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Die Affenpfote

Affenpfote
Illustration von Walt Sturrock

Das literarische Werk des Engländers William Wymark Jacobs war vor allem komödiantisch, doch ist er heute fast ausschließlich für seine übernatürliche Kurzgeschichte „The Monkey’s Paw“ (Die Affenpfote) bekannt. Ursprünglich im September 1902 veröffentlicht, wurde sie in Horror-Anthologien wiederveröffentlicht, für Film und Bühne adaptiert und diente als Inspiration für Dutzende anderer Medienformen.

In seiner klassischen Erzählung erhält die Familie White, zu der Vater, Mutter und der erwachsene Sohn Herbert gehören, Besuch von einem befreundeten Militär, Sergeant-Major Morris. Er erzählt den Whites von einem geheimnisvollen Talisman, der drei Wünsche erfüllen soll, allerdings zu einem schrecklichen Preis. Sergeant-Major Morris wirft den Talisman, eine getrocknete Affenpfote, ins Feuer, aber Mr. White holt ihn zurück, bevor er verbrennt, und beschließt trotz Morris‘ Warnungen, ihn zu behalten und ihn zu benutzen.

Die Geschichte ist einfach gestrickt, aber Jacobs‘ düstere und eindringliche Erzählung hatte sie zeitlos gemacht. Die Bewunderung für diese Geschichte entfachte sich augenblicklich, und die erste Adaption davon wurde 1903 in Form eines Einakters in London aufgeführt. Die erste Verfilmung von „The Monkey’s Paw“ erschien 1923, und seither entstanden neun weitere Filme dieser Geschichte – der letzte wurde 2013 von Brett Simmons gedreht. Die Geschichte diente als Inspiration für eine Reihe von Fernsehserien wie Akte X, Buffy, Grusel, Grauen, Gänsehaut und The Twilight Zone, die alle das Motiv eines verfluchten Talismans verwendeten, der Wünsche erfüllt.

Das Motiv wurde auch in zahlreichen anderen Filmen, Fernsehsendungen, Büchern, Videospielen und Comics aufgearbeitet, aber meine Lieblingsversion von „The Monkey’s Paw“ ist vielleicht die Hörbuchversion, gelesen von der lebende Legende Christopher Lee aus dem Jahr 2004, die im Rahmen der BBC-Radioserie Christopher Lee’s Fireside Tales entstanden ist.

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