Steampunk

Steampunk – 8 Bücher, die das Genre definieren

Die meisten Steampunks wissen wenig über die Ursprünge des Steampunk. Wir sind Teil eines seltsamen Phänomens, in dem sich viele aufwendig kostümierte Menschen “Fans” von Büchern nennen, die sie nicht einmal kennen. Das ist nicht allzu verwunderlich, da Steampunk als Genre erst später zu einer Kunst- und Lifestyle-Bewegung wurde. Die wenigen Geschichten des Genres sind zu lang, als dass die meisten Menschen sie verdauen könnten, aber ohne die Grundlagen zu kennen, schwelgen die Enthusiasten in einer flachen Pfütze aus Klischees, wo sie doch in einem Ozean der Fantasie schwimmen könnten. Als Kur schlage ich vor, acht der kreativsten Werke der spekulativen Fiktion des späten zwanzigsten Jahrhunderts zu lesen, die Romane, die den Steampunk definieren.

Die eigentlichen Steampunk-Romane

Es ist eine beliebte Vorstellung, dass H. G. Wells und Jules Verne die Väter des Steampunk seien. Tatsächlich ist das nicht ganz richtig. Trotz seines anachronistischen Rahmens ist der Steampunk ein sehr modernes Genre, das zeitgenössische Interessen und Anliegen zum Ausdruck bringt. Wells, Verne, Shelly und andere sind wichtige Inspirationsquellen für den Steampunk, aber sie sind selbst keine Steampunk-Autoren. Sie schrieben über ein vom neunzehnten Jahrhundert inspiriertes Setting, weil sie dort lebten. Für einen modernen Schriftsteller, der voller aktueller Ideen ist, ist es eine ganz andere Sache, ein solches Setting zu wählen. Es gibt vereinzelte Beispiele dafür, dass Schriftsteller im Laufe der Geschichte der Science Fiction die viktorianischen Schauplätze schätzten, aber der Steampunk als Begriff und Konzept hat seinen Ursprung in einem Brief, der im April 1987 in der Fachzeitschrift für Science Fiction – dem Locus Magazine – veröffentlicht wurde.

Lieber Locus,
anbei eine Kopie meines Romans „Die Nacht der Morlocks“ von 1979; ich würde mich freuen, wenn ihr so gut wärt, ihn an Faren Miller weiterzuleiten, da das Buch ein wichtiges Beweisstück in der großen Debatte darüber ist, wer im „Powers/Blaylock/Jeter Fantasy-Triumvirat“ zuerst auf “gonzo-historische Weise”* geschrieben hat. Obwohl ich eure Rezension in der Märzausgabe des Locus natürlich als ziemlich schmeichelhaft empfand. Ich persönlich denke, dass Viktorianische Fantasy das nächste große Ding sein wird, solange wir einen passenden Sammelbegriff für Powers, Blaylock und mich finden können. Etwas, das auf der entsprechenden Technologie der damaligen Zeit basiert; wie vielleicht “Steam-Punks”.

-K. W. Jeter (Quelle: Locus Magazine)

*gonzo meint hier das rein Subjektive, Emotionale und Übertriebene.

Jeters Brief sagt uns drei wichtige Dinge:

  1. K. W. Jeter erfand das Wort „Steam-Punks“, um Autoren von “gonzohistorischer” viktorianischer Fantasy zu beschreiben.
  2. Die anderen beiden Steam-Punks waren Tim Powers und James Blaylock.
  3. „Die Nacht der Morlocks“ war der erste der Romane im neu benannten Genre.

