Huckleberry Finn (Der Aussteiger)

Wie viele herausragende Ikonen ist auch Huckleberry Finn eine zutiefst amerikanische. Die Zeiten, in denen man die Figur halbwegs auch bei uns verstehen konnte, sind anscheinend vorbei, und doch führen seine Spuren durch die gesamte Kultur der westlichen Welt. Seine ursprüngliche Wildheit und Seltsamkeit mag Huck im Laufe der Zeit wohl verloren haben, er hat der heutigen Zeit jedoch mehr zu sagen, als man vermutet.

Ein Jahrhundert voller Filme, Cartoons, Comics, versteckter und weniger versteckter Anleihen in Romanen, sagt vor allem eines aus: wie frei und unschuldig die Kindheit früher war. Aber es gab auch im viktorianischen Amerika Banden, Schulschießereien und die Ängste der Eltern, dass ihre Kinder der gewalttätigen Popkultur ausgeliefert sind. Mark Twain schrieb über all das. Für heutige Eltern, die sich um ihre Kinder und deren Kontakt zu dekadenten Medien sorgen, sich über die Natur oder eine standardisierte Bildung Gedanken machen, ist Huck Finn kein Rückfall in eine unschuldigere Zeit, sondern erinnert sie nur daran, dass die gleichen Debatten seit mehr als einem Jahrhundert stattfinden.

Huckleberry Finn With Rabbit

Würde man Mark Twain sagen können, dass sich sein Buch im 20. Jahrhundert 20 Millionen Mal verkaufen würde, würde er sich wahrscheinlich freuen. In den USA war das Buch allerdings Schullektüre, und das hätte ihm weniger behagt. Ganz im Gegenteil brachte er seinen eigenen Kindern das Lesen bei, indem er ihnen verbot, Bücher zu lesen. Damit machte er sie zu einem begehrten und geheimnisvollen Objekt. Huck Finn sollte nie ein staubiger Klassiker werden, und das ist er ja auch nur zum Teil, denn die ganze zeitgenössische Jugendliteratur, angefangen von Harry Potter, wäre ohne Twain gar nicht denkbar.

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Urban Fantasy – Teil 2: Geburt eines Genres

Das allererste Werk der Urban Fantasy war wahrscheinlich der 1984 erschienene Roman „Moonheart: A Romance“ von Charles de Lint. Den Begriff Urban Fantasy gab es damals allerdings noch nicht. Urban Fantasy wurde 1997 von John Clute und John Grant in ihrer Encyclopedia of Fantasy als Texte definiert,

Spider-Man: A New Universe

Die Animation und die Neuheit des verrückten Stils sind natürlich ein großer Anreiz, aber man darf sich davon nicht täuschen lassen. In erster Linie ist es ein Spider-Man-Film, und es geht darum, was es bedeutet, Spider-Man zu sein. In Spider-Man: A New Universe geht es immer noch sehr stark um einen neuen, jungen Spidey, der die Verantwortung annimmt, die mit seiner Kraft einhergeht, aber hier bekommen wir ein viel besseres Bild davon, was dieser berühmte Satz eigentlich bedeuten soll.

Urban Fantasy – Teil 1: Die Quellen des Genres

Gibt es einen Unterschied zwischen urbaner Fantasy und paranormaler Romantik? Das ist eine strittige Frage. Theoretisch sind das verschiedene Genres, aber in Wirklichkeit ist es schwierig, sie zu trennen. Jim Butchers Serie Die dunklen Fälle des Harry Dresden ist zweifellos urbane Fantasy, während die Black Dagger-Serie von J. R. Ward gewöhnlich zu den paranormalen Romanzen gezählt wird. Aber was ist zum Beispiel mit der Mercy Thompson-Serie von Patricia Briggs? Viele Buchreihen, die zum Genre der urbanen Fantasy gehören, haben auch eine gehörige Portion Romantik unter ihren Hauptbestandteilen, aber das ist nicht immer der Fall.

Die drei ??? und der Super-Papagei / Robert Atrthur

Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass das Buch ein völliger Fehlschlag ist – es hat einige interessante Ideen, und der Ton ist viel zuversichtlicher als im Eröffnungsband Das Gespensterschloss -, aber es leidet unter dem Syndrom des schwierigen zweiten Romans, weil es versucht, uns etwas Neues zu geben und gleichzeitig die wesentlichen Konstanten zu schaffen, die notwendig sind, um in einem so frühen Stadium einen Eindruck von einer geplanten Serie zu vermitteln.

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