Unheimliche Gesellschaft

Als einer der grundlegenden Autoren des „Booms“ hat der Mexikaner Carlos Fuentes in seinen wichtigsten Romanen – „Nichts als das Leben“ (1962), „Terra Nostra“ (1975), „Die Jahre mit Laura Diaz“ (1999) u.a. – eine interessante Reflexion über die kulturelle Vielfalt und Geschichte seines Landes angestellt. Gleichzeitig hat Fuentes, wie jeder Autor von Rang, mit Erzählungen wie jenen, die in seinem ersten Buch „Verhüllte Tage“ (1954) dargeboten werden, den Kurzromanen „Aura“ (1962) und „Das gläserne Siegel“ (2001), die Phantastik in seine Erzählungen einfließen lassen.

Krabat

Der in der Tschechoslowakei geborene Preußler war einer der beliebtesten und bekanntesten Kinderbuchautoren Deutschlands. Noch als Jugendlicher wurde er zur Armee eingezogen und musste nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs fünf Jahre als Kriegsgefangener in der Sowjetisch- Tatarischen Republik überstehen. Danach wurde er Schullehrer, ein Beruf, dem er trotz seines Erfolges als Schriftsteller viele Jahre lang treu blieb. Sein Debüt im Jahre 1951, Das kleine Spiel vom Wettermachen, verkaufte sich weltweit 7,5 Millionen Mal.

Alien – Xenomorphe

Besonders interessant ist, dass das Alien, laut seiner filmischen Genese, als eine biologische Waffe dienen sollte. Inwiefern es sich dabei aber doch in ihrem Ursprung um eine bereits natürlich vorkommende Spezies handelt, die von einer alten Menschenrasse vielleicht nur genetisch modifiziert wurde, so, dass sie auf die DNA ihres Wirtes reagiert, wurde noch nicht genau geklärt. Auch erfahren wir über dieses Menschengeschlecht und ihre Motivation bisher leider nur sehr wenig.

Warum lesen wir Horrorliteratur?

Als ich gefragt wurde, ob ich an einer Kolumne mitwirken wolle, dachte ich, dass ich wohl über kosmischen Horror schreiben würde – immerhin veröffentliche ich ein Lovecraft-Magazin (The Lovecraft eZine). Ich hatte den Artikel bereits fertig, als ich bemerkte, dass ich nicht bei der Sache gewesen bin. Ob nun besser oder schlechter: ich schrieb einfach auf, was mich wirklich beschäftigte.

Das ist nicht lustig, aber schließlich geht es hier um Horror. Mein Lexikon definiert das als „auf Erfahrung beruhender, schreckerfüllter Schauder, Abscheu, Widerwille.“

Yabba Dabba Doo und überhaupt: Fred Feuerstein

Überhaupt sind die Feuersteins natürlich nicht in der echten Steinzeit bei rauem Klima mit rohem Ton und rüden Sitten beheimatet, sondern leben als integrierte Mitglieder einer typisch amerikanischen Mittelschicht des 20. Jahrhunderts in einem irdischen Phantasia-Irgendwo namens Bedrock. Ein gewöhnlich anmutendes Bürgertum ergo, das sich freilich mit recht speziellen, ureigenen Gepflogenheiten auszeichnet. Man haust etwas anders im Örtchen Steintal. Genial anders und beneidenswert unkompliziert trotz all der üblichen Zivilisationstücken und kleinen Gesellschaftsnöte, die auch hier den Alltag bestimmen.

Frank N. Furter: He’s just a sweet transvestite

Tim Curry, für den die Rolle des extravaganten, promiskuitiven und spektakulär unheimlichen Paradiesvogels aus transylvanischer Galaxie der obligatorische Fluch und Segen wohl gleichsam bedeutete, – seit über vierzig Jahren Mister Frank N. Furter, das dürfte eine nicht immer glücklich machenden Ewigkeit sein – , war in seiner grotesk-frivolen Maske fleischgewordenes Revoluzzer-Pendant zum etablierten Gentleman-Vampir. Er wurde in den 1970ern zur Ikone der Schwulen-Szene, darüber hinausgehend noch: Tim Curry/Frank N. Furter galt als Symbolfigur für ausgelebte Exzentrik, provokant ungezügelte Leidenschaft und einer in Lack, Leder und Rüschen verpackten Selbstdarstellung und zugleich erotischer Selbstgefälligkeit.

Suspiria / Dario Argento

Über 40 Jahre alt glauben viele Cineasten, dass das Original ein heiliges Kunstwerk ist, dem man nicht das Wasser reichen kann. Die satten Farben, die höhlenartigen Sets, der haarsträubende Soundtrack und der erschreckende Ton des Films machen ihn zum Zentrum eines wahrhaftigen Kults. Für mich ist SUSPIRIA ohnehin einer der besten Filme aller Zeiten.

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