Die Nacht der Morlocks

Es gibt keine offensichtlichere Trennung zwischen Steampunk und den originalen viktorianischen Abenteuergeschichten als den Vergleich zwischen H. G. Wells „Die Zeitmaschine“ und Jeters „Die Nacht der Morlocks“. Wells’ Roman ist eine einfache Geschichte über ein Gerät, das es einem erlaubt, in einer streng linear ablaufenden Zeit zu reisen. Der Roman drückt die gemeinsame modernistische Idee aus, dass die Technologie alles bewerkstelligen kann, aber auch das Potential besitzt, die Menschheit zu zerstören. In Jeters Buch bemächtigen sich die Morlocks der Zeitmaschine und erobern damit das London des 19. Jahrhunderts. Die Geschichte nimmt das Setting des viktorianischen Zeitalters und vermischt es mit der Artuslegende und mit der Sage um verlorene Technologien aus Atlantis. Fast vierzig Jahre nach seiner Veröffentlichung ist es auch heute für den Geschmack einiger noch zu „experimentell“. Wer allerdings mit einem offenen Geist liest, findet hier eine Abenteuergeschichte mit sehr fantasievollen Wendungen. Hier stecken die Wurzeln des Steampunk, der einige Genres zerschlug und deren Mosaike für die Erschaffung interessanter Muster nutzte.

Tim Powers / Die Tore zu Anubis Reich

Die Tore zu Anubis Reich

Dieser Roman gewann den Philip K. Dick Award. Er ist erstaunlich gut geschrieben. Die Hauptfigur ist ein englischer Professor, der in das Jahr 1810 zurückreist, um an der historischen Vorlesung eines englischen Dichters teilzunehmen. Als er seine Rückreise verpasst, muss er in einer Stadt überleben, die von einem massenmordenden ägyptischen Gott und einem bösen Zauberer-Clown heimgesucht wird. Die Handlung schlängelt sich durch die dunklen Londoner Abwasserkanäle. Überraschend ist, wie Powers einen sehr harten Science Fiction-Ansatz, in dem es um Zeitreisen geht, mit einigen sehr gruseligen Darstellungen schwarzer Magie kombiniert. Erwähnenswert ist, dass Jeter dieses Buch zwar zu seiner viktorianischen Fantasy zählt, es aber eigentlich im letzten Jahr der Regentschaft George III. spielt.

Tim Powers’ vierter Roman wurde von David Pringle in die Liste der besten 100 modernen Fantasyromane aufgenommen, ist aber ebenfalls in Jones & Newmans Publikation über die besten Horrorromane zu finden. 1984 gewann das Buch den Philip K. Dick Memorial Award und wurde nicht zuletzt durch hervorragende Mundpropaganda so erfolgreich.

In diesem Roman treffen wir einen Witwer mittleren Alters namens Brendan Doyle, einen Experten für Samuel Taylor Coleridge und den (fiktiven) Dichter William Ashbless. Doyle wird von einem exzentrischen Millionär, der sich ein Zeitreisegerät ausgedacht hat, gebeten, in das Jahr 1810 zurück nach London zu reisen, um an einer Coleridge-Vorlesung mit einer Gruppe wohlhabender Chrono-Touristen teilzunehmen. Doyle stimmt vorsichtig zu und wird – um es kurz zu machen – in der Vergangenheit ausgesetzt, wo er bald in die Machenschaften ägyptischer Zauberer verwickelt wird, die versuchen, England zu zerstören. Powers’ ausweglose Handlung schafft es irgendwie, das gehirngewaschene Ich von Lord Byron, einen von Körper zu Körper wandernden Werwolf, eine unterirdisch operierende kriminelle Gesellschaft, angeführt von einem verkrüppelten Clown auf Stelzen, eine mutige junge rachsüchtige Frau, verkleidet als Mann, ägyptische Götter, löffelgroße Jungs, Feuer- und Wind-Elemente, das Mamelucken-Schlachten von 1811, eine Menagerie von Freaks, die Beatles (!) und noch vieles mehr miteinander zu verschmelzen.

Und gerade als der Leser denkt, dass diese Handlung nicht wilder werden könnte, katapultiert Powers Doyle noch weiter zurück in das Jahr 1684! In der Tat gibt es für niemanden eine Möglichkeit zu erraten, was als nächstes kommt, in diesem wirklich verrückten Wirbelwind eines Buches. Bemerkenswert ist, dass jede einzelne Seite dieser fast 600-seitigen Geschichte mit verblüffenden Gesprächen, Handlungssträngen, Beschreibungen oder Spekulationen aufwartet. Powers hat sehr viel historische Forschung betrieben, und sein Buch behält immer seine Wahrhaftigkeit, trotz der Unverschämtheit der Handlung.

