Von Hier bis zum Anfang / Chris Whitaker

Mit seinem dritten Roman „We begin at the End“ hat Chris Whitaker die weltweite Aufmerksamkeit auf sich gezogen.  Der Autor lebt in Großbritannien, siedelt seine Romane aber mit präziser Genauigkeit in den ländlichen Vereinigten Staaten an. Oft genug ist es ja gerade andersherum.  Er gewann in diesem Jahr nicht nur den Gold Dagger der Crime Writers Association, sondern wurde von vielen Fachmagazinen als bester Thriller des Jahres ausgezeichnet. Und heute schließe ich mich dem an.

Das Geheimnis des Schneemanns / Nicholas Blake

Spätestens nach dem sensationellen Erfolg des Filmes Knives Out von 2019 war zu erkennen, dass der klassische Kriminalroman gegenwärtig eine Renaissance erlebt. Das schlägt sich zwar in unseren Breitengraden erst langsam nieder, aber auch hier ist das Interesse an der Cosy Mystery und am Whodunit wieder gewachsen. Mit den Übersetzungen klassischer Romane sind wir gegenüber aktuellen Erscheinungen gut aufgestellt, um so verwunderlicher ist es, dass der siebte Band der Nigel-Strangeways-Serie, der als einer der besten Krimis aller Zeiten in mindestens zwei relevanten Büchern zu diesem Thema aufgelistet wird, erst jetzt das Übersetzungslicht der Welt erblickt.

Geheimnis am Weihnachtsabend / Gladys Mitchell

Pünktlich zum Herbst legt Klett-Cotta wie gewohnt einen Krimiklassiker für die Weihnachtstage neu auf. Diesmal ist es der 7te Roman mit der detektivischen Heldin Beatrice Adela Lestrange Bradley, die 1929 in Speedy Death zum ersten Mal in einem Buch von Gladys Mitchell auftauchte. Mit „Geheimnis am Weihnachtsabend“ leistet der Verlag Pionierarbeit, denn obwohl Mitchell zu den äußerst beliebten Krimiautorinnen des Goldenen Zeitalters gehört, ist sie bei uns völlig unbekannt und wurde auch nach ihrem Tod in England eher vernachlässigt. Liest man das vorliegende Werk, wird jedem einleuchten, warum das so ist.

Very British: Endeavor

Colin Dexters Inspector Morse ist in Großbritannien zu einem Phänomen geworden. Die Originalserie ist aus unerfindlichen Gründen bis heute nicht synchronisiert worden (das Prequel und das Sequel aber schon), und zog – wie das immer so ist – die bereits sehr guten Buchverkäufe weltweit noch einmal kräftig nach oben (außer natürlich in Deutschland), so dass Morse zeitweilig sogar zu einer echten Gefahr für das Heiligtum Sherlock Holmes wurde.

Billy Summers / Stephen King

In einer begeisterten Rezension schrieb John Dugdale von der Sunday Times: „Diszipliniert, aber abenteuerlich, gleichermaßen gut in Actionszenen und tiefgründiger Psychologie, zeigt King mit diesem Roman, dass er mit 73 Jahren ein Schriftsteller ist, der wieder auf der Höhe seines Könnens agiert.“

Neil McRobert vom Guardian nannte es Kings „bestes Buch seit Jahren“ und lobte seine „eigene Art eines kräftigen, übersteigerten Realismus“.

Seit fünf Jahrzehnten dominiert Stephen King das literarische Erzählen und mit Billy Summers wandert dieser einzigartige Autor weiter auf jenem Pfad, der schon länger vorhanden ist, den er aber mit „Mr. Mercedes“ eindeutig eingeschlagen hat.

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Fuchsmädchen / Maria Grund

Die Geschichte in Fuchsmädchen basiert auf dem Selbstmord eines vierzehnjährigen Mädchens, deren Leiche in einem mit Wasser gefüllten Kalksteinbruch auf einer vertrauten und doch namenlosen Insel vor der Ostküste Schwedens, die Gotland sehr ähnlich ist, gefunden wird. Ihre Pulsadern sind aufgeschnitten und eine grobe Schnur hat sich in ihrem Haar verheddert, wo sie bei ihrem Tod eine Fuchsmaske befestigt hatte. Die Ermittlerin Sanna Berling will untersuchen, ob es sich tatsächlich um einen Selbstmord oder doch vielleicht um einen Mord handelt.

Der Seidenspinner / Robert Galbraith

Es ist fast unumgänglich, dass nahezu jede Besprechung von Rowlings großartiger Krimireihe, die 2013 mit Der Ruf des Kuckucks ihren mehr als soliden Start markierte, mit Hinweisen auf Harry Potter gespickt ist. Es ist fast zu schade, dass ihr Pseudonym Robert Galbraith so früh schon gelüftet wurde, die Rezensionen sähen anders aus. Und wie man sieht, komme auch ich nicht umhin, ihre berühmten Kinder- und Jugendbücher zu erwähnen.

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