Die okkulten Detektive

Sherlock Holmes ist eine der berühmtesten Figuren der Kriminalliteratur, die 1886 von dem britischen Autor Arthur Conan Doyle erfunden wurde. Seitdem hat er viele Nachahmer inspiriert und Variationen hervorgebracht, die sich in unterschiedlichen Zeiten, Orten und Berufen als Detektive betätigen. Doch schon vor Holmes gab es Geschichten, die sich mit Verbrechen und deren Aufklärung beschäftigten, wie zum Beispiel Georg Philipp Harsdörffers „Der große Schauplatz jämmerlicher Mordgeschichten“ aus dem 17. Jahrhundert oder die sogenannten Newgate-Romane von Edward Bulwer-Lytton im 19. Jahrhundert.

Die Anfänge der Kriminalliteratur lassen sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen, als Edgar Allan Poe seinen berühmten Detektiv Auguste Dupin in „Die Morde in der Rue Morgue“ (1841) erschuf. Diese Erzählung gilt als eine der ersten Quellen für das Genre, das sich aus der jahrhundertealten Tradition der Schauerliteratur entwickelte. Dabei wurde die Rolle des Gefühls von der Vernunft abgelöst, ohne jedoch auf die schaurige Atmosphäre zu verzichten. So entstand auch die Idee, Geister und andere übernatürliche Phänomene mit kriminalistischen Methoden zu erforschen. Das Genre der „Geisterdetektive“ oder der „okkulten Spürnasen“ war geboren, noch bevor Sherlock Holmes die Bühne betrat, und bewegte sich an der Grenze zwischen Rationalität und Mystik.

Harry Escott

Fitz James O’Brien war ein irisch-amerikanischer Schriftsteller, Soldat und Dichter, der oft als einer der frühen Vertreter der Science-Fiction angesehen wird. Er wurde als Michael O’Brien in Irland geboren und wanderte 1852 nach Amerika aus, wo er seinen Namen zu Fitz James änderte. Er schrieb für verschiedene Zeitschriften und Magazine und verfasste auch einige Theaterstücke. Sein bekanntestes Werk ist „Die diamantene Linse“ (1858), eine Geschichte über einen Wissenschaftler, der eine mikroskopische Frau in einem Wassertropfen entdeckt. Diese Geschichte war eine der Favoriten von H. P. Lovecraft . Aber O’Brien schuf auch einen der ersten okkulten Detektive in der Literatur, Harry Escott, den er in „The Pot of Tulips“ (1855) vorstellte. Escott war ein Detektiv ohne übernatürliche Kräfte, aber mit einem großen Wissen über Esoterik und Okkultismus, der rational und wissenschaftlich an paranormale Phänomene heranging. O’Brien schrieb nur noch eine weitere Geschichte mit Escott, „Was war es?“ (1859), die auch die erste Erwähnung einer unsichtbaren Person in der Literatur enthielt – und damit H. G. Wells‘ Der Unsichtbare um vier Jahrzehnte zuvorkam . O’Brien starb 1862 an den Folgen einer Verwundung im Sezessionskrieg .

Dr. Hesselius

Sheridan Le Fanu gilt als einer der Meister der klassischen Schauerliteratur und als einflussreicher Vorläufer des modernen Horrorgenres. Er war nicht nur ein begabter Erzähler, sondern auch ein innovativer Schöpfer von Figuren und Motiven, die bis heute faszinieren.

Im Oktober 1869 veröffentlichte Le Fanu in der viktorianischen Wochenzeitschrift „All The Year Round“, die von Charles Dickens gegründet und herausgegeben wurde, eine Erzählung mit dem Titel „Grüner Tee“. Darin präsentierte er seinen Lesern zum ersten Mal Dr. Martin Hesselius, einen Arzt, Schriftsteller und Kunstfehler-Experten, der sich auf die Behandlung von übernatürlichen Krankheiten spezialisiert hatte. In „Grüner Tee“ untersucht er den Fall eines Geistlichen, der von einem dämonischen Affen heimgesucht wird, den nur er sehen kann. Die Erzählung ist eine spannende Mischung aus psychologischem Thriller, metaphysischer Spekulation und gotischer Atmosphäre.

Le Fanu war selbst ein zurückgezogener und geheimnisvoller Mann, der nach dem Tod seiner Frau 1858 kaum noch das Haus verließ. Er litt unter Depressionen und Alpträumen, die sich oft in seinen Werken widerspiegelten. Er starb 1873 an einem Herzinfarkt in seinem Haus in Dublin. Sein literarisches Vermächtnis umfasst zahlreiche Erzählungen und Romane, die bis heute gelesen und verfilmt werden. Zu seinen berühmtesten Werken gehören „Carmilla“, eine Geschichte über eine lesbische Vampirin, „Uncle Silas“, ein meisterhafter Schlossroman, und „The House by the Churchyard“, ein historischer Roman mit einem Hauch von Horror.

