Junji Ito

Katzen und die Gesellschaft hielten ihn ab. Junji Ito arbeitete für acht Jahre vornehmlich an Manga und Illustrationen über diese beiden Themen. Und vernachlässigte sein eigentliches Genre: Horror. Er setzte sich trotzdem wieder an ein Storyboard, reichte es bei seinem Verlag ein. Sein Redakteur zweifelte. Dann zweifelte Ito. Er überarbeitete die Geschichte. Am Ende war … Weiterlesen

Goblin Press – Die Horror Fabrik

Wer in Deutschland den einen oder anderen Fantastik-BuchCon besucht hat, den in Marburg etwa oder den in Dreieich, dürfte bereits über das Ouevre der Goblin Press gestolpert sein, so wie es mir geschehen ist. Hier werden Bücher für Bibliophile angeboten, die kurioserweise mit den denkbar einfachsten Mitteln hergestellt werden. Mit Klemmschiene gebunden sind Goblin-Bücher üblicherweise nicht mehr als einhundert Seiten stark, die Seiten selbst sind einfach gedruckt und gefalzt. Die Falz zeigt nach außen, wodurch in einer Art Innenleben verborgene Seiten entstehen, auf denen sich mitunter Dinge befinden, die nur ein mutiger Schnitt am Produkt hervorholen wird.

Die Unschuldsengel

The Turn of the Screw. Zu Deutsch: Das Durchdrehen der Schraube. Oder: Die Drehung der Schraube, Bis zum Äußersten, Das Geheimnis von Bly ist eine vielrezipierte Novelle von Henry James, die 1898 von Januar bis April als Fortsetzungsgeschichte in der Wochenzeitschrift Collier’s zum ersten Mal erschienen ist. Illustriert wurde die Geschichte von Eric Pape. 1908 erschien die erste Buchveröffentlichung.

Die Angst vor toten Augen

Frau Kattmann, die toupierte Haare hatte und die ich für uralt hielt, obgleich sie vermutlich deutlich jünger war als ich es heute bin, las uns eine Geschichte von einem blinden Schriftsteller vor. Das war in der Grundschule, vierte Klasse, und ob es eine gute Geschichte war, weiß ich nicht mehr. Woran ich mich aber erinnere, ist die Brille des Mannes. Natürlich habe ich ihn nie kennengelernt, nie ein Foto von ihm gesehen, aber ich habe seine Brille genau vor mir. Ich hatte sie mir damals vorgestellt, und dieses Bild hat sich mittlerweile über vier Jahrzehnte gehalten. Ein dünnes, elfenbeinfarbenes Gestell mit hellbraunen, dicken Gläsern und drahtigen Bügeln.

Cyberpunk

“Dreckige Straßenschluchten, sporadisch erhellt von grell zuckenden Neonreklamen. Und der Regen, dieser ständige Regen. Die Welt ist zwar nicht untergegangen, aber bis in die tiefsten Schichten hinein toxisch. Der Großteil der Menschheit fristet ihr Dasein in den überbevölkerten Sprawls, während in den hohen Wolkenkratzertürmen über dem Unrat die Reichen ihre Wirtschaftsimperien verwalten.”

Dämonen im Land der Dämmerung

Tatsächlich sind keine Dämonen im Land, das es nicht gibt. Von ihnen erzählt die Autorin nicht. Sie erzählt von einem einsamen Jungen, von einem winzigen fliegenden Herrn, von toten kleinen Menschen und greisen Unterirdischen mit roten Augen. Im Land der Dämmerung ist eine Kurzgeschichte von Astrid Lindgren, und ich denke heute noch, dass genau diese Geschichte die richtige für mich gewesen ist. Obgleich sie vermutlich nicht dafür gedacht war, mir jene Angst vertraut zu machen, die meine Phantasie seit jeher wortlos nickend begleitet hat, ohne mich selbst irgendwann so derart fassungslos verstummen zu lassen.

Macabros

Macabros war eine Heftromanserie, die von Jürgen Grasmück erdacht und geschrieben wurde. Wie bei seiner Romanreihe Larry Brent verwendete er auch hier das Pseudonym Dan Shocker. Ursprünglich war die Serie als Taschenbuchreihe geplant, aber aufgrund des großen Erfolges von Larry Brent ging der Zauberkreis-Verlag das Risiko ein, sie als Heftromanserie herauszubringen. Alle vier Wochen erschien ein neuer Roman. Macabros startete am 21. August 1973 und wurde mit Band 125 am 10. Mai 1983 eingestellt, da Grasmück aufgrund seiner Krankheit – einer seltenen Form von Muskelschwund – nicht mehr mit dem Schreiben nachkam. Mit seiner Mischung aus Horror, Fantasy und Science Fiction war Macabros zu seiner Zeit einzigartig.

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