Alfred Hitchcock: Der Fremde im Zug

Einer der berühmtesten psychologischen Kriminalfilme, die Hitchcock je gedreht hat, ist zweifellos „Der Fremde im Zug“ (Strangers on a Train), die Verfilmung des ersten Romans der Krimiautorin Patricia Highsmith, die 1951 in die Kinos kam. Auch wenn der Film im Laufe der Jahre von vielen Filmwissenschaftlern als Hitchcocks bahnbrechenden Filmen wie „Vertigo“ oder „Das Fenster zum Hof“ unterlegen eingestuft wurde, blieb die fesselnde Geschichte zweier Menschen, die sich in einem Zug treffen und über die Durchführung eines perfekten Mordes diskutieren, für Filmfans in aller Welt ein beliebtes Thema für Analysen und Debatten.

Hitchcock: Eine Dame verschwindet

Hitchcock und die Eisenbahn gehören zusammen wie eine Lokomotive und ihr Tender. Er liebte sie, sie sind in seinem Werk prominent vertreten, am deutlichsten jedoch in Eine Dame verschwindet. Vieles von dem, was hier geschieht, kann nur auf einer Eisenbahnfahrt passieren: Passagiere, die gemeinsam von einer Lawine aufgehalten werden, verschiedene Klassen, die voneinander getrennt werden, Fremde, die sich unterwegs begegnen, ein Lokführer, der im Kreuzfeuer stirbt, ein Waggon, der auf ein Nebengleis geleitet wird, ein unerschrockener Held, der sich außerhalb eines schnell fahrenden Zuges von Waggon zu Waggon kämpft, während andere Lokomotiven an ihm vorbeirauschen, Hinweise in Form eines Namens, der durch den Dampf an einem Fenster sichtbar wird, und eines Etiketts auf einer Teepackung, das kurz an einem anderen Fenster kleben bleibt, und vor allem die erzwungene Intimität dieser rhythmischen Reise, die sich in ihrer eigenen Welt abspielt, unabhängig von der sich verändernden Landschaft draußen.

Hitchcock: Cocktail für eine Leiche

Cocktail für eine Leiche ist einer der gewagtesten Filme, die Alfred Hitchcock je gedreht hat. Hier macht der Meister des Suspense aus einem kleinen Spannungsstück einen ganzen Spielfilm und zeigt uns die Kehrseite des Thrillers, mit dem er sich einen Namen gemacht hat. In vielen Filmen geht es beim Mord mehr um das Motiv als um die Folgen. Die Bösewichte planen ihr Verbrechen und sind viel interessanter, bevor sie ihre Tat bereuen. Cocktail für eine Leiche verwirft diese Formel, greift auf eine wahre (und besonders kaltblütige) Geschichte zurück und macht sich über ihre Folgen lustig.

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