Dr. John Silence

Der okkulte Detektiv ist eine literarische Figur, die übernatürliche Phänomene mit Hilfe von Magie, Esoterik oder Parapsychologie untersucht. Ein bekannter Vertreter dieses Genres ist Algernon Blackwood (1869-1951), ein englischer Autor, der sich selbst als Theosoph und Mystiker verstand. Sein berühmtester Charakter ist Dr. John Silence, ein Arzt und Psychiater, der sich auf Fälle spezialisiert hat, die eine psychische Invasion oder Besessenheit beinhalten. Silence ist eine ambivalente Figur, die einerseits als Retter und Heiler auftritt, andererseits aber auch als arrogant, dogmatisch und gefährlich erscheint.

Ein Beispiel für seine umstrittene Rolle ist seine erste Geschichte „A Psychical Invasion“ (1908), die in deutscher Übersetzung als „Griff nach der Seele“ in dem Band „Besuch von Drüben“ in Suhrkamps Phantastischer Bibliothek enthalten ist. In dieser Geschichte wird ein Humorist namens Pender von einem bösen Geist heimgesucht, nachdem er eine Überdosis Haschisch genommen hat. Pender verliert seinen Sinn für Humor und wird von Angstzuständen geplagt. Silence wird zu Hilfe gerufen und erkennt, dass Pender von der Seele einer verstorbenen Schauspielerin besessen ist, die ihn für ihren ehemaligen Liebhaber hält. Silence setzt einen magischen Collie namens Flame ein, um den Geist zu vertreiben, und erklärt Pender seine Theorie über die Dynamik der Gedanken und die Fortdauer der Persönlichkeit nach dem Tod.

Die Geschichte zeigt die gängigen Merkmale des okkulten Detektivs, wie zum Beispiel die Verbindung von Wissenschaft und Magie, die Verwendung von Symbolen und Ritualen, die Betonung der psychischen Ebene und die Konfrontation mit dem Bösen. Allerdings zeigt sie auch einige Probleme auf, die mit dieser Figur verbunden sind. Zum einen ist Silence kein sympathischer Held, sondern ein überheblicher Lehrmeister, der gerne bevormundet und belehrt. Er spricht in einem herablassenden Tonfall und benutzt pseudowissenschaftliche Begriffe, die seine Autorität untermauern sollen. Zum anderen ist Silence kein unfehlbarer Experte, sondern ein riskanter Experimentator. Er setzt den Humoristen Pender einer gefährlichen Droge aus, um ihn empfänglicher für den Geist zu machen, und lässt ihn allein mit einem magischen Collie, während er selbst das Haus verlässt. Er ignoriert auch die Möglichkeit, dass Pender selbst für seine Probleme verantwortlich sein könnte, und schiebt alles auf eine Geisterdame. Schließlich ist Silence kein moralischer Richter, sondern ein willkürlicher Zerstörer, der das Haus des Humoristen abreißen lässt, um den Spuk endgültig zu beseitigen.

Die Geschichte zeigt also, dass der okkulte Detektiv nicht nur ein faszinierender Charakter ist, sondern auch ein problematischer. Er repräsentiert eine Form von Wissen und Macht, die nicht immer zum Wohl der Menschen eingesetzt wird. Er stellt auch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie in Frage und fordert den Leser heraus, seine eigene Position zu bestimmen.

Carnacki

Carnacki wurde von dem englischen Autor William Hope Hodgson erschaffen. Er ist der Protagonist einer Reihe von sechs Kurzgeschichten, die zwischen 1910 und 1912 in den Magazinen The Idler und The New Magazine veröffentlicht wurden. Diese Geschichten wurden 1913 zusammen als Carnacki, der Geisterdetektiv gedruckt.

Carnacki ist natürlich ebenfalls inspiriert von der Tradition fiktiver Detektive wie Sherlock Holmes. Er lebt in einer Junggesellenwohnung in der Nr. 427 Cheyne Walk, Chelsea; die Geschichten werden aus der Ich-Perspektive von Dodgson erzählt, einem Mitglied von Carnackis „streng begrenztem Freundeskreis“, ähnlich wie Holmes‘ Abenteuer aus der Sicht von Doktor Watson erzählt werden. Während die Holmes-Geschichten das Übernatürliche nie benutzen, außer als falsche Fährte, ist dies das zentrale Thema der Carnacki-Geschichten, obwohl einige der Geschichten nicht-übernatürliche Enden haben.

