Das Phantom der Oper

Seit 1986 immer wieder aufgeführt, fällt einem eher der Name Andrew Lloyd Webber ein, als jener des tatsächlichen Urhebers. Der da hieß: Gaston Louis Alfred Leroux. Der ein französischer Schriftsteller und Journalist war, der seinen Roman Le fantôme de l’opéra 1910 schrieb. Der große Durchbruch dieses Werkes ist jedoch nicht allein Webber zu verdanken, der es gemeinsam mit Richard Stilgoe im Her Majesty’s Theatre in London zum ersten Mal auf die Bühne brachte, sondern auch Rupert Julian, der es schon 1925 über die Leinwand laufen ließ. Weitere Verfilmungen folgten bis heute. Veröffentlicht wurde das Das Phantom der Oper zum ersten Mal in Fortsetzungen in der Zeitung Le Gaulois vom 23. September 1909 bis zum 8. Januar 1910. Zudem existieren 4 Bühnenfassungen des Stücks.

Hinter den Reihen

Vor zwei Jahren bin ich in eine Kleinstadt mit 8.000 Einwohnern gezogen, 20 Meilen von der Grenze zwischen Kansas und Missouri entfernt. Hier kommen die meisten Leute nur vorbei, weil sie woanders hin wollen. Wer nicht hier wohnt, kennt wahrscheinlich nur den Truck Stop am Highway, wo man tankt oder einen Snack zu sich nimmt. Für eine ganze Weile ist das der letzte Vorposten der Zivilisation, den man sieht.

Das Höllenhaus / Richard Matheson

Eines lässt sich gleich zu Beginn sagen: wer eine gute Spukhaus-Geschichte zu schätzen weiß, ist hier richtig, denn tatsächlich hat Matheson mit seinem Höllenhaus eine der besten des Genres geschrieben. Das wusste auch Stephen King zu schätzen, als er sagte, dass Matheson derjenige war, der den Horror aus einer vergangenen Zeit in ein bekanntes Jetzt katapultierte. King lebt schließlich in Maine, und genau dort spielt Mathesons Roman.

Zur Feier des Abartigen

In einem Kellerraum liegen die Leichen dreier Frauen auf Holztischen aufgebahrt. Sie sind nackt. Es stinkt bestialisch, das Zeitalter von Kühlsystemen und künstlicher Beleuchtung ist vorbei. Ein einzelner Faustschlag hat es beendet, vor zweihundert Jahren kollidierte der Asteroid »(1866) Sisyphus« mit der Erde. Gestank und Finsternis herrschen allerorten.

Ein Fettsack steigt in den Keller hinab. Er hält eine Fackel in der einen Hand, mit der anderen führt er eine Schale glimmender Tannennadeln an die Nase. Der würzige Dunst macht das Atmen erträglich.

Furchtbar…zu wissen, wie furchtbar der Mensch ist

Selig die Unwissenden. Oder kompromisslos unselig. Das käme wohl auf die Perspektive an. Manchmal komm ich mir so verflucht scheinheilig vor. Ich schreibe, spüre, sehe Horror. Ich denke ihn. Und liebe ihn, weil ich ihn schmecken und fressen und ohne Magenschmerzen wieder ausspucken kann. Er fügt mir, dir, euch keinen Schaden zu, er unterhält. Hält Luft an. Lockt. Lauert. Lacht. Schreit. Schweigt. Inspiriert. Vielleicht aus das, es bleibt im Kopf und auf dem Papier. Soweit ist das gut. Es ist richtig. Was ich nicht und niemals mache: Horror zu atmen und zu leben. Er ist furchtbar. Ich wäre furchtbar. Viel zu human. Viel zu böse.

Teufelsjagd mit Sternen: Wilfried A. Hary im Interview

Mein erster Horror-Roman erschien übrigens 1975: W. A. Travers: „In den Klauen des Dämons“ (Vampir-Horror Nr. 97), Pabel-Verlag.

Ich war danach gleich in mehreren SF-Reihen und Horror-Reihen tätig. Betreffend SF zum Beispiel: GEMINI-SF, Martin Kelter-Verlag, als W. A. Hary und W. A. Travers, TERRA ASTRA, ATLAN, Pabel/Moewig-Verlag, als Wilfried Hary, ERDE 2000, Marken-Verlag, als W. A. Travers, DIE TERRANAUTEN, Bastei-Verlag, als Erno Fischer etc. pp… Mitarbeiter war und bin ich auch in vielen anderen Reihen, außerhalb der Science Fiction und der Mystery: Insgesamt erschienen unter einigen meiner Pseudonyme inzwischen weit über 500 Romane und einige Sachbücher.

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