). Sam Henson erklärte 1977: „Wir haben den ersten Kermit aus einem der alten Mäntel meiner Mutter gemacht und nahmen Tischtennisbällen für seine Augen.“ Kermit wurde zwar im März 1955 geschaffen, urheberrechtlich geschützt

Der dunkle Turm 2: Die Türen am Strand. Stephen King: Drei

Während das erste Buch als Vorbereitung auf das, was folgen sollte, gelesen werden kann, beginnt Roland in „Drei“ seine Reisegefährten zusammenzusuchen, quasi sein zweites Ka-tet (zum ersten werden wir in Band 4 alles erfahren). Das tut er nicht ganz aus freien Stücken, denn das allmächtige Ka, diese seltsame Schicksalsmacht, hat einen erheblichen Anteil daran. Ka schließt Zufälle zwar nicht aus, aber das eine vom anderen zu trennen ist fast unmöglich. Die Verbindung zwischen unserer und anderen Welten wird zwar schon in „Schwarz“ angedeutet, beginnt aber erst hier wirklich imposant zu werden (und bekommt in Band 4 seinen endgültigen philosophischen Unterbau). War ich mit dem deutschen Titel des ersten Bandes nicht einverstanden, geht für mich der hier gewählte in Ordnung. Im Original heißt das Buch „The Drawing of the Three“, wörtlich übersetzt also: Das Ziehen der Drei, und das ist kein

Licht von Syrinx

Sie befanden sich dort draußen zu dritt und ich mich nur am Küchenfenster, blickte in die Sonne, die über dem Sägewerk aufging und auf der Bundesstraße verendete. Es war niemals eine Welt für mich, in den besungenen Herbergen der Gelichter, aber es öffnete sich ein Kanal zum Fremden in die Fremde hin. In ihrer Hand, das Geschehen von der Ferne, Fremde. Ich ging, hölzern wie ein Pferd, an das ich mich erinnere, mit einem gestohlenen Fell in das Licht von Syrinx, in das Wehklagen der Gebeine. Wagt nur, den Raum so unermeßlich zu denken wie er ist! Ich, mit einem Eis, mit einem Benzin-Eis, am Samstagnachmittag um 2 (oder um halbdrei). Der goldene Taft der Lehmauen, die Wiederholungen: Handlungen des Rituals: Gesichter im Spalier, hornhaarig eingerahmt, flatterndes Symbol, die Trajektorie ist in die Irre gelaufen: die Erde krankt an Monokulturen.

Sherlock Holmes (Das erste Fandom der Geschichte)

Sherlock Holmes ist neben Dracula jene fiktive Figur, die in der Popkultur am meisten adaptiert und inszeniert wurde. Dass der Detektiv auf der ganzen Welt bekannt ist, liegt aber nicht an den kongenialen Originalgeschichten, sondern an den unzähligen Filmen, Theaterstücken, Musicals und Comics. Fast alle Symbole und Sätze, die aus den vielen Fernseh-, Film-, Theater- und anderen grafischen Reproduktionen stammen und die heute scheinbar zum Kanon gehören – wie etwa der Deerstalker-Hut – kommen in den Texten überhaupt nicht vor. Aber während diese dazu neigen, mit der Mode zu wechseln, scheinen die Originalgeschichten von Sir Arthur Conan Doyle, die immer wieder bearbeitet werden, sich in unserem kollektiven Bewusstsein festzuhalten wie nichts vor oder nach ihnen. Der Reichenbach-Schock 1893 stieß der Autor Sir Arthur Conan Doyle den Detektiv Sherlock Holmes von einer Klippe. Die Klippe befand sich in der Schweiz. Es

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