Jede von Carnackis Geschichten erzählt von einer Untersuchung eines ungewöhnlichen Spuks, den Carnacki identifizieren und beenden soll. Er verwendet eine Vielzahl wissenschaftlicher Methoden bei seinen Untersuchungen, greift aber auch auf traditionellere Folklore zurück. Er verwendet Technologien wie Fotografie und seine eigene fiktive Erfindung, das elektrische Pentakel. Er ist nicht voreingenommen und zieht immer seine endgültigen Schlussfolgerungen aus Beweisen, so dass er in einigen Geschichten entscheidet, dass der Spuk echt ist, während er in anderen feststellt, dass er von einem Gegner aus verschiedenen Gründen inszeniert oder gefälscht wurde.

Carnackis Fälle drehen sich genauso oft um Männer in Pferdekostümen wie um körperlose Dämonenhände, die ihn durch den Raum jagen. Mit einem völlig erfundenen System vokallastiger Magie (The Incantation of Raaaee, The Saaamaaa Ritual) verbringt Carnacki die meisten seiner Abenteuer zusammengekauert in der Mitte seines elektrischen Pentakels und macht Blitzlichtfotos von seltsamen Monstern wie einem Albtraumschwein („The Hog“), einem Fußboden, der sich in pfeifende Lippen verwandelt („The Whistling Room“), und einem Blutsturm im Haus („The House Among the Laurels“). Sein Markenzeichen ist es, seine Gäste am Ende seiner Geschichten aus dem Haus zu schmeißen und zu rufen: „Raus mit euch! Raus mit euch!“

Manchmal ist sein Feind der Geist eines Hofnarren, manchmal sind es Iren, und manchmal stellt sich heraus, dass es ein mürrischer alter Seekapitän ist, der sich in einem Brunnen versteckt, oder ein nacktes Geisterbaby. Carnacki findet ebenso viele Betrüger wie Phantasmen, er liebt dumme wissenschaftliche Erfindungen (einen Anti-Vibrator, einen Traumhelm, das elektrische Pentagramm), und er liebt auch John Silence-artige Laser-Lichtshow-Zauberschlachten. Und obwohl er gelegentlich einen Raum zerstört oder ein Schiff versenkt, hat er nicht die Vorliebe für Chaos, die andere okkulte Detektive kennzeichnet.

Flaxman Low

Die Flaxman-Low-Geschichten sind ein weiteres Beispiel für die frühe Literatur des Paranormalen. Sie wurden von Kate Prichard und ihrem Sohn, dem Major Hesketh Hesketh-Prichard, unter den Pseudonymen „H. Heron“ und „E. Heron“ veröffentlicht.

In „Die Geschichte von Baelbrow“ wird er zu einem Herrenhaus gerufen, das von einem rachsüchtigen Geist heimgesucht wird. Der Geist hat sich mit einer ägyptischen Mumie verbündet, die im Keller versteckt ist, und zusammen terrorisieren sie die Bewohner des Hauses. Flaxman Low stellt sich dem übernatürlichen Duo mit Mut und Entschlossenheit. Er schießt auf die Mumie, zertrümmert ihren Schädel und verbrennt sie schließlich.

Er ist also alles andere als ein zimperlicher Geisterjäger. Er schreckt nicht vor Gewalt zurück, wenn es darum geht, das Böse zu bekämpfen. Seine Methoden sind oft radikal und zerstörerisch. Ob es sich um einen leprakranken Spuk aus Trinidad, einen griechischen Geisterkult oder eine tödliche Pilzinfektion handelt, Flaxman Low findet immer eine Lösung, die meist das Haus in Schutt und Asche legt.

Die Flaxman-Low-Geschichten sind spannend, gruselig und manchmal absurd. Sie spiegeln die Ängste und Vorurteile der viktorianischen Zeit wider, aber auch den Wunsch nach Abenteuer und Entdeckung.

… und andere

Die okkulten Detektive des frühen 20. Jahrhunderts sind also eine bunte Truppe von Figuren, die sich mit dem Übernatürlichen befassen. Erwähnen sollte ich noch Sax Rohmers „Fu Manchu“, ein griesgrämiger Antiquitätenhändler, Moris Klaw, und sein seltsames Kissen, das angeblich okkulte Kräfte hat; Diana Marburg, eine Wahrsagerin und Ermittlerin des Paranormalen, die in „Die tote Hand“ einen sechs Fuß langen elektrischen Aal bekämpft, der für einen Mord missbraucht wurde; Aylmer Vance, ein Mann mit einer zerstörerischen Neigung; Jules de Grandin, ein französischer Detektiv aus New Jersey, der sich mit dem Übernatürlichen auskennt und gerne Ausrufe wie „Beim Bart des Goldfisches!“ und „Sie werden bald einem Schwein im Anzug begegnen!“ von sich gibt (auf Französisch klingt es besser); und John Thunstone, ein Abenteurer mit einem silbernen Schwertstock, der es oft mit einer alten Rasse von Vor-Menschen zu tun hat, die einst Nordamerika bewohnten. Diese Liga der okkulten Detektive ist oft rassistisch, gewalttätig und unwissenschaftlich. Sie zerstören Häuser, töten andere Wesen und sind im Grunde genommen eine Gruppe von schrecklichen Menschen, die keine Ahnung von dem haben, was sie tun.

