Der amerikanische Meister: Stephen King

Im Phantastikon, wie es früher war, gab es eine spezielle Abteilung für Kingmania. Die Kontroverse um seinen literarischen Wert muss an dieser Stelle nicht wiederholt werden (obwohl wir es im Laufe dieser Rubrik tun müssen), der Autor selbst hat sich seine Falle von Anfang an selbst gestellt: Wer seine eigene Arbeit als literarisches Äquivalent eines Burgers mit Pommes bezeichnet, wird schließlich von einer wenig gebildeten Öffentlichkeit auch so wahrgenommen. Das Problem an der Sache: es stimmt nicht, aber das bemerken jene, die tatsächlich nur Burger mit Pommes lesen ohnehin nicht, und die Kettenhunde der elitären Maskerade rümpfen oftmals die Nase, ahnungslos von allem, was nicht auf der Liste steht, die ihnen ihre Eltern, ihre Leher und später die guten Kreise, in denen sie verkehren, in die Hand und ins Hirn gedrückt haben. Dabei ist es nicht verkehrt, King nicht zu

So irisch wie der Vampir

Vergiss die Kobolde und das grüne Bier am St. Patrick’s Day. Wenn an diesem Tag jeder Ire ist, dann sollte man in Betracht ziehen, das populärste aller irischen Monster zu feiern, eine wahre Kreatur des Ould Sod (des alten Landes) – den Vampir. So manches schreckliche Tier fand seinen Ursprung in den dunklen Tälern und melancholischen Bergen von Eire. Alte keltische Legenden und Bräuche vermischten sich zuerst mit der römischen Mythologie und dann mit dem Christentum, woraus ein reicher Trank aus dunklen Überlieferungen entstand. Ein Teil dieser Vermischung der Kulturen findet sich in unserem heutigen Fest zu Halloween. Viele der Traditionen, die erstmals in den USA von irischen Einwanderern im 19. Jahrhundert populär gemacht wurden, haben ihren Ursprung im keltischen Feiertag Samhain. Es wurde gesagt, dass die sterbliche und die geistige Welt während dieses Festes, das das Ende des Sommers

Mummenschanz: Stück für Stück: Vampyradonna

Was man gemeinhin eine Kürzesterzählung oder „Flash Fiction“ nennt, ist eines meiner Hauptaufgabenfelder. Leider gibt es auf diesem Sektor kaum etwas, das meinen Ansprüchen als Leser genügt. Um es genau zu nehmen, habe ich Hunderte solcher Kleinode geschrieben, die genaue Zahl ist mir unbekannt. Ich glaube, man neigt dazu, viel zu schnell über das, was man da liest, hinwegzusehen, und so bleibt all das, was offen da liegt, verborgen. Nun ist Vampyradonna sprachlich keine meiner schwierigen Kürzestgeschichten (anders wie „Spintisera“), aber vielleicht denkt der ein oder andere doch darüber nach, was sie bedeuten könnte. Es gibt stets mehr zu finden als man auf Anhieb sehen kann.

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