Alien – Xenomorphe

Besonders interessant ist, dass das Alien, laut seiner filmischen Genese, als eine biologische Waffe dienen sollte. Inwiefern es sich dabei aber doch in ihrem Ursprung um eine bereits natürlich vorkommende Spezies handelt, die von einer alten Menschenrasse vielleicht nur genetisch modifiziert wurde, so, dass sie auf die DNA ihres Wirtes reagiert, wurde noch nicht genau geklärt. Auch erfahren wir über dieses Menschengeschlecht und ihre Motivation bisher leider nur sehr wenig.

Warum lesen wir Horrorliteratur?

Als ich gefragt wurde, ob ich an einer Kolumne mitwirken wolle, dachte ich, dass ich wohl über kosmischen Horror schreiben würde – immerhin veröffentliche ich ein Lovecraft-Magazin (The Lovecraft eZine). Ich hatte den Artikel bereits fertig, als ich bemerkte, dass ich nicht bei der Sache gewesen bin. Ob nun besser oder schlechter: ich schrieb einfach auf, was mich wirklich beschäftigte.

Das ist nicht lustig, aber schließlich geht es hier um Horror. Mein Lexikon definiert das als „auf Erfahrung beruhender, schreckerfüllter Schauder, Abscheu, Widerwille.“

Yabba Dabba Doo und überhaupt: Fred Feuerstein

Überhaupt sind die Feuersteins natürlich nicht in der echten Steinzeit bei rauem Klima mit rohem Ton und rüden Sitten beheimatet, sondern leben als integrierte Mitglieder einer typisch amerikanischen Mittelschicht des 20. Jahrhunderts in einem irdischen Phantasia-Irgendwo namens Bedrock. Ein gewöhnlich anmutendes Bürgertum ergo, das sich freilich mit recht speziellen, ureigenen Gepflogenheiten auszeichnet. Man haust etwas anders im Örtchen Steintal. Genial anders und beneidenswert unkompliziert trotz all der üblichen Zivilisationstücken und kleinen Gesellschaftsnöte, die auch hier den Alltag bestimmen.

Lovecraft und der Cthulhu-Mythos

Lovecraft hat den kosmischen Horror nicht erfunden, er hat ihn neu interpretiert, indem er die Theorien der modernen Wissenschaft in den Mittelpunkt stellte und gleichzeitig das Element der viktorianischen Moral entfernte. Was Lovecraft schuf, war die Idee des 20. Jahrhunderts – und darin war er Kafka ähnlicher als seinen Vorgängern. Beide Autoren präsentieren ein Universum, in dem traditionelle Sinnstrukturen kollabiert sind: Bei Kafka manifestiert sich das Absurde in undurchdringlichen Bürokratien und unverständlichen Autoritäten, bei Lovecraft in der kosmischen Gleichgültigkeit außerirdischer Wesenheiten.

Frank N. Furter: He’s just a sweet transvestite

Tim Curry, für den die Rolle des extravaganten, promiskuitiven und spektakulär unheimlichen Paradiesvogels aus transylvanischer Galaxie der obligatorische Fluch und Segen wohl gleichsam bedeutete, – seit über vierzig Jahren Mister Frank N. Furter, das dürfte eine nicht immer glücklich machenden Ewigkeit sein – , war in seiner grotesk-frivolen Maske fleischgewordenes Revoluzzer-Pendant zum etablierten Gentleman-Vampir. Er wurde in den 1970ern zur Ikone der Schwulen-Szene, darüber hinausgehend noch: Tim Curry/Frank N. Furter galt als Symbolfigur für ausgelebte Exzentrik, provokant ungezügelte Leidenschaft und einer in Lack, Leder und Rüschen verpackten Selbstdarstellung und zugleich erotischer Selbstgefälligkeit.

Suspiria / Dario Argento

Über 40 Jahre alt glauben viele Cineasten, dass das Original ein heiliges Kunstwerk ist, dem man nicht das Wasser reichen kann. Die satten Farben, die höhlenartigen Sets, der haarsträubende Soundtrack und der erschreckende Ton des Films machen ihn zum Zentrum eines wahrhaftigen Kults. Für mich ist SUSPIRIA ohnehin einer der besten Filme aller Zeiten.

Superstar Lassie: Hund der Wunder, Held der Träumer

Timmy Martin trug karierte Hemden und sah ein bisschen aus wie mein kleiner Bruder in älter. Das verlor sich aber. Lassie sah aus wie gemalt, und das verlor sich nie. Sie gehörte zu meinen drei wesentlichen Wünschen. Die waren wohl recht vernünftig für mein Alter. Damals, als noch alles möglich, kaum etwas unfassbar und nichts unberechenbar schien. Hoffnung war Ziel, Traum war Alltag, Phantasie war Logik. Was sonst?

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