Die drei ??? und der grüne Geist / Robert Arthur

Der Anfang ist vielversprechend: In media res werden Peter Shaw und Bob Andrews von einem markerschütternden Schrei aufgeschreckt, als das alte Herrenhaus der Greens abgerissen wird, um auf dem Grundstück ein neues Gebäude zu errichten. Anscheinend gab es in den sechziger Jahren keine Schutzzäune um die Gebäude, denn der Lärm lockte eine Gruppe von Männern an, die zusammen mit Pete und Bob das Haus betraten und dort einen smaragdgrünen Geist erblickten, der auf dem staubigen Boden keine Fußspuren hinterließ.

Die drei ??? und die flüsternde Mumie / Robert Arthur

In ihrem Hauptquartier erhalten die drei Detektive zwei Briefe: Einer stammt von einer wohlhabenden Dame mittleren Alters, die von ihrem Erfolg bei einem ihrer früheren Fälle gehört hat und ihre Dienste in Anspruch nehmen möchte, um ihre verschwundene Katze zu finden. Pete und Bob üben ihre Kombinationsgabe an dem Brief, bevor sie ihn lesen, was zu einer amüsanten Holmes-Szene führt.

Fantasy – Eine Blaupause für die Welt

Die Fantasy hat ihre symbolischen Krallen in uns alle geschlagen. Ihre Ursprünge sind uralt, sie wurzeln in der isländischen Edda und in altenglischen Dichtungen wie Beowulf. Sie ist Shakespeare verpflichtet, den Abenteuererzählungen des 18. Jahrhunderts, der Gotik, der Romantik, dem Mittelalter der Präraffaeliten und dem Fin de siècle. Als eigenständiges Genre trat sie jedoch erst in Erscheinung, als Autoren wie George Macdonald (1824-1905), William Morris (1834-1896) und Lord Dunsany (1878-1957) die phantastische Erzählung populär machten. Zusammen mit einigen anderen Autoren legten sie den Grundstein für die Konzepte der Fantasy, die später von J.R.R. Tolkien zur Epic Fantasy zusammengefügt wurden.

Jim Butcher: Verrat (Die dunklen Fälle des Harry Dresden 11)

Schon immer gab es Gerüchte über einen Verräter im Weißen Rat, und der elfte Band der dunklen Fälle des Harry Dresden beschäftigt sich genau damit. Hier wird uns wieder einmal vor Augen geführt, dass Harry in erster Linie ein knallharter Privatdetektiv ist, was aber keineswegs bedeutet, dass die Fantasy-Elemente zu kurz kommen. Ganz im Gegenteil. Auch in diesem Buch wird das gewohnt hohe Niveau der Reihe gehalten, das seit dem vierten Band praktisch ununterbrochen anhält und sogar noch zunimmt. Allein aus diesem Grund ist es fast nicht zu glauben, dass erst der zwölfte Band als derjenige gilt, der geradezu galaktische Höhen erreichen soll. Wir werden sehen …

Ein frommer Mörder / Liam McIllvanney

Der 2015 verstorbene William McIlvanney, der Vater von Liam McIlvanney gilt als einer der Paten des Tartan Noir, einer bei uns nahezu völlig ignorierten Spielart des schottischen Kriminalromans, der bis zu Louis Stevensons „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr Hyde“ zurückreicht. Geprägt wurde der Begriff von Ian Rankin und umfasst jene Werke, in denen es um die Dualität der Seele geht, um die Natur von Gut und Böse, Fragen der Erlösung, des Heils und der Verdammnis. Das schottische Konzept der Dualität eines einzigen Wesens ist eine treibende Kraft in der schottischen Literatur und kommt besonders im Genre des Tartan Noir zum Tragen. Ein weiterer Einfluss sind die amerikanischen Meister des Hardboiled-Genres wie Dashiell Hammett und Raymond Chandler.

Die Assistentin / Alexandra Andrews

Es gibt Kritiker, die sich darin einig sind, dass Alexandra Andrews das Zeug dazu hat, in die erste Riege der Krimi-Autoren vorzustoßen, und auch wenn „Die Assistentin“ wenig Charakterentwicklung und wenig Plausibilität zu bieten hat, ist der Roman doch reich an der wichtigsten Zutat in dieser Art von Spannungsromanen: Einfallsreichtum. Die Handlung macht peitschenartige Wendungen, Loopings und plötzliche Umkehrungen. Die Twists beginnen in Marokko, schwenken nach New York und enden in der kühlen amoralischen Leere, die Fans der Ripley-Romane von Patricia Highsmith kennen. Wie könnte man das nicht genießen?

The Woman in the Window / A.J. Finn

Dr. Anna Fox lebt allein in ihrem schicken Haus in einem gehobenen Viertel von Harlem. Seit einem mysteriösen Unfall vor fast einem Jahr leidet Anna unter schwerer Agoraphobie und ist nicht in der Lage, einen Fuß vor die Tür zu setzen oder mit Menschen zu interagieren. Auch ihr Mann und ihre Tochter stehen auf dieser Liste, und obwohl Anna sie liebt und vermisst, sind beide ausgezogen, um sie nicht zu „zu viel Kontakt“ zu zwingen.

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