Bedlam – Die erste Irrenanstalt Europas

Heute ist das Bethlem Royal Hospital in London eine moderne psychiatrische Klinik. Wer jedoch das Pech hatte, in früheren Zeiten dort eingeliefert zu werden, weiß, warum sein Name noch heute für Chaos und Wahnsinn steht. Das Bethlem Hospital (schon früh zu „Bedlam“ abgekürzt) war die erste Irrenanstalt Europas. Es wurde 1247 von der Kirche als Almosenhaus gegründet und war 1357 die erste Einrichtung, in der versucht wurde, psychisch Kranke zu behandeln. Der italienische Bischof Goffredo de Prefetti gründete die Einrichtung, um durch Almosen Geld für die Kreuzzüge zu sammeln.

Roderers Eröffnung / Guillermo Martinez

Roderer ist ein „zerebraler Held“, der eifrig und manisch nach der Möglichkeit eines „neuen Denkens“ sucht, das der aristotelischen binären Logik (Sein oder Nichtsein), die er als starres Korsett und philosophisches Gefängnis betrachtet, entkommt, um das „ausgeschlossene Dritte“ zu finden. „Etwas“, wie er sagt, zwischen Sein und Nichtsein, vermutet er in den Schöpfungen der Kunst. Es ist eine Analyse des Seins des Menschen und des Seins der Sprache, die die tiefe Verbindung zwischen ihnen berücksichtigt, wie Michel Foucault sie in den 1970er Jahren vorschlug und ihr den Status einer entscheidenden Frage des zeitgenössischen Denkens zuschrieb.

Die drei ??? und die gefährliche Erbschaft / William Arden

Die drei Fragezeichen und die gefährliche Erbschaft ist der 22. Band der beliebten Jugendbuchreihe und der sechste aus der Feder von William Arden, der uns zuletzt Der Phantomsee gebracht hat. Als seinen bisher besten Beitrag kann man durchaus Der verschwundene Schatz geltend machen, und ansonsten zeigt er sich bis auf ein paar lässliche Ausrutscher ziemlich solide. Was er aber hier in der gefährlichen Erbschaft abfackelt, gehört wirklich zum Besten, was die Serie überhaupt hergibt, obwohl sich die Geschichte auf die gute alte Schnitzeljagt beruft, aber diesmal in einer nahezu perfekten Darbietung.

Batman: Der Rat der Eulen

Beim erneuten Lesen von „Der Rat der Eulen“ war ich wieder einmal beeindruckt von der schieren Brillanz dieser Batman-Geschichte, die Autor Scott Snyder und Zeichner Greg Capullo geschaffen haben. Auch fast ein Jahr, nachdem ich sie zum ersten Mal gelesen habe, hat die Geschichte nichts von ihrer Energie, ihren Intrigen und ihrer kraftvollen Erzählweise eingebüßt, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und in ihren Bann gezogen haben. Für diejenigen, die die Geschichte noch nicht kennen: Es geht um eine mythische Illuminatengruppe, den Rat der Eulen, die Gotham City seit Jahrhunderten im Verborgenen regiert.

Ein Toast auf Edgar Allan Poe

Zu Jahresbeginn ist der Himmel in Baltimore stets bewölkt, es ist kalt, und Schnee perlt aus einem dunklen Himmel. Im Schrank hängt eine nicht zu verachtende Garderobe, aber das darf es heute nicht sein, heute hat der etwas abgetragene Mantel seine große Stunde. Auf dem Kaffeetisch liegt ein Band der von James Albert Harrison herausgegebenen siebzehn Bände umfassenden Reihe der Complete Works of Edgar Allan Poe von 1902.

Die schwarze Frau / Simone St. James

Hier haben wir es mit einer gelungenen Mischung aus Krimi und Geistergeschichte zu tun. Nicht etwa im Sinne einer Urban Fantasy, sondern ganz klassisch. Zwei Morde aus zwei Epochen werden hier mit einem unheimlichen Internat für unliebsame Mädchen zusammengeführt. Die beiden Erzählstränge kann man auch an den unterschiedlichen Titeln ablesen. Da hätten wir das Original – Broken Girls -, der sich auf die Mädchen bezieht, und „Die schwarze Frau“, was den Spuk selbst betrifft.

Nestor Burma: 120, Rue de la Gare

„120, Rue de la Gare“ ist ein Roman von Léo Malet aus dem Jahr 1943. Hier stellt uns der Autor seine Figur Nestor Burma vor, die aus dem Wunsch entstand, einen hartgesottenen Detektiv nach amerikanischem Vorbild mit einem Hauch englischer Detektivgeschichten zu schaffen. Malet hatte nämlich unter dem englischen Pseudonym Frank Harding mit amerikanischen Figuren und Schauplätzen in den USA zu schreiben begonnen, bevor er auf die Idee kam, einen französischen Roman zu schreiben, der in Frankreich spielt und in dem französische Figuren auftreten.

Jim Butcher: Blendwerk (Die dunklen Fälle des Harry Dresden 15)

Ich habe in den letzten Jahren eine wunderbare Zeit damit verbracht, mich durch Jim Butchers Kult-Reihe „Dresden Files“ zu lesen. Die dunklen Fälle des Harry Dresden“ ist die bekannteste und beeindruckendste Urban-Fantasy-Serie, in der wir den titelgebenden Magier Harry Dresden begleiten, der übernatürliche Verbrechen untersucht und Chicago vor ebensolchen Bedrohungen schützt. Diese Serie ist so verdammt gut, und ich liebe die einzigartige Kombination aus Mystery, großartigen Charakteren und intensivem Weltenbau, mit der Butcher ein brillantes, modernes Fantasy-Universum erschafft. Die letzten Bücher, darunter Wandel, Geistergeschichten und Eiskalt, zeigen Butcher auf seinem absoluten Höhepunkt, vor allem, weil er wirklich ausgefeilte und originelle Geschichten erzählt.

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