Harry Potter – Der Zauberlehrling

Auch wenn bei einer Abstimmung über die beliebtesten Charaktere in J. K. Rowlins berühmter Serie, die von dem Verlag Bloomsbury durchgeführt wurde, Serverus Snape vor Hermine Granger als eindeutiger Gewinner hervorging, darf das nicht darüber hinweg täuschen, dass Harry Potter selbst zu einer der größten fiktionalen Popikonen aller Zeiten gezählt werden kann. Die Abstimmung – bei der er nur den vierten Platz belegte – zeigt aber eines: Wenn man von dieser unglaublichen Erfolgsgeschichte in Buch und Film spricht, dann ist das bei Weitem nicht Harry allein zu verdanken. Dumbledore, Ron Weasley, Sirius Black, Dobby – all diese Figuren bilden den Brunnen, aus dem eine jener Figuren erwuchs, die wie wenige andere die Popkultur veränderte.

Am Montag, den 26. Juni 1997, veröffentlichte Bloomsbury Children’s Books das Buch einer unbekannten allein erziehenden Mutter aus Edinburgh – ein Manuskript, das zuvor von acht anderen Verlagen als zu lang abgelehnt worden war – das erste in der von der Autorin erhofften Serie von insgesamt sieben Büchern. Mit einer Zahlung von 2.500 Pfund und einem kleinen Ratschlag (kündigen Sie nicht Ihren regulären Job, Sie werden Ihren Lebensunterhalt nie mit Schreiben von Kinderbüchern verdienen) war der Grundstein dafür gelegt, dass Joanne K. Rowling reicher wurde als die Königin von England. Ihr Buch – Harry Potter und der Stein der Weisen – wurde eines der beliebtesten und einflussreichsten der letzten 100 Jahre. Dieses Buch und die sechs, die noch folgen sollten, haben eine Generation geprägt und unsere Kultur auf unzählige Weise verändert.

Sie lehrte die Verleger, dass, solange die Bücher gut sind, Kinder sie lesen werden, egal wie lang sie sind. Vor “Harry Potter und der Feuerkelch” galt es als undenkbar, ein Kinderbuch mit 700 Seiten auf den Markt zu bringen. Mittlerweile findet man fast keines mehr, das unter 300 Seiten hat und nicht mit mindestens 3 – 6 Fortsetzungen aufwartet.

Die Harry Potter-Serie war der Grund dafür, dass die New York Times eine eigene Bestsellerliste für Kinderbücher einführte. Zu dieser Entscheidung kam es, weil die ersten drei Potter-Bücher mehr als ein Jahr lang die ersten drei Plätze der eigentlichen Bestsellerliste der New York Times anführten. Kein Buch für Erwachsene konnte da auch nur ansatzweise mithalten.

Harry Potter machte die Buchkultur zur Popkultur. Seit Dickens “Der Raritätenladen” (1840) hatte kein Buch mehr ein solches kulturelles Ereignis ausgelöst, wie es im Jahre 2007, als der letzte Band erschien, zu beobachten war. In diesem Jahr bevölkerten ganze Scharen die Buchläden, die den “Mitternachtsbuchhandel” mitmachten. Überall gab es Harry Potter-Partys.

Phantastische Tierwesen

Monster und mythische Tiere spielen in J. K. Rowlings Werk eine große Rolle. Sie verleihen symbolische und psychologische Tiefe und erinnern uns daran, dass wir einen magischen Ort besuchen. Rowling ist sowohl Erfinderin als auch Archivarin fantastischer Tiere und bevölkert ihr Universum mit einer Mischung aus klassischen Monstern (Trolle, Zentauren, Wassergeschöpfe) und solchen aus der Folklore (Bowtruckle, Erklinge), neben ihren eigenen Erfindungen (Dementoren).

Einige dieser gesammelten Monster sind weitaus bekannter als andere: Der Grindeloh und der Irrwicht zum Beispiel haben ihren Ursprung in der keltischen und englischen Folklore, sind aber kaum bekannte Namen (im Original Grindylow und Boggart). Diese relativ kleinen Kreaturen haben oft eine wenig fantastische Hintergrundgeschichte: Grindylows leben im flachen Wasser und drohen, Kinder mit ihren grünen, schilfartigen Armen zu ergreifen. Es ist nicht schwer zu erkennen, dass diese Wesen viel mit Wasserpflanzen gemein haben, und in den Erzählungen eine Warnung mitschwingt, sich von dieser möglichen Gefahr fernzuhalten.

