Mister Spock: Logisch, dass solch ein Kerl fasziniert

Die NASA nannte ihn Inspiration. Ein großes Wort für eine fiktive Figur. Aber mein Reden. Ich nenne ihn auch so, weil es selbst in bescheidenem Sinne passt. Schlicht und direkt gesprochen, nur Inspiration. Das reicht für einen ungelenken Hofknicks. Bloß nicht zu viel Trara. Mr. Spock würde eine logische Huldigung bevorzugen. Wenn überhaupt. Wie die vernünftig praktiziert werden könnte? Ich schätze mal, das nicht zu erkennen. Und bin mir zumindest in dem Punkt klar, dass solch eine nutzlose Antwort ihm missfallen würde. Weil er da ganz speziell ist. Wissender. Sehr viel schlauer. Kreativer. Einfach besser. Und überhaupt:

Die Spur des Hexers

Die Spur des Hexers

Heute geht es um Wolfgang Hohlbein und seinen Hexer von Salem. Das war eine Roman-Serie, die von 1985 bis 1987 im Bastei-Verlag erschien, vorher aber schon im legendären Gespenster-Krimi startete, auch wenn es dort nur zu sechs Ausgaben kam. Später wurde die Serie im Taschenbuch weitergeführt und zum Schluss wurden 24 überarbeitete Bücher daraus. Hohlbein musste sich in vielen kindischen Kommentaren der Kritik aussetzen, dass er sich ordentlich bei Lovecraft bedient hat. Interessanterweise ist das genau der Sinn der Sache, aber im Gegensatz zu den Vielen, die heutzutage versuchen, wie Lovecraft zu klingen oder sogar Lovecraft zu sein, spinnt Hohlbein eine ganz eigene Variante im kosmischen Horror zusammen, die natürlich auf Unterhaltung abzielt – auf was denn sonst? Ich möchte mir an dieser Stelle die Serie eine Zeitlang anschauen und beginne mit dem Buch Die Spur des Hexers. Hohlbein hat erst 1990 den eigentlichen Beginn seiner Geschichte veröffentlicht. In diesem Prequel treffen wir Robert Craven nur am Rande an, denn er ist dort erst drei Jahre alt. Hauptakteur ist demnach dessen Vater Roderick Andara.

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Scarlett O’Hara: Traumfrau, Emanze, Edelluder

Unbemüht gedacht könnte man sagen, Scarlett O’Hara sei das wohl berühmteste Luder des vergangenen Jahrhunderts. Mitnichten eine ordinäre Schlampe, sondern ein Exemplar der absolut faszinierenden und damit zweifellos seltenen Spezies. Zum Niederknien schön, beneidenswert willensstark und zur Verzweiflung der Edelmütigen, zum Entsetzen der Warmherzigen ganz besonders egoistisch, berechnend und kühl. Eben ein Luder. Wohlgemerkt: Unangestrengt gesagt.

Die Enwor-Saga von Wolfgang Hohlbein

Interessanterweise macht Hohlbein im vormals EndWorld genannten Kosmos das, was Stephen King später mit seinem Dunklen Turm machen sollte (auch wenn man beide Welten nun wirklich nicht miteinander vergleichen kann); er verlässt unsere Erde nicht, um sein Setting zu entfalten, sondern setzt seine Abenteuer in die Zukunft, direkt in eine Zeit hinein, da es unsere Zivilisation schon seit vielen Zehntausend Jahren nicht mehr gibt. Aber das war nicht das einzige Innovative.

Die Enwor-Saga

In den 80er Jahren haben einige sehr interessante Werke der Fantasy ihren Ursprung. Stephen King begann sein gewaltiges Epos Der dunkle Turm, Stephen R. Donaldson legte seinen Thomas Covenant vor. Und es gab noch andere, die heute zur Grundlage dieses Genres zählen, alles in allem aber war es ein Tasten im Dunkeln. Die meisten Autoren zeigten sich von Tolkien inspiriert, der wie ein Magnet alle Ideen an sich zu reißen schien. Deutsche Autoren waren ohnehin nicht auf dieser Landkarte verzeichnet.

Stephen King Re-Read: Schwarz

Der große Protagonist hier ist Roland Deschain von Gilead, ein Revolverheld im Stil des alten Westens und letzter Spross eines verschwundenen Königreichs. Seine Mission, um nicht zu sagen, seine Besessenheit ist es, den zentralen Fixpunkt im Herzen aller Existenz zu erreichen, den dunklen Turm, den die Legionen des Chaos zu zerstören suchen und damit die Welt – alle Welten – zu vernichten suchen.

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