Rambo…und noch eins: Scheiß was auf die Welt!

Der Sohn der Nachbarin hatte ein Poster von einem durch den Urwald hechtenden Rambo mit Maschinengewehr und wilden Augen über dem Bett, stemmte Hanteln, ließ seine Locken wuchern und wickelte sich ein am Hinterkopf geknotetes Tuch um die Stirn. Dann machte er doch lieber Zivildienst im Krankenhaus, trug Birkenstock, und seine Mutter schnitt ihm die Haare. Er wurde später Banker und Vater von drei Töchtern. Vielleicht heulte er heimlich.

Winnetou: Edelmann der Superlative

Karl May proudly presents: Winnetou leibhaftig. Überirdisch gut. Ein herrlicher Mann mit reiner Seele, hinreißender Redner von tadelloser Gestalt mit schmaler, elastischer Taille und breiten, kräftigen Schultern, sanft gebogener Nase und ungeheuerlicher Macht in den dunklen, ehrlichen Augen… der Schnitt seines ernsten, männlich schönen Angesichtes fast römisch zu nennen, die Farbe seiner Haut ein mattes Hellbraun, mit einem leisen Bronzehauch übergossen, am Hals eine dreifache Kette von Krallen der Grizzlybären, welche er mit Lebensgefahr selbst erlegt hatte…

Al Bundy: So einen kann es nur einmal geben

Sein gequältes Grinsen steht für das Steak, das er nie kriegt. Für den Sex, den er nicht will. Für das Geld, das er nicht hat. Und NO MA’AM steht für National Organization of Men Against Amazonian Masterhood , ergo „Nationale Organisation von Männern gegen Amazonen-Machtausübung“. Solch einen Blödsinn befürwortet man selbstredend nicht. Taten wir auch nicht. Bei Al Bundy blieben wir politisch neutral.

Terminator (Der Krieger aus der Zukunft)

Die Zukunft vorherzusagen ist nie so zuverlässig wie sie zu “sehen”. Der Actionfilm befand sich in den frühen 80er Jahren bereits in einer Sackgasse. Schuld waren die 70er, die dafür sorgten, dass ein einst lebendiges Genre durch die immer gleichen Stereotypen zugrunde ging. Das ging soweit, dass sich das Publikum bereits über Steven Spielbergs Super-Archäologen mit dem … Weiterlesen

Mister Spock: Logisch, dass solch ein Kerl fasziniert

Die NASA nannte ihn Inspiration. Ein großes Wort für eine fiktive Figur. Aber mein Reden. Ich nenne ihn auch so, weil es selbst in bescheidenem Sinne passt. Schlicht und direkt gesprochen, nur Inspiration. Das reicht für einen ungelenken Hofknicks. Bloß nicht zu viel Trara. Mr. Spock würde eine logische Huldigung bevorzugen. Wenn überhaupt. Wie die vernünftig praktiziert werden könnte? Ich schätze mal, das nicht zu erkennen. Und bin mir zumindest in dem Punkt klar, dass solch eine nutzlose Antwort ihm missfallen würde. Weil er da ganz speziell ist. Wissender. Sehr viel schlauer. Kreativer. Einfach besser. Und überhaupt:

Scarlett O’Hara: Traumfrau, Emanze, Edelluder

Unbemüht gedacht könnte man sagen, Scarlett O’Hara sei das wohl berühmteste Luder des vergangenen Jahrhunderts. Mitnichten eine ordinäre Schlampe, sondern ein Exemplar der absolut faszinierenden und damit zweifellos seltenen Spezies. Zum Niederknien schön, beneidenswert willensstark und zur Verzweiflung der Edelmütigen, zum Entsetzen der Warmherzigen ganz besonders egoistisch, berechnend und kühl. Eben ein Luder. Wohlgemerkt: Unangestrengt gesagt.

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