Aber die überwiegende Mehrheit von Rowlings Kreaturen hat sich von der Antike in ihre moderne, magische Welt geschlichen. Fawkes der Phönix ist nicht nur ein fantastisches Tier, das zur automatischen Regeneration fähig ist, er ist auch ein historisches Wesen. Seine Färbung – rot und gold – ist die gleiche wie die der Phönixe, die Herodot in seinen Geschichten aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. erwähnt. Herodot ist bekannt als “Vater der Geschichtsschreibung” und gab das wieder, was ihm von Menschen erzählt wurde, die er auf seinen Reisen traf. In diesem Fall erfuhr er, dass Phönixe in Ägypten leben, fügt allerdings hinzu, dass er die Wundervögel nicht selbst gesehen hat.

Ein weiteres Harry Potter-Tier, das die Zeiten überlebt hat, ist der mehrköpfige Hund. Cerberus, der im griechischen Mythos den Eingang zur Unterwelt bewacht, ist ein Hund mit vielen Talenten, aber keiner festen Anzahl von Köpfen. Der Dichter Hesiod hielt ihn für ein 50-köpfiges Tier, Pindar war sogar noch ehrgeiziger und schlug hundert Köpfe vor. Spätere griechische und römische Schriftsteller einigten sich dann auf drei. Fluffy, der dreiköpfige Hund im ersten Potter-Roman hat mit dem mythologischen Tier zumindest gemein, dass er durch Musik hypnotisiert werden kann. Allerdings gelingt das bei Cerberus nur, wenn kein geringerer als Orpheus die Leier spielt, während Fluffy bereits von einer verzauberten Harfe in den Schlaf getragen werden kann.

In Anlehnung an den Zerberusmythos setzt Rowling Fluffy als Wachhund ein, der auf der Falltür liegt, die Harry, Ron und Hermine auf der Suche nach dem Stein der Weisen passieren müssen. Stehen die Kinder hier vor den Toren der Hölle? Zumindest durchlaufen sie Prüfungen, die auch in die Unterwelt der griechischen Mythologie passen würden: quälende Rätsel, körperliche Gefahr, emotionales Trauma.

Universelle Mythen

Der Stein der Weisen selbst hat seine Wurzeln sowohl im Mythos als auch in der Geschichte: Dumbledores Freund und Hersteller des Steins, Nicolas Flamel, war ein historischer Schreiber, der im 14. Jahrhundert in Paris lebte. Viele Jahre nach Flamels Tod wurde gesagt, er habe das Geheimnis des ewigen Lebens entdeckt. Spätere Schriftsteller schrieben ihm alchemistische Fähigkeiten zu, aber es gibt keinen Beweis dafür, dass er diese tatsächlich besaß. Dennoch wurde in Paris eine Straße nach ihm benannt, was gewissermaßen eine Art Unsterblichkeit ist.

Auch der Basilisk, der sich in der Kammer des Schreckens befindet, hat seinen Namen von den Griechen und geht auf eine Niedlichkeitsform zurück, die “kleiner König” bedeutet. Rowling behielt den Teil des Basiliskenmythos, der ihn in der Lage sieht, mit seiner giftigen Kraft alles auf seinem Weg zu zerstören. Glücklicherweise hat sie für ihre Leser jene Überlieferung von Plinius dem Älteren aufgegeben, die besagt, dass der Basilisk durch den bloßen Geruch eines Wiesels getötet werden kann.

Die vielleicht rätselhaftesten Kreaturen in Hogwarts sind die Zentauren, die im Verbotenen Wald leben. Sie scheinen direkte Nachkommen der Zentauren zu sein, die auf dem Berg Pilion in Thessalien (Zentralgriechenland) gelebt haben sollen. Rowlings Zentauren hingegen bevorzugten eine waldreiche Heimat. Der edle Firenze ist ganz ähnlich dem berühmten Zentauren Chiron mit seiner Leidenschaft für Astrologie und Erziehung nachgebildet, der Achilles, Theseus und anderen griechischen Helden als Lehrer zur Seite stand. Im archäologischen Museum in Neapel befindet sich ein wunderschönes Fresko aus Herkulaneum, das Chiron zeigt, wie er Achilles das Lyraspielen beibringt. Es ist eine schöne Erinnerung daran, dass Menschen sich schon sehr lange mit mythischen Tiere beschäftigen.

Magie und Metapher

In der Folklore kommt es häufig vor, dass Kreaturen aus zwei unterschiedlichen Spezies bestehen – Zentauren, Wassergeschöpfe – sind ein häufiger Bestandteil dieser Erzählungen. Manchmal aber kommt es zu noch komplexeren Vermischungen. Der Hippogreif ist eine Kreation, die auf ein italienisches Gedicht aus dem frühen 16. Jahrhundert zurückgeht. Quellen dieser Vermischung aus einem Greif (der selbst eine Kombination aus Adler und Löwe ist) mit einem Pferd lassen sich aber noch weiter zurückführen. In seinen “Eklogen” beschreibt Virgil eine Szene, in der die üblichen Regeln nicht mehr gelten: Greife paaren sich hier mit Stuten, und ängstliche Rehe trinken neben Hunden. Die bloße Existenz eines Hippogreifs wird als Unmöglichkeit dargestellt. Nicht wegen seiner fantastischen Natur, sondern wegen der – für Virgils Publikum – bekannten Feindschaft, die zwischen Pferden und Greifen bestand.

