Der Tod und das dunkle Meer / Stuart Turton

Ein unerwarteter Zwischenstopp im Jahr 2003 inspirierte Turton zu diesem fesselnden Kriminalroman. Nachdem er einen Flug nach Singapur verpasst hatte, saß der Autor, der freimütig zugibt, dass er nicht gut darin ist, Pläne einzuhalten, im australischen Perth fest. Um die Zeit totzuschlagen, besuchte er ein Schifffahrtsmuseum, wo er sich über den Untergang der Batavia im Jahr 1629 informierte. Jahre später beschloss er, die Geschichte des Schiffes auf seine Weise aufzuschreiben. Die wahre Geschichte sei so schrecklich, dass es „keinen Spaß gemacht hätte, sie zu lesen“, sagt Turton.

Der dunkle Bote / Alex Beer

„Der dunkle Bote“ ist der dritte Band der August-Emmerich-Reihe erschien 2019, und wer sich vom Stil Daniela Larchers in den ersten beiden Bänden nicht davon hat abbringen lassen, in ein ausgehungertes Wien zwischen den beiden Weltkriegen zu tauchen, der findet den bisher stärksten Teil dieser Reihe vor. In der Zwischenzeit habe ich mir auch die beiden Isaak Rubinstein-Bücher von ihr zu Gemüte geführt, die nicht ganz so gelungen sind, aber ihr rasanter Stil bleibt doch relativ gesehen derselbe.

Auf den Spuren der Templer – Umberto Eco: Das Foucaultsche Pendel

Umberto Eco war mit seinem „Foucaultschen Pendel“ nicht imstande, den unfassbaren Erfolg seines Debüts, „Der Name der Rose“ zu wiederholen, was kaum verwunderlich ist, schließlich wurden von diesem Buch seinerzeit 50 Millionen Exemplare verkauft, eine ungeheuerliche Summe. Das Buch wurde verfilmt, bekam sein Videospiel und drei Brettspiele obendrein, ganz zu schweigen von Baseball-Kappen, Kaffeetassen und einer Ecke im europäischen Disney-Park. Das Foucaultsche Pendel bekam nicht einmal ein lausiges T-Shirt, dabei ist es nicht weniger brillant inszeniert wie sein Vorgänger, enthält dabei jedoch mehr historischen Prunk und philosophische Spekulationen. Und da sind wir beim Kern: das Buch ist so gut, dass es für den Massengeschmack untauglich ist. Wie beim Namen der Rose geht es in diesem Roman um Bücher und die Schwierigkeiten, die sie verursachen können.

Der Winter des Commissario Ricciardi / Maurizio De Giovanni

Maurizio de Giovanni schafft eine meisterhaft düstere Atmosphäre dieser unwiderstehlichen Prämisse, so dass selbst die Fantasielosen an sie glauben können. Tatsächlich ist der Roman ein durch und durch italienischer Vertreter, nicht nur weil der Tatort eine Oper ist, sondern weil der Roman selbst wie eine Oper erscheint. Hier wird aufgetreten und abgetreten, Neapel und die Zeit des Duce wird zwar in wenigen Szenen spürbar, fungiert aber doch eher wie eine Kulisse, während den Figuren das ganze Augenmerk gilt.

Ben Aaronovitch: Die Flüsse von London (Peter Grant #1)

Nach einer gespenstischen Begegnung in Covent Garden entdeckt der Polizeianwärter Peter Grant, dass die Met eine geheime Einheit hat, die sich der Magie und dem Übernatürlichen widmet. Grant wird zum Novizen unter der Leitung des rätselhaften Detective Inspector Thomas Nightingale und lernt bald ein oder zwei Beschwörungsformeln. Nightingale ist ein Zauberer, und er macht es sich zur Aufgabe, Londons unzählige übernatürliche Verbrechen zu untersuchen, von denen der Mord in Covent Garden ein besonders abscheuliches ist. Und das ist erst der Anfang der Schwierigkeiten, die noch kommen werden.

Sweeney Todd (Der teuflische Barbier)

Ich bin sicher, ihr habt alle schon einmal von ihm gehört. Sweeney Todd, der teuflische Barbier der Fleet Street. Sein Friseurstuhl war auf geniale Weise präpariert, denn nachdem Todd einem Kunden die Kehle durchgeschnitten hatte, bediente er einen Bolzen, der die Leiche rückwärts durch eine Falltür schickte, die in den Keller führte. Dort wurden die Opfer zu Fleischpastete verarbeitet, die in der angrenzenden Konditorei verkauft werden sollte. Geleitet wurde das Geschäft von einer Mrs Lovett, deren Vorname – je nachdem, wer die Geschichte erzählt – variiert.

Mad Max – Der Rächer im Outback

Die Idee, dass Überlebende in einer kargen Ödnis um Ressourcen kämpfen und ihre Fahrzeuge als Kriegsmaschinen einsetzen, wurde bis heute so oft kopiert, dass viele das Konzept für selbstverständlich halten. Genau genommen begann es aber erst mit “Mad Max 2 – Der Vollstrecker”. Es gab bereits früher Filme, die sich damit auseinandersetzten, wie z. B. „Der Junge und sein Hund“, aber die Elemente, die dazu führten, dass Mad Max so einflussreich wurde, kamen hier zum ersten Mal zur Geltung. Und es war dieser Film, der unzählige Nachahmer hervorbrachte.

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