Black Hammer

Es gibt Comicserien, die einfach gute Geschichten erzählen, und solche, die das Medium an sich hinterfragen. Black Hammer, erschienen 2016 bei Dark Horse Comics, gehört eindeutig zur zweiten, weit weniger verbreiteten Kategorie. Geschrieben von Jeff Lemire und illustriert von Dean Ormston in der Hauptphase, ist diese Reihe eine Hommage an die Superheldengeschichte – und zugleich eine kritische Auseinandersetzung mit ihr.

Neil Gaimans Coraline

Neil Gaimans Roman Coraline sorgte bei seinem Erscheinen im Jahr 2002 für Furore, als er mit dem Hugo, dem Nebula und dem Bram Stoker Award ausgezeichnet wurde. Der Stop-Motion-Virtuose Henry Selick katapultierte das Kinderbuch noch einmal in eine ganz andere Umlaufbahn, bevölkert von atemberaubenden Bildern, die in revolutionärem stereoskopischem Digital-3D gerendert wurden.

Catwoman – Die Katze auf dem Dach

Catwoman betrat im Frühling 1940 in Batman #1 erstmals die Bühne, damals jedoch nicht unter ihrem allseits bekannten Namen Catwoman; sie hieß da noch schlicht „The Cat“ und war eine anonyme Diebin, die auf einem Luxusdampfer Batman und Robin ein kostbares Juwel stahl und entwischte. Mit dieser Figur schufen Bob Kane und Bill Finger im selben Heft, in dem auch der Joker sein Debüt feierte, einen Charakter von solcher Faszination, dass sie problemlos die Aufmerksamkeit des gesamten Heftes auf sich zog.

Zatanna – Die Tochter des Magiers

Zatanna gilt als eine kleine Sensation, und das aus gutem Grund. Ihr Erfolg beruht auf einem originellen erzählerischen Kniff, den Autor Gardner Fox 1964 in Hawkman #4 einsetzte. Ihr Debüt markierte den Auftakt einer mehrteiligen Suche, die sie quer durch das gesamte DC-Universum führte und sich über mehrere Serien und Ausgaben erstreckte. Für die damalige Zeit war das eine bahnbrechende Idee. Obwohl es bereits Crossover gab, war die Vorstellung, dass ein Charakter gezielt in anderen Comics auftauchte, um jemanden zu suchen, eine mutige Innovation, die das Genre der Superhelden-Comics auf eine neue Ebene hob.

Wonder Woman – Prinzessin der Amazonen

Es gibt eine Szene im ersten Wonder-Woman-Comic von 1942, die man nicht vergisst, wenn man sie einmal gesehen hat: Eine Frau im Sternenbanner-Bikini und mit roten Stiefeln schleudert einen Nazi-Panzer durch die Luft, als wäre es Spielzeug, und lächelt dabei. Es ist ein breites, kindliches Strahlen, das echte Freude an der eigenen Stärke ausdrückt. Das war 1942 in einem amerikanischen Mainstream-Comicheft. Mit einer Frau als Protagonistin.

Die Bedeutung der Robins im Batman-Kosmos

Eine Frage beschäftigt Comicfans seit Jahrzehnten: Warum braucht Batman eigentlich einen Robin? Der Dunkle Ritter, eine nahezu unerschütterliche Verkörperung von Schmerz, Disziplin und Dunkelheit, vermittelt den Eindruck, allein für sich zu genügen. Er ist kein typischer Teamplayer, niemand, der auf Unterstützung angewiesen zu sein scheint. Und doch taucht Robin immer wieder auf, in unterschiedlichen Gestalten, Kostümen und mit wechselnden Hintergrundgeschichten. Genau hierin liegt eine der genialsten narrativen Entscheidungen in der Geschichte des amerikanischen Comics verborgen.

Lanfeust von Troy – Genese und Stellenwert einer modernen französischen Fantasy

Als im Frühjahr 1994 der erste Band von Lanfeust de Troy bei den Éditions Soleil erschien, ahnte kaum jemand, dass sich hier ein neuer Meilenstein der frankobelgischen Fantasy anbahnte. Hinter dem Projekt stand Christophe Arleston (bürgerlich Christophe Pelinq), ein Autor, der zu diesem Zeitpunkt bereits Erfahrung als Journalist, Radiomacher und Szenarist gesammelt hatte, aber noch nach einer Erzählwelt suchte, die seine Vorliebe für Ironie und barocke Welten ausleben konnte. In Interviews auf französischen Plattformen wie ActuaBD und BDGest’ beschreibt Arleston, wie die Idee aus der Lektüre klassischer Sword-&-Sorcery-Abenteuer wuchs, die er mit dem Humor der frankobelgischen Schule und einem Schuss popkultureller Selbstironie verschmolz.

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