Lange Schicht und einfach kein Ende

Manchmal ist das Leben herrlich unkompliziert. Da findet man bei der lästigen Suche nach irgend etwas Wichtigem und vermutlich prinzipiell Überflüssigem ein ramponiertes Taschenbuch, und wohlig warm wird’s ums Herz. Nachtschicht. Ich hab es zuerst gelesen, mein Bruder, der schon gierte, als Zweiter, es folgten Wolle Menzel, Thorsten Soundso und Mechthild „Mecki“ Strothmann.

Unheimliche Gesellschaft

Als einer der grundlegenden Autoren des „Booms“ hat der Mexikaner Carlos Fuentes in seinen wichtigsten Romanen – „Nichts als das Leben“ (1962), „Terra Nostra“ (1975), „Die Jahre mit Laura Diaz“ (1999) u.a. – eine interessante Reflexion über die kulturelle Vielfalt und Geschichte seines Landes angestellt. Gleichzeitig hat Fuentes, wie jeder Autor von Rang, mit Erzählungen wie jenen, die in seinem ersten Buch „Verhüllte Tage“ (1954) dargeboten werden, den Kurzromanen „Aura“ (1962) und „Das gläserne Siegel“ (2001), die Phantastik in seine Erzählungen einfließen lassen.

Steven Erikson: Das Spiel der Götter. Ein Vorgespräch

Wie einige der legendärsten Fantasy-Welten hat auch die Welt um Malazan ihre Wurzeln im Tabletop-Spiel. Ab 1981 begannen die beiden kanadischen Autoren Ian Cameron Esslemont und Steven Erikson mit Hilfe von Advanced Dungeons and Dragons (später GURPS – Generic Universal Role Playing System), eine Fantasy-Welt zu erschaffen, wie sie noch nie zuvor gesehen worden war.

Krabat

Der in der Tschechoslowakei geborene Preußler war einer der beliebtesten und bekanntesten Kinderbuchautoren Deutschlands. Noch als Jugendlicher wurde er zur Armee eingezogen und musste nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs fünf Jahre als Kriegsgefangener in der Sowjetisch- Tatarischen Republik überstehen. Danach wurde er Schullehrer, ein Beruf, dem er trotz seines Erfolges als Schriftsteller viele Jahre lang treu blieb. Sein Debüt im Jahre 1951, Das kleine Spiel vom Wettermachen, verkaufte sich weltweit 7,5 Millionen Mal.

Grimscribe – Ligottis Statement

Es gibt in unserer heutigen Zeit viele, die glauben, sie verstünden sich auf den echten „Horror“, aber ob sie unter dieser Flagge schreiben oder lesen: sie täuschen sich. Täuschen sich dann, wenn sie Ligotti entweder gar nicht kennen, oder keinen Zugang zu ihm finden. In der von „Handlung“ ausgehenden Welt der modernen Veröffentlichungsfabriken hat Spannung den Schrecken als primäre Komponente des modernen Horrors abgelöst.

Alien – Xenomorphe

Besonders interessant ist, dass das Alien, laut seiner filmischen Genese, als eine biologische Waffe dienen sollte. Inwiefern es sich dabei aber doch in ihrem Ursprung um eine bereits natürlich vorkommende Spezies handelt, die von einer alten Menschenrasse vielleicht nur genetisch modifiziert wurde, so, dass sie auf die DNA ihres Wirtes reagiert, wurde noch nicht genau geklärt. Auch erfahren wir über dieses Menschengeschlecht und ihre Motivation bisher leider nur sehr wenig.

Warum lesen wir Horrorliteratur?

Als ich gefragt wurde, ob ich an einer Kolumne mitwirken wolle, dachte ich, dass ich wohl über kosmischen Horror schreiben würde – immerhin veröffentliche ich ein Lovecraft-Magazin (The Lovecraft eZine). Ich hatte den Artikel bereits fertig, als ich bemerkte, dass ich nicht bei der Sache gewesen bin. Ob nun besser oder schlechter: ich schrieb einfach auf, was mich wirklich beschäftigte.

Das ist nicht lustig, aber schließlich geht es hier um Horror. Mein Lexikon definiert das als „auf Erfahrung beruhender, schreckerfüllter Schauder, Abscheu, Widerwille.“

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