Ein interessanter Punkt ist die Betrachtung jener Monster und Bestien, die Rowling ausdrücklich nicht benutzt hat, vor allem sind das Satyren und Nymphen, die so prominent im griechischen Mythos auftauchen. Harrys Welt – und das ist eigentlich überraschend für eine mit Teenagern gefüllte Welt – ist weitgehend frei von Sex. Es gibt einige Küsse, aber das war es auch schon. Sogar das Mädchen Nymphadora Tonks teilt außer ihrer Fähigkeit, das Aussehen ändern zu können, wenig mit ihren Namensgeberinnen aus der griechischen Mythologie.

Auch andere Kreaturen dienen nur allegorischen Zwecken: Elfen etwa werden in anderen Werken viel mächtiger dargestellt (denken wir nur an die Überlegenheit der Elfen in Tolkiens Werk). Rowlings Hauselfen hingegen sind eine klarer Hinweis auf Sklaverei und Knechtschaft. Ebenso leiden Zentauren und Riesen unter Umbridges’ Herrschaft über Hogwarts.

Erwähnenswert ist, dass, obwohl Drachen und Basilisken Harry und seine Freunde in körperliche Gefahr bringen, die furchterregendsten Kreaturen im Potter-Universum die Dementoren sind – Kreaturen, die Rowling selbst erfunden hat. Diese können eine gewisse physische Ähnlichkeit mit den Nazgûl aus Der Herr der Ringe nicht verleugnen, aber der psychologische und emotionale Schaden, den sie verursachen, ist ein eigener. Rowling hat sie mit ihrer eigenen depressiven Erfahrung verknüpft und uns daran erinnert (wenn solche Erinnerungen notwendig sind), dass die dunkelsten Monster, denen die meisten von uns gegenüberstehen, diejenigen in unserem eigenen Kopf sind.

Die Hexe im Horror: Warum sie uns seit Jahrhunderten erschreckt

Maßgeblich daran beteiligt ist der geistesgestörte Eiferer Heinrich Kramer, der 1486 seinen Malleus Maleficarum oder Hexenhammer verfasste, in dem er die mörderische Teufelsfrau und unheilige Dienerin der gehörnten Bestie erschafft.

Angestachelt durch die sozioökonomischen Entwicklungen und die katholische Kirche, die die Gelegenheit nutzte, die einflussreiche Rolle der traditionellen Heiler zu verunglimpfen, wurden Kramers Ansichten vom Establishment übernommen. Aufgepeitscht durch die neu geschaffene Druckerpresse entstand ein Strudel der Hysterie, der fast dreihundert Jahre andauern sollte. Bis 1750 wurden allein in Europa schätzungsweise 35.000 bis 50.000 Frauen hingerichtet, überwiegend (aber nicht ausschließlich) Frauen. Eine der beständigsten Figuren des Horrorgenres war geboren.

Viele von uns machen ihre ersten Erfahrungen mit dem leibhaftigen Horror durch die Hexe. Es ist der ungläubige Schauer, wenn wir erkennen, dass Hänsel und Gretel für den Topf gemästet werden, oder der Unglaube, wenn Schneewittchen an dem vergifteten Apfel erstickt. Oft ist diese ursprüngliche Reaktion, das Kribbeln der Haare, das unangenehme Unbehagen, ein erster Schritt in eine Welt der Unberechenbarkeit und Gefahr. Die Hexe aus der Kindheit, die von den Gebrüdern Grimm in ihrem Märchenbuch von 1812 populär gemacht wurde, ist ein allegorisches Ungeheuer, das uns mahnt, in der Nähe unseres Zuhauses zu bleiben, dass Fremde uns Böses wollen und dass oft nicht alles so ist, wie es scheint. Man kann zwar sagen, dass Märchen unterentwickelt sind und es ihnen an emotionaler Tiefe fehlt, aber das sorgt andererseits eben auch dafür, dass sie dauerhaft furchteinflößend und unverschämt erschreckend sind.

