Das Museum und die Musiktruhe

Ich durchstreife die Gänge des Museums. Ich muss die Wahrheit wissen. Vorbei an den knurrenden Wasserspeiern und mumifizierten Vampi­ren, vorbei an den Eidechsen, die in Gläsern, gefüllt mit Formaldehyd, treiben, den fossilen Nautiliden, silbernen Insekten, in Bernstein begraben. Hinauf zu den Dachkammern, wo Meere aus Pergament in meinem Wahn­sinn herumzuwirbeln scheinen, rissige, staubige Worte, Baumstämme, die nach Zeder und Eiche duften.
Worte in Sprachen, die nur die Toten verstehen, Seiten, die nur vom Licht einiger Glühwürmchen gelesen werden, nur den Entdeckern vergesse­ner Kontinente bekannt, durcheinander geratene, schattige Aufzeichnun­gen.

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