Hitchcock: Cocktail für eine Leiche

Cocktail für eine Leiche ist einer der gewagtesten Filme, die Alfred Hitchcock je gedreht hat. Hier macht der Meister des Suspense aus einem kleinen Spannungsstück einen ganzen Spielfilm und zeigt uns die Kehrseite des Thrillers, mit dem er sich einen Namen gemacht hat. In vielen Filmen geht es beim Mord mehr um das Motiv als um die Folgen. Die Bösewichte planen ihr Verbrechen und sind viel interessanter, bevor sie ihre Tat bereuen. Cocktail für eine Leiche verwirft diese Formel, greift auf eine wahre (und besonders kaltblütige) Geschichte zurück und macht sich über ihre Folgen lustig.

Bilbo Beutlin – Hin und wieder zurück

Man könnte aus Tolkiens Kosmos sehr viele Heldenfiguren aufführen, die sich in die populäre Kultur eingeschrieben haben (und ich bin mir sicher, der ein oder andere wird auch noch auftauchen), allerdings stellt sich die Frage nach jener Figur, die auf einer Liste wie dieser unentbehrlich ist. Gandalf zum Beispiel ist nicht der Prototyp der weisen, väterlichen Zauberer des Fantasy-Genres, er hat seine Quelle in Merlin. Mit Bilbo allerdings schuf Tolkien den Vertreter einer Rasse, die völlig originell zu nennen ist.

Very British: Endeavor

Colin Dexters Inspector Morse ist in Großbritannien zu einem Phänomen geworden. Die Originalserie ist aus unerfindlichen Gründen bis heute nicht synchronisiert worden (das Prequel und das Sequel aber schon), und zog – wie das immer so ist – die bereits sehr guten Buchverkäufe weltweit noch einmal kräftig nach oben (außer natürlich in Deutschland), so dass Morse zeitweilig sogar zu einer echten Gefahr für das Heiligtum Sherlock Holmes wurde.

Horror versus Terror: Das Vokabular der Angst

Terror ist das Gefühl der Angst und der Besorgnis über die Möglichkeit von etwas Schrecklichem, während Horror das Entsetzen und die Abneigung ist, das Schreckliche tatsächlich zu sehen.

Es ist zwar allgemein bekannt, dass das Ziel der Kunst darin besteht, Emotionen zu wecken, aber das Vokabular des kreativen Schreibens spiegelt dies nicht immer wider. Handwerkliche Essays lehren uns Dutzende von Begriffen für Figuren (Foliencharakter, Bestand, Antagonist, Antiheld, etc.) und Handlung (Höhepunkt, Auflösung, Wendung, Nebenhandlung, etc.), hinterlassen uns aber nur ein paar schlecht definierte Wörter für die tatsächlichen emotionalen und psychologischen Auswirkungen eines Werkes auf den Leser.

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Neil Gaimans Coraline

Neil Gaimans Roman Coraline sorgte bei seinem Erscheinen im Jahr 2002 für Furore, als er mit dem Hugo, dem Nebula und dem Bram Stoker Award ausgezeichnet wurde. Der Stop-Motion-Virtuose Henry Selick katapultierte das Kinderbuch noch einmal in eine ganz andere Umlaufbahn, bevölkert von atemberaubenden Bildern, die in revolutionärem stereoskopischem Digital-3D gerendert wurden.

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