Schlagwort: Hexengeschichten

Folge 29: Der erste Gruselkrimi: Das Grauen schleicht durch Bonnards Haus

Ägyptische Mumien und Frankensteinähnliche Wissenschaftler standen Ende der 60er Jahre hoch im Kurs. Die Counter Culture, die aus Amerika herüberschwappte und ihre Spuren auch in Europa hinterließ, hatte außer Flower Power auch das Interesse am Okkulten mitgebracht. Die Manson-Family machte erste Schlagzeilen und bahnbrechende Horrorfilme wie “Rosemaries Baby” und “Die Nacht der lebenden Toten” eroberten die Kinos. Auch im Heftroman-Sektor war es Zeit für etwas Neues. Und das mündete schließlich in den Gruselkrimi.

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Hinter den Reihen

 

Vor zwei Jahren zog ich in eine kleine Stadt mit 8.000 Einwohnern, zwanzig Meilen von der Grenze zwischen Kansas und Missouri entfernt. Hier kommen die meisten Menschen nur vorbei, weil sie woanders hin wollen. Wenn man nicht hier wohnt, ist einem vermutlich nur der Truck Stop an der Autobahn bekannt, wo man anhält, um das Auto aufzutanken oder um einen Imbiss zu nehmen. Für eine ganze Weile ist das der letzte Vorposten der Zivilisation, den man sehen wird.

Etwa zwanzig Minuten vor der Stadt gibt es eine lange Strecke auf der Autobahn, auf der Mobiltelefone nicht funktionieren. Wir fahren oft dort entlang, und ich habe das Konzept dieser toten Zone noch immer nicht ganz akzeptiert, ein Ort, an den die mächtige und manchmal überwältigende Verflechtung des modernen Lebens nicht heranreichen kann.

Natürlich dauerte es nicht lange, bis ich mir den offensichtlichen Alptraum vorstellte. Wir haben eine Panne, genau hier. Wir können keine Hife anfordern. Wir sind der Gnade vorbeifahrender Autos ausgeliefert und stehen in der beißenden Kälte. (Natürlich geschähe das alles in einem typischen eisigen Winter des mittleren Westens mit Winden unter Null, die über die Felder in unsere Richtung blasen.) Bis endlich jemand anhält. Er wirkt freundlich. Er bietet eine Mitfahrgelegenheit an. Was ist diese Bewegung und das Geräusch unter der Decke im Kofferraum? Nichts, sagt er, mach dir deshalb keine Sorgen.

Ich denke, ihr wisst, wohin die Geschichte führt.

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