Boulevard der Dämmerung

Die Geschichte beginnt mit Gillis als Leiche. Er treibt im Pool. Eben ausgerechnet dort, wo er so gern seinen persönlichen Platz an der Sonne genossen hat. Und erzählt, wie es dazu kam. Er erzählt trocken, sarkastisch, keineswegs anklagend, aber verständlicherweise wenig amüsiert über sein unverhofftes Ableben. Er wollte sich trennen. Schluss machen mit der Lady. Ganz einfach. Und unterschätzte komplett ihren irren Narzissmus.

Film Noir: Vom Sandsack, der nie das Mädchen kriegte

Humphrey Bogart ist Sam Spade in John Hustons Die Spur des Falken. Und in der Liga der Hartgesottenen, zu der die großen, ganzen Typen wie Robert Mitchum, Dick Powell, Robert Montgomery und Alan Ladd gehören, verkörpert er den private eye, als wäre für ihn maßgeschneidert worden. So, als hätte Dashiell Hammett ihn aus der dunklen Ecke heraus herbei gepfiffen und ihn, ohne den Kerl zu rasieren und lackieren, in die schäbige kleine Kanzlei gesetzt, um ihn machen zu lassen. Aus dem Bauch raus. Instinktiv richtig.

Fang nie was mit einer Klientin an

Zudem sei unbestechlich, nett und fair und unbewaffnet, träum’ was Schönes und merk’ dir das genaue Gegenteil. Denn so soll es natürlich (nicht!) sein im Film Noir. Dort liebt man die Straßen der Nacht, wedelt mit dreckigen Geldscheinen, die man sich nicht sauber denken muss und will, traut nichts und niemandem und liebt, wenn überhaupt, in erster Linie sich selbst. Seine Knarre, seine Kippe, seinen Whisky, seine Wut. Aber dann…

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