Während wir wachsen, hält die Hexe mit uns Schritt. Eine der berühmtesten, die böse Hexe des Westens, taucht 1900 mit der Veröffentlichung von L. Frank Baums „Der Zauberer von Oz“ im Bewusstsein der Menschen auf. Obwohl sie aus einer anderen Welt stammt, ist ihr Schrecken direkt aus Kramers Vision abgeleitet. Sie ist hässlich und sieht aus wie eine Hexe, reitet auf einem Besen, trägt einen spitzen Hut, spricht wahllos Zaubersprüche, um Schaden anzurichten, und ist wild entschlossen, Dorothy und ihre Freunde zu vernichten. Ihre Macht wurde ihr jedoch nicht vom Teufel verliehen, ihr Böses ist eine persönliche Entscheidung, doch ist sie deswegen nicht weniger bösartig. Walter Mulchs spätere Darstellung von Baums Hexe Mumbi in seinem Film „Rückkehr nach Oz“ von 1985 ist genauso bösartig, während Roald Dahls „Hexen“ eine Fortsetzung des Themas sind: Frauen, innerlich und äußerlich hässlich, die ihre undefinierbaren Kräfte einsetzen, um unermesslichen Schaden anzurichten.

Dass die Hexe als Horrorikone fortbesteht, hängt ironischerweise mit ihrer Rehabilitierung zusammen, die mit der viktorianischen Avantgarde begann. Evelyn De Morgan, John William Waterhouse und Edward Burne-Jones sind nur einige der Mitglieder der präraffaelitischen Bruderschaft, die sich des Themas annahmen und es oft als Femme fatale mit vorchristlichen Ursprüngen darstellten. Wie in den Märchen bleibt die Wurzel ihrer Macht unklar, obwohl die jahrhundertealten Tropen deutlich sichtbar sind. Man muss sich nur John William Waterhouses „Magic Circle“ ansehen, um zu erkennen, dass das Thema zwar suggestiv verführerisch ist, ihre übernatürlichen Kräfte aber weiterhin von der dunklen Seite her kommen.

Im 20. Jahrhundert landen Morticia Addams und Samantha Stephens durch die beliebten Sitcoms „Addams Family“ und „Verliebt in eine Hexe“ in den Wohnzimmern von Millionen von Familien. Beide Frauen sind zu ihrer Zeit schön, kantig und witzig. Die Bühne ist bereitet für das Aufkommen der aufstrebenden Hexe, die sich hauptsächlich an ein (vorwiegend weibliches) Publikum im Vorschulalter oder an jüngere Teenager richtet. Jeder liebt eine Hexe, und jeder kann sie leicht identifizieren, ob gut oder schlecht.

Während die Präraffaeliten eine Welt der Mythen und der Magie romantisieren, breitet sich die Faszination für das Okkulte, die Medien und die Versuche, mit den Toten zu kommunizieren, immer weiter aus und gewinnt in einem vom Krieg verwüsteten frühen zwanzigsten Jahrhundert an Dynamik. Der Spiritualismus, der sowohl in den Vereinigten Staaten als auch im Vereinigten Königreich zunehmend an Popularität gewinnt, wird von intellektuellen Persönlichkeiten wie Thomas Edison und Sir Arthur Conan Doyle vertreten, die der Bewegung eine Glaubwürdigkeit verleihen, auf die man sich auch heute noch stützt. Obwohl der Spiritismus nicht direkt mit der Hexe in Verbindung gebracht wird, fließt seine anomale Natur in die Ideologie prominenter Okkultisten wie des berüchtigten Aleister Crowley und später des Gründers der Church of Satan – Anton LaVey -, ein. Eine reißerische Boulevardpresse, die nur allzu sehr auf Sensationen erpicht ist, rückt das Diabolische wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.

Zur gleichen Zeit, in der die Kernfamilie die gereinigten Zelluloidhexen verschlingt, setzen sich gewichtige Schriftsteller und Filmemacher mit dem Kalten Krieg und der antikommunistischen Hysterie auseinander. Arthur Millers allegorisches Werk „Der Schmelztiegel“ ist vielleicht das berühmteste, in dem er den McCarthyismus mit den Hexenprozessen von Salem (1692-93) vergleicht, wobei der wahre Schrecken nicht mehr an der Hexe selbst liegt, sondern an den Unterdrückungssystemen, die durch eine Kombination aus Herdenmentalität und orchestrierter Propaganda manipuliert werden. Shirley Jacksons „Wir haben schon immer im Schloss gelebt“, das 1962 veröffentlicht wurde, ist eine beunruhigende Darstellung der Verfolgung in einer Kleinstadt. Es gibt viele subtile Anspielungen auf die Hexerei, wenn die treffend benannte Merricat mit Opfergaben und selbstgemachten Beschwörungsformeln vergeblich versucht, ihre feindseligen Nachbarn und die Welt im Allgemeinen in Schach zu halten.

Der Folk-Horror hat auch in der öffentlichen Psyche Fuß gefasst. Michael Reeves‘ Kultklassiker „Der Hexenjäger“ aus dem Jahr 1968, eine Momentaufnahme von Matthew Hopkins Schreckensherrschaft im England des 17. Jahrhunderts, konzentriert sich auf die historische Verfolgung Tausender unschuldiger Frauen (und Männer) unter dem Banner der Hexerei. Als Vorläufer des „Folterporno“-Genres sind es vor allem die Vertreter des Staates, die den Zuschauer mit ihren grausamen Methoden in den Wahnsinn treiben.

