So finster die Nacht / John Ajvide Lindqvist

In den letzten zwanzig Jahren waren Vampire sehr populär und allgegenwärtig, und sobald etwas populär ist, wird alles Mögliche daraus gemacht, bis jeder davon genug hat. Die jüngste Kritik an bestimmten Romanproduktionen lässt vermuten, dass die meisten von uns mit dem Vampirgenre in seiner heutigen Form nicht sehr zufrieden sind. Früher waren diese Kreaturen genau das: Kreaturen. Bösewichte. Monstrositäten. Sie waren keine hübschen vegetarischen Teenager. Sie waren dunkle, blutrünstige Mörder.

Der Winter des Commissario Ricciardi / Maurizio De Giovanni

Maurizio de Giovanni schafft eine meisterhaft düstere Atmosphäre dieser unwiderstehlichen Prämisse, so dass selbst die Fantasielosen an sie glauben können. Tatsächlich ist der Roman ein durch und durch italienischer Vertreter, nicht nur weil der Tatort eine Oper ist, sondern weil der Roman selbst wie eine Oper erscheint. Hier wird aufgetreten und abgetreten, Neapel und die Zeit des Duce wird zwar in wenigen Szenen spürbar, fungiert aber doch eher wie eine Kulisse, während den Figuren das ganze Augenmerk gilt.

Ben Aaronovitch: Die Flüsse von London (Peter Grant #1)

Nach einer gespenstischen Begegnung in Covent Garden entdeckt der Polizeianwärter Peter Grant, dass die Met eine geheime Einheit hat, die sich der Magie und dem Übernatürlichen widmet. Grant wird zum Novizen unter der Leitung des rätselhaften Detective Inspector Thomas Nightingale und lernt bald ein oder zwei Beschwörungsformeln. Nightingale ist ein Zauberer, und er macht es sich zur Aufgabe, Londons unzählige übernatürliche Verbrechen zu untersuchen, von denen der Mord in Covent Garden ein besonders abscheuliches ist. Und das ist erst der Anfang der Schwierigkeiten, die noch kommen werden.

Sweeney Todd (Der teuflische Barbier)

Ich bin sicher, ihr habt alle schon einmal von ihm gehört. Sweeney Todd, der teuflische Barbier der Fleet Street. Sein Friseurstuhl war auf geniale Weise präpariert, denn nachdem Todd einem Kunden die Kehle durchgeschnitten hatte, bediente er einen Bolzen, der die Leiche rückwärts durch eine Falltür schickte, die in den Keller führte. Dort wurden die Opfer zu Fleischpastete verarbeitet, die in der angrenzenden Konditorei verkauft werden sollte. Geleitet wurde das Geschäft von einer Mrs Lovett, deren Vorname – je nachdem, wer die Geschichte erzählt – variiert.

Das Korsett / Laura Purcell

War bereits Laura Purcells Die stillen Gefährten ein herausragendes Debüt im Sektor der neuen Welle der Schauerliteratur, ist ihr Buch von 2018, das uns jetzt mit einiger Verspätung erreicht, nicht weniger bemerkenswert, was im Grunde zu erwarten war. Gegenwärtig gibt es – neben historischen Romanen – bereits zwei weitere Gothic Novels von ihr, und man kann nur hoffen, dass der Festa-Verlag an dieser Autorin dran bleibt. Es wäre gar nicht auszudenken, wenn wir hier wie so oft nur Publikum zweiter Klasse wären.

Mad Max – Der Rächer im Outback

Die Idee, dass Überlebende in einer kargen Ödnis um Ressourcen kämpfen und ihre Fahrzeuge als Kriegsmaschinen einsetzen, wurde bis heute so oft kopiert, dass viele das Konzept für selbstverständlich halten. Genau genommen begann es aber erst mit “Mad Max 2 – Der Vollstrecker”. Es gab bereits früher Filme, die sich damit auseinandersetzten, wie z. B. „Der Junge und sein Hund“, aber die Elemente, die dazu führten, dass Mad Max so einflussreich wurde, kamen hier zum ersten Mal zur Geltung. Und es war dieser Film, der unzählige Nachahmer hervorbrachte.

Inspektor Jury schläft außer Haus / Martha Grimes

In unserer Rubrik Buchbesprechungen kommen wir heute zu Martha Grimes und ihrem ersten Band der Inspektor Jury-Reihe: Inspektor Jury schläft außer Haus. Im Original „The Man with a Load of Mischief“. Das Buch erschien 1984 und die ganze Reihe ist in England angesiedelt, obwohl die amerikanische Autorin dort nie gelebt hat, aber begeistert ist vom englischen Flair.

Inhalte, Illustrationen, dargestellte Bilder & Fotos sind urheberrechtlich geschützte Werke ihrer jeweiligen Eigentümer*innen.

© 2026 phantastikon.de | Alle Rechte vorbehalten.