Yabba Dabba Doo und überhaupt: Fred Feuerstein

Überhaupt sind die Feuersteins natürlich nicht in der echten Steinzeit bei rauem Klima mit rohem Ton und rüden Sitten beheimatet, sondern leben als integrierte Mitglieder einer typisch amerikanischen Mittelschicht des 20. Jahrhunderts in einem irdischen Phantasia-Irgendwo namens Bedrock. Ein gewöhnlich anmutendes Bürgertum ergo, das sich freilich mit recht speziellen, ureigenen Gepflogenheiten auszeichnet. Man haust etwas anders im Örtchen Steintal. Genial anders und beneidenswert unkompliziert trotz all der üblichen Zivilisationstücken und kleinen Gesellschaftsnöte, die auch hier den Alltag bestimmen.

Frank N. Furter: He’s just a sweet transvestite

Tim Curry, für den die Rolle des extravaganten, promiskuitiven und spektakulär unheimlichen Paradiesvogels aus transylvanischer Galaxie der obligatorische Fluch und Segen wohl gleichsam bedeutete, – seit über vierzig Jahren Mister Frank N. Furter, das dürfte eine nicht immer glücklich machenden Ewigkeit sein – , war in seiner grotesk-frivolen Maske fleischgewordenes Revoluzzer-Pendant zum etablierten Gentleman-Vampir. Er wurde in den 1970ern zur Ikone der Schwulen-Szene, darüber hinausgehend noch: Tim Curry/Frank N. Furter galt als Symbolfigur für ausgelebte Exzentrik, provokant ungezügelte Leidenschaft und einer in Lack, Leder und Rüschen verpackten Selbstdarstellung und zugleich erotischer Selbstgefälligkeit.

Superstar Lassie: Hund der Wunder, Held der Träumer

Timmy Martin trug karierte Hemden und sah ein bisschen aus wie mein kleiner Bruder in älter. Das verlor sich aber. Lassie sah aus wie gemalt, und das verlor sich nie. Sie gehörte zu meinen drei wesentlichen Wünschen. Die waren wohl recht vernünftig für mein Alter. Damals, als noch alles möglich, kaum etwas unfassbar und nichts unberechenbar schien. Hoffnung war Ziel, Traum war Alltag, Phantasie war Logik. Was sonst?

Die ganz und gar bezaubernde Jeannie

Jeannie. Die aus dem Fernsehen. Die in einer Flasche wohnt, einmalig schön ist und zaubern kann. Ich stellte mir vor, wie ich in dem rosafarbenen Anzug aussehen würde, – feengleich vermutlich, bezaubernd im Sinne des Erfinders, überirdisch gut allemal – , und träumte mich einfach weg, bis mein Großvater hüstelnd trommelte und sein alter müder Hund mich vorwurfsvoll anstupste. Die beiden wollten nach Hause.

E.T.: Ich habe ihn gefunden, er gehört mir!

Könnte auch ein kleiner niedlicher Hund sein, von dem da die Rede ist. Gemeint ist aber ein kleiner hässlicher Außerirdischer. Und bevor sich bei dem bösen Wort hässlich in dieser allgemeinen Schrecksekunde fatale Empörung breit macht, sei rasch beschwichtigt: E.T. ist zwar tatsächlich und nun wirklich keine Schönheit, aber so mit das Goldigste und Liebenswerteste, das die Filmindustrie, in persona Regie-Größe Stephen Spielberg, der Welt geschenkt hat.

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