Spirou – Der Page im roten Kostüm

Als Franquin den Comic Ende der 1940er Jahre von Joseph („Jijé“) Gillain übernahm, begann er, längere Geschichten zu entwickeln. Jijé hatte die Figur von Spirous bestem Freund Fantasio eingeführt, aber Franquin erweiterte das Spirou-Universum beträchtlich. Neben dem aufbrausenden Fantasio führte er den exzentrischen Wissenschaftler Graf von Rummelsdorf, die abenteuerlustige Reporterin Steffani und – am bekanntesten – das langschwänzige, tigerähnliche Dschungeltier Marsupilami ein.

Tales from the Crypt

In den knisternden Schatten der amerikanischen Nachkriegszeit, als Fernsehgeräte wie neue Hausaltäre in den Wohnzimmern flimmerten und das Comicregal noch der subversivste Ort eines Kiosks war, erhob sich eine Stimme aus der Gruft. Tales from the Crypt – dieser Name allein ließ Kinderherzen schneller schlagen, Eltern besorgt die Stirn runzeln und Politiker nach dem Zensurstempel greifen. Die Geschichten aus der Gruft waren nicht einfach nur Horrorcomics. Sie waren ein Tor in eine düstere Parallelwelt, in der Moral und das Makabere ein tückisches Tänzchen aufführten.

Die Anfänge der Schauerliteratur

Gleich zu Beginn müssen wir zunächst über eine übersetzungstechnische Definition sprechen. Im Deutschen wird der Ausdruck „Schauerliteratur“ oft als Übersetzung für Gothic Fiction benutzt, auch wenn diese Begriffe nicht hundertprozentig deckungsgleich sind. Für unsere Zwecke soll diese Vereinfachung jedoch genügen.

Die Welt bei Kerzenschein

Folklore und Legenden sind Teil eines Vermächtnisses unserer ursprünglichen Ängste, die in der Morgendämmerung der Menschheit ihren Ursprung haben, als die Welt noch vom Übernatürlichen dominiert war: Wälder, Hügel, Berge und Flüsse waren der Lebensraum von alten, unsichtbaren Dingen. Leben bedeutete, im Schatten dieser Geheimnisse zu leben. Kerzen drückten die tiefe Angst des Menschen aus, nur in einem kleinen Lichtkreis inmitten einer riesigen, dunklen Welt zu leben.

Batman – Der dunkle Ritter

Die Erzählung von Batman hat sich längst zu einem modernen Mythos entwickelt. Der junge Bruce Wayne wird Zeuge der brutalen Ermordung seiner Eltern und schwört, das Verbrechen zu bekämpfen. Getrieben von diesem Ziel, widmet er sein Leben der Selbstdisziplin. Er meistert nahezu sämtliche Kampfkünste, eignet sich wissenschaftliche Expertise an, wird ein brillanter Detektiv und stellt sich den zahlreichen Bedrohungen, die seine Heimatstadt Gotham City heimsuchen, eine Stadt, die mittlerweile genauso ikonisch ist wie der Dunkle Ritter selbst.

Aura: Zeit, Körper, Identität bei Carlos Fuentes

Carlos Fuentes‘ im Jahr 1962 veröffentlichte Novelle Aura zählt zu den bedeutendsten Werken des mexikanischen Autors und ist ein Meilenstein der lateinamerikanischen Erzählkunst des 20. Jahrhunderts. Dieses literarische Meisterstück, geprägt von erzählerischem Experimentiergeist und psychologischer Tiefe, festigte nicht nur Fuentes‘ Rang als eine der einflussreichsten Stimmen seiner Generation, sondern trug auch maßgeblich zur Etablierung des sogenannten lateinamerikanischen Booms bei.

Die Geschichte des Kriminalromans

Die Beschreibung von Genres ist selten eindeutig, doch gerade das macht sie überhaupt diskussionswürdig. Wäre alles klar und für jeden offensichtlich, würde ein einfacher Lexikoneintrag ausreichen, um das Thema abzuhaken. Heute richten wir den Fokus auf eines der wohl beliebtesten literarischen Genres überhaupt: den Kriminalroman.

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