Aura: Zeit, Körper, Identität bei Carlos Fuentes

Carlos Fuentes‘ im Jahr 1962 veröffentlichte Novelle Aura zählt zu den bedeutendsten Werken des mexikanischen Autors und ist ein Meilenstein der lateinamerikanischen Erzählkunst des 20. Jahrhunderts. Dieses literarische Meisterstück, geprägt von erzählerischem Experimentiergeist und psychologischer Tiefe, festigte nicht nur Fuentes‘ Rang als eine der einflussreichsten Stimmen seiner Generation, sondern trug auch maßgeblich zur Etablierung des sogenannten lateinamerikanischen Booms bei.

Larry Brent (Der erste Gruselkrimi)

Wissenschaftler standen Ende der 60er Jahre hoch im Kurs. Die Counter Culture, die aus Amerika herüberschwappte und ihre Spuren auch in Europa hinterließ, hatte außer Flower Power auch das Interesse am Okkulten mitgebracht. Die Manson-Family machte erste Schlagzeilen und bahnbrechende Horrorfilme wie „Rosemaries Baby“ und „Die Nacht der lebenden Toten“ eroberten die Kinos. Auch im Heftroman-Sektor war es Zeit für etwas Neues.

Die blaue Stunde / Paula Hawkins

Seit ihrem Durchbruch 2015 mit „The Girl on the Train“ hat sich Paula Hawkins als meisterhafte Erzählerin psychologischer Spannungsromane etabliert. „Die blaue Stunde“ bleibt dieser Linie treu und bietet eine Geschichte, die sich langsam entfaltet, dabei aber zunehmend an Intensität gewinnt. Es ist kein klassischer Krimi oder Thriller, sondern vielmehr ein atmosphärisch dichter Roman, der einer kunstvoll geknüpften Intrige gleicht: Man weiß, dass man irgendwann das Zentrum erreichen wird, doch was einen dort erwartet, bleibt lange ungewiss.

Willkommen auf Musgrave Hall

Während Nationen weltweit gute Literatur zu schätzen wissen und sie in allen Erscheinungsformen konsumieren, gibt es in unseren Breitengraden leider noch immer eine erstaunliche Unkenntnis und Ignoranz gegenüber einem Medium, das weltweit einzigartig ist. Und es sind die Leser selbst, die sich immer etwas wegzuducken scheinen, wenn es um den Heftroman geht, so als würden sie akzeptieren, dass man ihre Leidenschaft als etwas minderwertig betrachtet wird.

Acht perfekte Morde / Peter Swanson

Was als Geschichte über Krimis beginnt, entwickelt sich zu einem wirklich fesselnden Thriller. Auch wenn ich dieses Buch nicht unbedingt jedem empfehlen würde, der auf der Suche nach einem „spannenden Thriller“ ist (klassische Krimis spielen in diesem Roman eine wichtige Rolle, und nur wer das Genre zu schätzen weiß, wird diesen Roman in vollen Zügen genießen können). Besser noch: Alle Wendungen, die diese Geschichte nimmt, sind fair. Swanson lässt alle Brotkrümel fallen, die man braucht, um hinter das Geheimnis zu kommen, aber trotzdem wird man die endgültige Lösung nicht kommen sehen.

Sieben Stunden / Megan Miranda

Eine der größten Stärken des Romans ist seine strukturelle Komplexität. Miranda arbeitet mit wechselnden Zeitebenen, wobei sie zwischen dem Treffen im Strandhaus in der Gegenwart und Rückblenden auf den tragischen Unfall zehn Jahre zuvor wechselt. Diese bruchstückhafte Erzählweise baut nicht nur Spannung auf, sondern dient auch als Erkundung, wie ein Trauma die Wahrnehmung verzerrt.

Samanta Schweblin und Das Gift

Dass das wirklich Monströse die Natur das Fremde und das Menschliche ist, daran hat uns der klassische Terror bereits gewöhnt: Wald und Dschungel fungieren als Versteck für all das, was von der Vernunft verdrängt wird, und Kinder sind der Anfang dieser Fremdheit. Wir finden dort, wo wir uns in Sicherheit wähnen, nichts anderes als die … Weiterlesen

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