Re-Animator – Wenn Tote nicht tot bleiben

1921 schrieb H.P. Lovecraft eine Kurzgeschichte mit dem Titel „Herbert West-Reanimator“ für eine Zeitschrift namens Home Brew. Sie handelt von zwei Medizinstudenten, unserem Erzähler und seinem Kommilitonen Herbert West, der vom Leben nach dem Tod fasziniert ist. Sein Ziel ist es, einen menschlichen Körper zu reanimieren und eine bewusste Reaktion zu erhalten, und hoffentlich etwas über den Ort zwischen Leben und Tod zu erfahren.

Horror versus Terror: Das Vokabular der Angst

Terror ist das Gefühl der Angst und der Besorgnis über die Möglichkeit von etwas Schrecklichem, während Horror das Entsetzen und die Abneigung ist, das Schreckliche tatsächlich zu sehen.

Es ist zwar allgemein bekannt, dass das Ziel der Kunst darin besteht, Emotionen zu wecken, aber das Vokabular des kreativen Schreibens spiegelt dies nicht immer wider. Handwerkliche Essays lehren uns Dutzende von Begriffen für Figuren (Foliencharakter, Bestand, Antagonist, Antiheld, etc.) und Handlung (Höhepunkt, Auflösung, Wendung, Nebenhandlung, etc.), hinterlassen uns aber nur ein paar schlecht definierte Wörter für die tatsächlichen emotionalen und psychologischen Auswirkungen eines Werkes auf den Leser.

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Wenn du denkst, jetzt holt es dich

Ich war noch sehr klein, als ich dachte, Kirchturmglocken würden ihn ankündigen. Sie schlugen zwölfmal, und ich hätte längst schon schlafen müssen, neben mir eingerollt meine jüngere Schwester, der grüne Bär und die einarmige Katze zwischen uns, gut zugedeckt, um die Nacht sicher zu überstehen. Aber es war nicht mein Bett. Es war keine Nacht, die mir richtig erschien, weil sie mich ganz allein für sich haben wollte. Da war kein vertrautes Ohr, in das ich verschwörerisch hätte flüstern, kein nach Zuhause schmeckendes Kissen, in das ich trotzig hätte spucken können.

Wenn du weißt, da ist was

Den Ahnungslosen erzähle ich eine kurze, unspektakuläre Geschichte: Vor vielen Jahren bin ich durch einen Streb gekrochen, und es ist nichts passiert.
Für all diejenigen, die es besser wissen und mir ihre wundersamen Gedanken anvertrauen, ist es eine andere Geschichte: Vor vielen Jahren bin ich durch einen Streb gekrochen, und niemand war bei mir, der meine Angst mit mir hätte teilen können.

Spinnen: Es…war einmal…

Warum freilich ausgerechnet die Spinne, – es existiert wahrlich Scheußlicheres, das sich unter dem Mikroskop offenbart -, derart einschüchtert und gruseln lässt, ist glasklar nicht erklärbar. Im Horrorstreifen Arachnophobia (1990, Regie: Frank Marshall) erleidet Jeff Daniels schon Höllenqualen, wenn ein harmloses Mini-Exemplar ihm vor die Füße läuft. Die Rudel an Killerspinnen, mit denen er es aufnehmen muss, lassen ihn trotzdem nicht tot umfallen oder zumindest wahnsinnig werden. Im Film klappt so was, da wird der Hysteriker zum Helden, der die Gefahr besiegt. Gut triumphiert über Böse, Leben über Tod.

So alt der Tod, so alt der Zombie

Der große schwarze Mann aus dem Urwald, stumpfer Blick aus Augen, deren Pupillen im Weiß zu ertrinken scheinen, mechanische Schritte, Haut wie poliert, der Kerl halbnackt, immer lauernd, immer starrend, immer da, wenn es dunkel ist, wenn jedes Knacken eines Astes wie die Warnung vor dem Unheil klingt, weil die Nacht ultimativ seltsam böse wird…er war mein erster echter Zombie. Ein wie gemeißelter Voodoo-Zombie ohne körperliche Ekel-Blessuren und blutige Fleischlappen zwischen den Zähnen, dargestellt von Darby Jones, einem farbigen Schauspieler aus L.A., damals “typisch” gebucht für Rollen als Hotelpage, Diener, Sklave, Buschmann bei Tarzan und furchteinflößender Untoter.

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