Re-Animator – Wenn Tote nicht tot bleiben

1921 schrieb H.P. Lovecraft eine Kurzgeschichte mit dem Titel „Herbert West-Reanimator“ für eine Zeitschrift namens Home Brew. Sie handelt von zwei Medizinstudenten, unserem Erzähler und seinem Kommilitonen Herbert West, der vom Leben nach dem Tod fasziniert ist. Sein Ziel ist es, einen menschlichen Körper zu reanimieren und eine bewusste Reaktion zu erhalten, und hoffentlich etwas über den Ort zwischen Leben und Tod zu erfahren.

Horror versus Terror: Das Vokabular der Angst

Terror ist das Gefühl der Angst und der Besorgnis über die Möglichkeit von etwas Schrecklichem, während Horror das Entsetzen und die Abneigung ist, das Schreckliche tatsächlich zu sehen.

Es ist zwar allgemein bekannt, dass das Ziel der Kunst darin besteht, Emotionen zu wecken, aber das Vokabular des kreativen Schreibens spiegelt dies nicht immer wider. Handwerkliche Essays lehren uns Dutzende von Begriffen für Figuren (Foliencharakter, Bestand, Antagonist, Antiheld, etc.) und Handlung (Höhepunkt, Auflösung, Wendung, Nebenhandlung, etc.), hinterlassen uns aber nur ein paar schlecht definierte Wörter für die tatsächlichen emotionalen und psychologischen Auswirkungen eines Werkes auf den Leser.

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Die sieben Tore der Hölle

Habt ihr euch jemals gefragt, ob der Eingang zur Hölle auf der Erde existieren könnte? Und wenn ja, wo wäre er, und wie würde er aussehen? Heute führe ich euch durch die Sieben Pforten der Hölle…

Es gibt eine ganze Reihe von angeblichen Portalen zur Unterwelt; man erzählt sich Geschichten über geheimnisvolle Treppen, Höhlen und Vulkane, aber mein Favorit sind die Sieben Tore der Hölle.

Eisbegonien könnten es sein

Sie könnten die kleine böse Inspiration für eine große böse Sache sein. Meiner Schwester käme das nicht in den Sinn. Seit diesem unsinnig heißen Sommer ist sie begeistert von Eisbegonien. Die Botaniker unter uns werden das milde lächelnd abzeichnen, diese Blumen sind Rambos in der Hitze und segensreich für Gießmuffel. Eisbegonien machen sich überall hervorragend: Auf Hinterhöfen, Gräbern, in Vorgärten und Balkonkästen. Denkbar eben auch durchaus in Horrorgeschichten.

Lange Schicht und einfach kein Ende

Manchmal ist das Leben herrlich unkompliziert. Da findet man bei der lästigen Suche nach irgend etwas Wichtigem und vermutlich prinzipiell Überflüssigem ein ramponiertes Taschenbuch, und wohlig warm wird’s ums Herz. Nachtschicht. Ich hab es zuerst gelesen, mein Bruder, der schon gierte, als Zweiter, es folgten Wolle Menzel, Thorsten Soundso und Mechthild „Mecki“ Strothmann.

Diese Welt erdulden oder eine andere illuminieren? Über die Bedeutung und den Nutzen des Horrors

Ich habe den größten Teil meines Lebens Horror konsumiert, und doch kann ich keinen einzigen Fall nennen, in dem mich das Genre gegen die Schmerzen der Welt gestärkt hätte. An den Beerdigungen geliebter Menschen teilzunehmen, zu versuchen, sich finanziell über Wasser zu halten, zuzusehen, wie die Wetterverhältnisse in der Welt immer heftigere und schärfere Formen annehmen – nichts davon wurde durch postmoderne Geistergeschichten oder die in Öl gemalten Monstrositäten von Bosch erleichtert oder verständlicher gemacht. Aber wenn der Horror, obwohl er ein wenig vorhersehbarer ist als die meisten anderen Formen der Unterhaltung, doch sehr wenig zur Unterstützung der Lebensstrategien und Situationen seiner Leser und Zuschauer beiträgt, was genau tut er dann? Warum stürmen wir, seine Praktiker und Fans, Jahr für Jahr und Generation für Generation immer wieder seine Friedhofstore?

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