Wonder Woman – Prinzessin der Amazonen

Es gibt eine Szene im ersten Wonder-Woman-Comic von 1942, die man nicht vergisst, wenn man sie einmal gesehen hat: Eine Frau im Sternenbanner-Bikini und mit roten Stiefeln schleudert einen Nazi-Panzer durch die Luft, als wäre es Spielzeug, und lächelt dabei. Es ist ein breites, kindliches Strahlen, das echte Freude an der eigenen Stärke ausdrückt. Das war 1942 in einem amerikanischen Mainstream-Comicheft. Mit einer Frau als Protagonistin.

Die Bedeutung der Robins im Batman-Kosmos

Eine Frage beschäftigt Comicfans seit Jahrzehnten: Warum braucht Batman eigentlich einen Robin? Der Dunkle Ritter, eine nahezu unerschütterliche Verkörperung von Schmerz, Disziplin und Dunkelheit, vermittelt den Eindruck, allein für sich zu genügen. Er ist kein typischer Teamplayer, niemand, der auf Unterstützung angewiesen zu sein scheint. Und doch taucht Robin immer wieder auf, in unterschiedlichen Gestalten, Kostümen und mit wechselnden Hintergrundgeschichten. Genau hierin liegt eine der genialsten narrativen Entscheidungen in der Geschichte des amerikanischen Comics verborgen.

Lanfeust von Troy – Genese und Stellenwert einer modernen französischen Fantasy

Als im Frühjahr 1994 der erste Band von Lanfeust de Troy bei den Éditions Soleil erschien, ahnte kaum jemand, dass sich hier ein neuer Meilenstein der frankobelgischen Fantasy anbahnte. Hinter dem Projekt stand Christophe Arleston (bürgerlich Christophe Pelinq), ein Autor, der zu diesem Zeitpunkt bereits Erfahrung als Journalist, Radiomacher und Szenarist gesammelt hatte, aber noch nach einer Erzählwelt suchte, die seine Vorliebe für Ironie und barocke Welten ausleben konnte. In Interviews auf französischen Plattformen wie ActuaBD und BDGest’ beschreibt Arleston, wie die Idee aus der Lektüre klassischer Sword-&-Sorcery-Abenteuer wuchs, die er mit dem Humor der frankobelgischen Schule und einem Schuss popkultureller Selbstironie verschmolz.

Mörderische Musen

Wer liebt nicht eine wahre Geschichte? Sie wecken eine besondere Faszination, die uns hinterher zu Wikipedia rennen lässt, um die Fakten von der Ausschmückung zu unterscheiden. Und dann gibt es noch die Geschichten dazwischen, die scheinbar zu real sind, um erfunden zu sein, und doch als Fiktion dargestellt werden. Es mag Sie überraschen zu erfahren, dass einige der berühmtesten Werke der Literatur und des Films ihre Inspiration aus beunruhigend realen Ereignissen bezogen haben.

Die blaue Stunde / Paula Hawkins

Seit ihrem Durchbruch 2015 mit „The Girl on the Train“ hat sich Paula Hawkins als meisterhafte Erzählerin psychologischer Spannungsromane etabliert. „Die blaue Stunde“ bleibt dieser Linie treu und bietet eine Geschichte, die sich langsam entfaltet, dabei aber zunehmend an Intensität gewinnt. Es ist kein klassischer Krimi oder Thriller, sondern vielmehr ein atmosphärisch dichter Roman, der einer kunstvoll geknüpften Intrige gleicht: Man weiß, dass man irgendwann das Zentrum erreichen wird, doch was einen dort erwartet, bleibt lange ungewiss.

Der kreischende Wald

Im Herzen der Grafschaft Kent, unweit der malerischen Kulisse von Pluckley, erstreckt sich ein Forstareal, das unter dem Namen Dering Wood bekannt ist, im Volksmund jedoch fast ausschließlich als „Screaming Woods“ bezeichnet wird. Dieser Beiname ist untrennbar mit dem Ruf des Dorfes Pluckley verbunden, das bereits durch das Guinness-Buch der Rekorde als der am stärksten von paranormalen Phänomenen geprägte Ort Großbritanniens geadelt wurde. Die Screaming Woods nehmen in dieser lokalen Mythologie eine zentrale Rolle ein, da sie als Schauplatz für akustische und visuelle Anomalien gelten, die weit über die Grenzen Englands hinaus das Interesse von Parapsychologen und Enthusiasten des Makabren wecken.

Die Städte der Helden

In der Welt der amerikanischen Superhelden-Comics ist die Stadt ein eigener Protagonist, der sowohl als psychologischer Spiegel als auch als mythologischer Raum funktioniert. Man kann sich Batman eigentlich nicht wirklich ohne Gotham vorstellen – dasselbe gilt für Superman und Metropolis. Die beiden gehören jeweils einfach zusammen. Die Beziehung zwischen dem Helden und der Stadt, in der er lebt, ist ein interessanter, aber oft unterschätzter Teil dieser Geschichten. Diese Städte wurden über Jahrzehnte hinweg so genau und mit so viel Liebe zum Detail entwickelt, dass sie heute eine eigene Kultur haben, die weit über ihre Funktion als Kulisse für die Geschichte hinausgeht.

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