Der zweite Reiter / Alex Beer

Der zweite Reiter von Alex Beer erschien 2017 im Limes-Verlag. Mittlerweile hat die Reihe sechs Titel aufzuweisen, die in die Kerbe von Kriminalgeschichten zwischen den beiden Weltkriegen schlagen. Das ist im Augenblick eines der interessantesten Settings, an dem sich eine Menge Autoren versuchen. Nicht allen gelingt das gleichermaßen gut, aber man findet dennoch eine Menge erstaunliches und gut recherchiertes Zeitgeschehen in diesen Romanen.

Realität im Extremzustand

Meine Definition von Phantastik, mit der ich hantiere ist folgende: Phantastik ist Realität im Extremzustand. Glücklich bin ich mit dem Begriff der „Phantastik“ – so paradox es klingen mag, ein rein deutsches Unwort, das sich aber gut anhört, nicht. Das liegt nicht am Wort selbst, sondern an der – für mich – blödsinnigen Konstruktion, das Wort auf die drei Säulen „Horror“, „Science Fiction“ und „Fantasy“ zu stellen. Würden wir die Phantastik als ein Synonym der Spekulativen Literatur ausgeben, hätte ich allerdings gar keine Einwände. Denn dann würden wir die „drei Säulen“ um den „Magischen Realismus“, die „Alternative Geschichtsschreibung“ und die „wissenschaftliche Fantasy“ erweitern können. Weitere völlig unklare Begriffe, versteht sich. Aber „Horror“ und „Science Fiction“ gehören für mich nur bedingt zu unserer Vorstellung von Phantastik.

Als der Meister starb / Wolfgang Hohlbein

In diesem Buch finden sich die ersten drei ersten Bände um Robert Craven, die zuerst im Gespenster-Krimi erschienen sind (Band 567, 571, 575). Wer dieses Buch gleich nach dem ersten liest, bemerkt hier die stilistischen Unterschiede, die nicht nur darin bestehen, dass Hohlbein Robert Craven in der ersten Person erzählen lässt. Hier ist noch eine Kraft am Wirken, die inspiriert wirkt, während Die Spur des Hexers doch etwas müde wirkt. Trotzdem war es natürlich interessant, die Themen, die in diesem ersten Hexer-GK angesprochen werden, noch einmal ausgearbeitet zu sehen. Und so verbinden sich diese beiden Teile dann doch mehr oder weniger nahtlos, wie es ja auch beabsichtigt war.

Der Wurm Ouroboros

Dies ist ein Werk heroischer Fantasy, das von Künstlern wie J. R. R. Tolkien, C. S. Lewis und Ursula LeGuin als Inspiration für ihre eigene Arbeit ausgelobt wurde. Und sicherlich finden sich die Ideen des Transfers in eine fremde Welt, heroische Suchen und große, oft scheinbar aussichtslose Auseinandersetzungen gegen böse Mächte als Wurzeln zu großen Teilen in diesem Werk.

Die Bestie mit den fünf Fingern / William Fryer Harvey

William Fryer Harvey wurde in das faszinierende Zeitalter der Psychoanalyse hineingeboren. Als Arzt sind ihm die Unternehmungen Freuds um 1900 natürlich nicht entgangen. Die Surrealisten zogen ihren eigenen Spuk daraus, andere lehnten die Psychoanalyse rigoros ab. In der Kunstwelt fand Freud – wenig erstaunlich – den größten Anklang, aber Harvey ist einer jener Schriftsteller, die aus der Psychoanalyse Gespenstergeschichten ableiteten.

So irisch wie der Vampir

So manches schreckliche Tier fand seinen Ursprung in den dunklen Tälern und melancholischen Bergen von Eire. Alte keltische Legenden und Bräuche vermischten sich zuerst mit der römischen Mythologie und dann mit dem Christentum, woraus ein reicher Trank aus dunklen Überlieferungen entstand. Ein Teil dieser Vermischung der Kulturen findet sich in unserem heutigen Fest zu Halloween. Viele der Traditionen, die erstmals in den USA von irischen Einwanderern im 19. Jahrhundert populär gemacht wurden, haben ihren Ursprung im keltischen Feiertag Samhain. Es wurde gesagt, dass die sterbliche und die geistige Welt während dieses Festes, das das Ende des Sommers und den Beginn des Winters markiert, verschmelzen.

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