Powers, der nicht nur den so genannten “Steampunk”, sondern auch das Subgenre der “alternativen Geschichte” hervorgebracht hat, erklärt in diesem Buch amüsant Londons Großbrand von 1666 sowie Byrons scheinbar gleichzeitige Präsenz in Griechenland und London im Herbst 1810. Und obwohl Geschichten mit Zeitreise-Paradoxien dem Leser manchmal Kopfschmerzen bereiten können, ist diese hier absolut reizvoll. Die Tore zu Anubis Reich ist eine Explosion, angefangen von der Eröffnungsszene in einem Londoner Zigeunerlager im Jahre 1802 bis zu seinem wunderbaren, ironischen, völlig befriedigenden Abschluss in den Sümpfen von Woolwich.

Allerdings sind die Tore zu Anubis Reich keine leichte Lektüre für Leute, die jede historische Referenz oder jeden Ortsnamen nachschlagen wollen. Dazu benötigt man eine etwas ältere Straßenkarte, die natürlich nicht notwendig ist, aber die ganze Lektüre zu einer noch reicheren Erfahrung macht. Zum Beispiel findet man dann heraus, dass Powers uns an einem Punkt erzählt, dass die Coleman Street östlich der Bishopsgate Street liegt, während ein kurzer Blick auf die Karte deutlich zeigt, dass sie eigentlich westlich liegt. Für manche Leser ist so etwas ein zusätzlicher Genuss, der nicht zu unterschätzen ist.

Für alle Liebhaber von Science Fiction, Fantasy, Horror, historischer Fiktion und/oder Poesie sollten die Die Tore zu Anubis Reich ein Geschenk des Himmels sein. Es ist ein sehr großzügiges Buch, viel intelligenter und humorvoller, als es unbedingt sein muss, und verdient alle Auszeichnungen, die es erhalten hat.

James Blaylock / Homunculus

Dies ist das erste Buch über Professor Langdon St. Ives und seinen Erzfeind, den verrückten Doktor Narbondo. Ein Luftschiff mit einem toten Piloten überquert seit einigen Jahren das viktorianische London in einer verrottenden Umlaufbahn und weckt das Interesse der Royal Society, des Forschers Langdon St. Ives und des Fälschers Shiloh. Es handelt aber auch von einem Karneval aus fliegenden Schädeln, verrottenden Ghouls, zerfallenden Raumschiffen und der funkelnden Perversität der schrecklichen Marseille Pinkle. Blaylock schreibt mit einer trockenen Absurdität, die sehr englisch erscheint, besonders wenn sie mit seinem viktorianischen Wortlaut kombiniert wird. Eine brilliante Satire über die plappernden Klubs, die in dieser Zeit Hochkonjunktur hatten.

K. W. Jeter / Das Erbe des Uhrmachers

Das Erbe des Uhrmachers ist eines der lustigsten Steampunk-Bücher, die je geschrieben wurden. Die Hauptfigur, George Dower, ist ein glückloser englischer Jedermann, vergleichbar mit Arthur Dent in Douglas Adams’ Per Anhalter durch die Galaxis. Alle möglichen absurden Dinge passieren mit Mr. Dower, bis sich die verrückte Handlung mit einer aufwendigen Auslassung über viktorianische sexuelle Unterdrückung verbindet. Dies war der erste Roman des Genres, der stark mit Uhrwerkstechnologien ausgestattet war, aber es gibt darin auch Elemente reinster Fantasy.

Ein wichtiges Werk des Steampunk aus den 90er Jahren

Es dauerte zwanzig Jahre bis viktorianische Fantasy wirklich das nächste große Ding wurde, aber sobald das Genre einen Namen hatte, brodelte es bereits leicht vor sich hin. In den frühen 90er Jahren wurden mehrere Bücher veröffentlicht. Ich betrachte dies als die zweite Welle des Steampunk. Um das Jahr 2000 herum gab es die dritte Welle. Der Kürze halber werde ich nur ein besonders wichtiges Buch der zweite Welle vorstellen.