In Robin Hardys „Wicker Man“ geht es um eine von Magie geleitete Gemeinschaft, die am Rande der schottischen Gesellschaft lebt, und um ihren Glauben an die Besänftigung einer vorchristlichen Gottheit. Mit Anspielungen auf Hexerei und Hexensabbate sind die dunklen Aspekte von Magie, Ritualen und Menschenopfern allgegenwärtig. In Nicholas Roegs Film „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ von 1973, der auf einer Kurzgeschichte von Daphne Du Maurier basiert, spielt das Okkulte eine entscheidende Rolle in einem der berühmtesten Horrorfilme der damaligen Zeit. Die Charaktere Heather und Wendy weisen viele Merkmale der traditionellen Hexe auf: seltsame alte Frauen, unverheiratete Schwestern, die mit unnatürlichen Kräften ausgestattet sind und am Rande der Gesellschaft leben.

Der Klassiker „Rosemarys Baby“ von Ira Levin (1967 erstmals veröffentlicht und im darauf folgenden Jahr verfilmt) ist wohl eine der berühmtesten Horrorgeschichten, die das psychologische Grauen des Teuflischen auf wunderbare Weise zusammenfasst und durch den Konflikt verschärft, der entsteht, als Rosemary den verhängnisvollen Versuch unternimmt, darauf Einfluss zu nehmen. Levins Bramford-Hexen sind direkte Interpretationen von Kramers Ideologie des fünfzehnten Jahrhunderts. Frauen, Dienerinnen des Satans, die im Okkulten verwurzelt sind, schwarze Messen abhalten und Babys opfern, um irdische Macht und Stellung zu erlangen.

In den letzten Jahren sind einige der erschütterndsten Filme des Genres entstanden, von denen wir einen so noch nie zu Gesicht bekommen hatten. Der einflussreiche Film „Blair Witch Project“ von Daniel Myrick und Eduardo Sanchez aus dem Jahr 1999 nutzt die Vertrautheit und Angst der Öffentlichkeit vor einer teuflischen Hexe, um einen Horror zu schaffen, der keine tiefgreifende Entwicklung erfordert. Wir wissen, was eine Hexe ist, und dank des Titels und der losen Hintergrundgeschichte wissen wir, dass es das ist, wonach wir suchen. Von da an genügen die alten Axiome. Dunkle Wälder, dämonisch anmutende Symbole und Andeutungen von Kindermord führen die Geschichte zu einem zutiefst beunruhigenden Ende, das noch lange nach dem Abspann nachwirkt.

Bathsheba Sherman, den Gerüchten zufolge mit einer der Hexen von Salem verwandt, ermordet ein fremdes Kind in ihrer Obhut, hat dann ihren eigenen Nachwuchs geopfert und soll sich dann im Hinterhof erhängt haben, während sie ihre Liebe zu Satan verkündete. Das ist das Thema von James Wans Blockbuster „The Conjuring“ von 2013. Auf den ersten Blick ist ihre Darstellung eine der bösartigsten Interpretationen der teuflischen Hexe in der jüngeren Filmgeschichte. Die Tatsache, dass sie als Protagonistin hinter einem der berühmtesten Spukgeschichten in den Vereinigten Staaten steht, legt die Messlatte für den Angstfaktor erheblich höher. Bathsheba verkörpert das Monster, das Heinrich Kramer vor über fünfhundert Jahren zu erschaffen versuchte. Hässlich, bösartig, wahllos, teuflisch böse und angeblich erschreckend real, schließt sich der Kreis zu der Hexe aus der Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts, von der wir in unseren Albträumen träumen.

Ob Sie nun glauben wollen, dass die Familie Perron wirklich Opfer eines Spuks war, ist irrelevant. Bathsheba Sherman hat mit Sicherheit existiert, aber ihr Sohn hat bis ins Erwachsenenalter überlebt, und es gibt keine öffentlichen Aufzeichnungen über irgendwelche Verbrechen, die mit ihr in Verbindung gebracht werden. Entscheidend ist, dass sie sich nicht erhängt hat, sondern 1885 im reifen Alter von dreiundsiebzig Jahren friedlich gestorben ist. Die Tatsache, dass Wan sich dafür entschieden hat, ihre Geschichte in einer Fülle von vermeintlich realen Ereignissen so stark in den Mittelpunkt zu stellen, verdeutlicht das anhaltende Erbe der Hexe im Horror. Das Gleiche gilt für den Erfolg des Films, der regelmäßig die Charts als einer der schrecklichsten Horrorfilme aller Zeiten anführt. Was ist schließlich haarsträubender als eine Geschichte über eine teuflische Hexe? Eine unsterbliche Hexe aus dem wirklichen Leben, versehen mit einem Hauch von Hysterie.