Voltaires Kalligraph / Pablo De Santis

„Voltaires Kalligraph“ erzählt die Geschichte von Dalessius, der im Alter von 20 Jahren von Voltaire als Kalligraph und Archivar eingestellt wird. Obwohl der maschinelle Druck die Handschrift bereits weitgehend verdrängt hat, ist sie für viele Dokumente nach wie vor unverzichtbar – insbesondere für eilige oder einmalige Schriftstücke. Dieser Konflikt zwischen Mensch und Maschine zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman.

Der menschenfressende Baum von Madagaskar

Die Kryptozoologie und Kryptobotanik sind voller schillernder Erzählungen über mysteriöse Kreaturen und ungewöhnliche Pflanzen. Während das legendäre Ungeheuer von Loch Ness und der sagenumwobene Bigfoot in der Öffentlichkeit weit bekannt sind, gehören die erzählten Geschichten über menschenfressende Bäume auf Madagaskar oder die gefürchteten mongolischen Todeswürmer zu den weniger verbreiteten, aber nicht minder schaurigen Legenden.

Die schweigende Welt des Nicholas Quinn / Colin Dexter

Morse ist ein interessanterer Charakter. Er ist ein Mann, der den Leser fasziniert, dem man aber auch mit Vorbehalten gegenübersteht. Lewis findet ihn zuweilen unnötig grob, und das ist er auch. Morse ist ein Effekthascher wie viele großen Detektive, und seine Grobheit dient dazu, die Leute aufzurütteln. Außerdem ist er ein rasender Egoist. Er sagt den Leuten, die er trifft, ziemlich oft, dass er „den besten Verstand in ganz Oxford“ hat. Interessanterweise zeigt er es dann auch. Morse vereint viele widersprüchliche Charaktereigenschaften. Bewunderung und Abscheu liegen nah beieinander, und das ist der Grund, warum Morse so ein überragendes literarisches Gesicht und Gewicht trägt.

Die Annunaki, Schöpfer der Menschheit

Die Anunnaki sind Wesen aus der alten sumerischen Mythologie, die tiefe Spuren in der Geschichte der Menschheit hinterlassen haben. In alten Texten werden sie als mächtige Götter beschrieben, die in ferner Vergangenheit die Erde verließen, aber versprachen, eines Tages zurückzukehren. Interessanterweise finden sich weltweit in den Mythen verschiedener Kulturen unübersehbare Parallelen, in denen von Schöpfergöttern die Rede ist, die die Menschheit verlassen haben, aber ihre Rückkehr ankündigen.

Der Hexham-Fluch

Die Geschichte der Hexham Heads ist eine Mischung aus archäologischem Rätsel, unheimlicher Folklore und persönlichen Erlebnissen, die die Menschen bis heute nicht vergessen haben. Seit ihrer Entdeckung im Jahr 1971 sorgen die beiden Steinköpfe nicht nur für wissenschaftliche Diskussionen, sondern auch für andauernde Spekulationen. Was als spielerische Ausgrabung zweier Kinder begann, entwickelte sich zu einem Rätsel, das Fragen aufwirft: Sind die Köpfe Relikte einer längst vergangenen Kultur und sogar Träger dunkler Energien?

Die Zeugen / Jaime Begazo

Auch wenn oft behauptet wird, Jorge Luis Borges sei ein Meister der Irreführung gewesen, verhält es sich vielmehr so, dass er seine Leser doch eher davon überzeugte, dass es keinen Unterschied zwischen „Realität“ und Fiktion gibt. Dazu musste er nicht auf das Werkzeug einschlägiger Philosophen zurückgreifen; er begriff die bedeutende Rolle, die Sprache bei der Schaffung von Realität spielt und entwickelte das, was später die postanalytische Sprachwissenschaft dankbar aufnehmen sollte, durch sein literarischen Spiel.

Die Sünden der Väter / Lawrence Block

Eine der wichtigsten Konstanten in Lawrence Blocks mehr als 30-jähriger Schriftstellerkarriere, die mehr als 50 Romane und zahlreiche Auszeichnungen – darunter den renommierten Grand Master of Mystery Writers of America – umfasst, ist der Privatdetektiv Matthew Scudder, der erstmals 1976 in „Die Sünden der Väter“ auftaucht. Damit ist Scudder eine der beständigsten Schöpfungen Blocks und des gesamten Krimigenres. Als ehemaliger New Yorker Polizist, der zeitlebens mit Alkoholismus zu kämpfen hatte, tauchte Scudder bisher in 17 Romanen und einigen Kurzgeschichten auf.

Der Gasmann von Mattoon

Am 2. September 1944, mitten im Zweiten Weltkrieg, ereignete sich in der Kleinstadt Mattoon, Illinois, eine Serie seltsamer Vorfälle, die bis heute Rätsel aufgeben. Die Ereignisse begannen mit einem Bericht auf der Titelseite der Stadtzeitung, der einen mysteriösen Angriff durch einen „Anesthetic Prowler“ beschrieb. Diese Geschichte entwickelte sich schnell zu einer bizarren Reihe von Ereignissen, die die Kleinstadt in Angst und Schrecken versetzten.

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