William Gibson und Bruce Sterling – Die Differenzmaschine

1990 war William Gibson einer der heißesten Namen der Science Fiction. Als er und Sterling diese viktorianische Cyberpunk-Alternativ History-Geschichte veröffentlichten, wurden viele Menschen, auch ich selbst, zum ersten Mal mit dem Wort „Steampunk“ vertraut gemacht und nahmen an, dass die beiden den Begriff erfunden hatten, um diesen einen Roman zu beschreiben. Es ist eine ernste, harte Science-Fiction-Geschichte, die in einem Paralleluniversum spielt, in dem die Rechenmaschine von Charles Babbage tatsächlich in Massenproduktion hergestellt und verwendet wurde, um ein Informationszeitalter zu schaffen, das hundert Jahre früher als in unserer Zeitlinie begann. Das außergewöhnliche Weltbild dieses Buches überschattet völlig seine geheimnisvolle Handlung, aber man hat genug Zeit, um sich in einer Version des viktorianischen London umzusehen, die noch schmutziger und industriell verwahrloster ist als das Original.

Michael Moorcocks Proto-Steampunk

Während das Wort Steampunk erst 1987 geprägt wurde, gab es in Comics, Fernsehen, Film und gelegentlich auch in Büchern bereits Schnittmengen aus quasihistorischer Geschichte und Science Fiction. In der Literatur waren Michael Moorcocks Oswald Bastable-Romane die mit Abstand einflussreichsten. Es war Moorcock, der das Luftschiff im Genre verankert hat. Homunculus und Das Erbe des Uhrmachers zeigten jeweils ein kleines Luftschiff, aber in den Bastable-Romanen sind die tausend Fuß langen Königinnen des Himmels ein zentrales Thema.

Michael Moorcock / Der Herr der Lüfte

Bastable, ein Soldat des britischen Königs, verliert sich in einem finsteren Himalaya-Tempel und verschwindet in das Jahr 1973. Dies ist nicht das Jahr 1973, das wir kennen, sondern die Welt, in der die britischen und andere europäische Reiche gedeihen und große Luftschiffe den Himmel über scheinbar utopischen Städten füllen, in denen dampfbetriebene Autos dominieren. Oswald wird schließlich von einem „Kriegsherrn“ gefangen genommen, der ihm die schreckliche Unterdrückung zeigt, die den Weltreichen zugrunde liegt. Letztendlich schließt sich unser Held dem kommunistischen Widerstand an. Bastable wird in der Zeit bis 1906 zurückgeworfen, kommt aber in einer anderen Zeitlinie heraus, in der seine eigene Familie ihn für einen Betrüger hält.

Michael Moorcock / Der Landleviathan

Verzweifelt sucht Bastable sein wahres Zuhause, kehrt in den Tempel zurück und taucht in eine andere Version von 1906 ein. In dieser Welt haben die (sehr steampunkartigen) Erfindungen des genialen Manuel O’Bean einen schrecklichen Krieg ausgelöst, der Europa, Amerika und einen Großteil der Welt verwüstet. Bastable wird schließlich zum Gesandten des südafrikanischen Präsidenten Mahatma Gandhi im Neuen Ashanti-Reich von Cicero Hood. Als ehemaliger amerikanischer Sklave dringt Hood in die Überreste der Vereinigten Staaten ein und befreit ihre dunkelhäutigen Bewohner. Nachdem er entdeckt hat, dass die meisten Weißen in Amerika genauso böse sind wie Hood behauptet, schließt sich Bastable seiner Sache an, obwohl er als Weißer nie in der Ashanti-Gesellschaft akzeptiert werden wird. In diesem Roman erfand Moorcock sowohl den postapokalyptischen als auch den multikulturellen Steampunk.

Michael Moorcock / Der Stahlzar

Moorcock schrieb diesen Roman ursprünglich während einer schmerzhaften Scheidung. Die Version, die er 1995 umgeschrieben hat, ist viel stärker, aber nicht in deutscher Sprache erhältlich.

