Sam Spade – Der Malteser Falke

Dashiell Hammett gilt als einer der Meister des Kriminalromans, doch seine literarische Karriere war kurz und intensiv. Er begann als Autor von Pulp-Fiction-Geschichten, die er in hohem Tempo und mit großem Geschick verfasste. Zwischen 1922 und 1927 schrieb er mehr als hundert solcher Geschichten für verschiedene Magazine und erfreute seine Fans mit spannenden Plots und scharfsinnigen Dialogen.

Bilbo Beutlin – Hin und wieder zurück

Man könnte aus Tolkiens Kosmos sehr viele Heldenfiguren aufführen, die sich in die populäre Kultur eingeschrieben haben (und ich bin mir sicher, der ein oder andere wird auch noch auftauchen), allerdings stellt sich die Frage nach jener Figur, die auf einer Liste wie dieser unentbehrlich ist. Gandalf zum Beispiel ist nicht der Prototyp der weisen, väterlichen Zauberer des Fantasy-Genres, er hat seine Quelle in Merlin. Mit Bilbo allerdings schuf Tolkien den Vertreter einer Rasse, die völlig originell zu nennen ist.

Die Addams Family – Man mag und kann eben auch anders

Als die amerikanische Fernseh-Nation 1964 erstmalig Bekanntschaft mit dieser seltsamen Familie machte, die niemand wirklich gern in unmittelbarer Nachbarschaft gehabt hätte, war die absolute Mehrheit schon recht irritiert. Diese Leute waren so völlig anders als normal. Gegenteilig. Irgendwie grundsätzlich verkehrt, weil sie Dinge mochten, sagten, machten, die man nicht auf dem sozialen Bildschirm hatte.

Blondinen bevorzugt: Und immer lockt die Barbie

Karstadt hatte einen Aufzug, in dem eine dünne Frau mit Turmfrisur stand, die Stockwerke aufzählte und dabei dauerhaft lächelte, als gäbe es keine schönere Beschäftigung. Karstadt hatte auch ein großes Treppenhaus, in dem Plakate von Llorett de Mar hingen. Das konnte man dort als Busreise buchen, was mich schwer beeindruckte, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass man im Bus den Globus umrunden kann. Ich hatte ja nun nicht die rechte Ahnung. Die Mondlandung hielt ich für einen Spielfilm der anderen Art, und Frankfurt nebst Frankreich waren für mich ein gemeinsamer Haufen. Ebenso Nixon und Brandt, die ich aus dem Fernsehen kannte und für ein und denselben netten Mann hielt. Meine Oma sah exakt aus wie die Queen, aber da war mir der Unterschied wohl klar.

Holden Caulfield – Der Fänger im Roggen

Wie Holden Caulfield die Welt sieht, so will er sie auch sehen. Eine Welt, die man absolut unpassend finden sollte. Grundsätzlich schon ziemlich hassen müsste. Scheint, als habe er sich fest vorgenommen, alles nervtötend und verkehrt zu finden. Scheint, als wäre das auch berechtigt. Uns würde er höchstwahrscheinlich auch hassen. Zumindest frustriert betrachten und den Kopf schütteln. Könnte gleichfalls sein, wir wären ihm egal. Sollte uns das kränken? Wo wir ihn doch vergöttern, diesen kleinen Mistkerl, der lächerliche drei Tage verreiste und glatt eine Weltreise daraus machte. Einmal um den Globus. Ein Jahrhundert-Trip. Ein Weg, gepflastert mit Skepsis, Erwartung, Ratlosigkeit. Mit Wollen, Meinen, Fluchen, Sinnieren, Suchen. Fündig werden?

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