Das Scheitern der Furcht

Die Protagonisten sind weder angehende Hollywood-Größen noch durch Gymnastik gestählte Körper, die im Film in unterschiedlichen Phasen der Nacktheit gezeigt werden: es sind alltägliche Leute, die den Hauptteil des Films in Parkas rumlaufen. Das Dokumentarfilm-Motiv ist mittlerweile selbst zu einem Klischee verkommen, aber wir sehen noch immer die gleichen jungen Stahlkörper, die in Scheiben geschnitten und zu Würfeln gepresst werden, auf ihrem unvermeidlichen Weg in das nächste Sequel. Nicht wirklich beängstigend. Genauso wenig wie die literarische Seite der Gleichung – selbst durch die versiertesten Händen (und ich glaube, dass wir eine kleine Renaissance des Genres erleben) – gelingt es kaum, mich zu verunsichern.

Tanz der Vampire

Der Löwe brüllte (einmal!) anders. Noch während flatternde Fledermäuse zu unheilvollem musikalischen Säuseln den Mond verfinstern, verwandelt sich der weltberühmte Dschungel-König beim traditionellen MGM-Vorspann in einen Vampir. Blutrot ist die Leinwand, der erste Gag schleicht sich vorwitzig ins Bild: Ein „Dr. Ludwig von Krankheit“ habe die fangs (Vampirzähne) gemacht. Aha. Soso…und Bühne frei. Ein Schlitten saust durch die tief verschneiten Karpaten. An Bord: Ein schrulliger Professor und sein leicht trotteliger Assistent. Im Kopf: Bram Stokers mahnende Gebote. Im Sinn: Dracula & Co. finden, fangen und vernichten. Dafür begibt man sich aufs transsylvanische Parkett zum, – Tusch an dieser Stelle! -, Tanz der Vampire.

Anna Kavans Bazooka

Anna Kavans unverkennbarer, markanter Stil wurde von so unterschiedlichen Autoren wie Brian Aldiss, J.G. Ballard, Doris Lessing und Anais Nin bewundert.

Sie wurde als „Helen Woods“ in Cannes, Frankreich am 10 April, 1901 als Tochter wohlhabender Britischer Auswanderer geboren. Anna verbrachte ihre Kindheit in verschiedenen Europäischen Ländern, in Kalifornien und England. Sie heiratete Donald Ferguson und lebte eine geraume Zeit in Burma. Die Ehe scheiterte, aber es war dies die Zeit, in der sie mit dem Schreiben begann.

Schreiben wie Lovecraft

Wenn wir von Lovecraftschem Horror reden, oder vom Lovecraft-Mythos (wie er allein in Lovecrafts Werk existent ist), sollten wir diese Erzählungen von jenen unterscheiden, die unter dem Begriff „Cthulhu-Mythos“ bekannt wurden, ein Begriff, den August Derleth eingeführt hat. Lovecraftscher Horror beinhalten Aspekte des Cthulhu-Mythos (der sich von Lovecrafts Einfluss fort entwickelte), aber Lovecratfs Horror besteht aus mehr als kosmischen Entitäten, die auf unseren Planeten sickern, um unsere Träume und unsere geistige Gesundheit negativ zu beeinflussen.

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