Er spielt 1941 und hat einen globalen Krieg zum Thema, der sich stark von unserem Zweiten Weltkrieg unterscheidet. Bastable überlebt einen verheerenden Luftschiffabsturz und kämpft gegen den „Stahlzaren“, der niemand Geringerer als Joseph Stalin ist. Stalin wird in jedem Universum als kleiner Egomane und Diktator offenbart. Am Ende des Romans erfährt Oswald von Moorcocks wiederkehrender Figur Una Persson, dass er dazu verdammt ist, für immer durch alternative Universen zu wandern, aber nicht allein mit diesem Schicksal ist. Er findet Trost in der Gilde der Zeitabenteurer und in Unas Umarmung.

Klischeebruch

Der heute geschriebene Steampunk ist Teil einer vierten Welle. Während einiges davon recht gut ist, gibt es sehr viele Autoren, die Steampunk-Treffen besuchen, Notizen machen und die so gesammelten Ideen ihrer Zielgruppe wieder an sie verkaufen. Das Ergebnis sind nicht nur schreckliche Bücher, es führt auch zu einer kreativen Stagnation auf beiden Seiten.

Steampunk ist nicht nur viktorianisch. Durch die Einbeziehung von „Die Tore zu Anubis Reich“ in die Werke, die Jeter Steampunk nannte, machte er deutlich, dass er viktorianisch als stilistische Allgemeinheit und nicht als eine Reihe von Daten verstand. Auch Moorcock widerlegt die Vorstellung, dass Steampunk streng viktorianisch zu sein hat. In “Die Nacht der Morlocks” durchstreift Jeter die Zeit nach der viktorianischen Ära. Steampunk ist im Allgemeinen viktorianisch angehaucht, hat aber keine feste Periode.

Im Steampunk geht es nicht um den Adel. Politisch konservative Steampunks versuchen oft, Michael Moorcock wegen seiner explizit anarchistischen/linken politischen Botschaften aus dem Genre auszuschließen. Auch wenn wir ebenfalls dieser Meinung sein sollten, benutzten Jeter, Blaylock und Powers Henry Meyhews Armutsreportagen als ihre wichtigste Referenz, und ihre Arbeit stellt die Armut als häufig und unnachgiebig dar. Es gibt nur zwei prominente Aristokraten in ihrem gesamten Werk, Lord Bendray in “Das Erbe des Uhrmachers” und Lord Kelvin in Blaylocks “Lord Kelvin’s Machine” (Nicht übersetzt). Beide Charaktere zerstören fast die Welt durch ihre Arroganz und ihren dummen Missbrauch von Technologie. In “Die Differenzmaschine” besteht der Adel aus den Dienstherren der Industrial Radical Party. Das London, das sie regieren, verwandelt sich in eine Hölle auf Erden. Der klassische Steampunk hat nichts Nettes über die Machtelite zu sagen. Wer über viktorianische Manieren redet oder sich unsatirisch als Herr und Dame stylen will, muss sich mit dieser Tatsache abfinden.

Im Steampunk geht es auch nicht immer um Gadgets. Die Steampunk-Technologie wird in “Die Tore zu Anubis Reich” überhaupt nicht eingesetzt. In “Homunculus” tritt sie in den Hintergrund und gehört zu den übernatürlichen Elementen. Brillen werden in “Die Differenzmaschine” nur einmal erwähnt und in den anderen Romanen überhaupt nicht. Sicherlich geht niemand in diesen Geschichten mit Schnickschnack herum, der wie Christbaumschmuck an ihm hängt, noch scheinen die Protagonisten eine besondere Vorliebe für die Farbe Braun zu haben. Wenn ihr die vielen Abgrenzungen leid seid, die Steampunk euch zu präsentieren scheint, müsst ihr nur auf seine Wurzeln schauen. Die Grenzen waren nie wirklich da.

Michael Perkampus

Michael Perkampus

Schriftsteller, Übersetzer und Herausgeber des Phantastikon.

Alle Beiträge ansehen von Michael Perkampus →

Das geht hier nicht.