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Zu Beginn lässt sich sagen, dass – Polanski in allen Ehren – der Film “Die neun Pforten” aus dem Jahre 1999 das Buch ziemlich zerstört hat. Meistens ist es so, dass Filme einem guten Buch nichts anhaben können, hier ist es anders. Als der “Club Dumas” 1993 erschien, hat ihn – in Deutschland – niemand wirklich gelesen. Es gibt dann immer diejenigen, die durch den Film auf das Buch aufmerksam werden, was den Verlagen natürlich in die Karten spielt. Das Problem bei einem handlungsgetriebenen Plot: man kennt die Stationen schon und bringt sich um das Lesevergnügen. Natürlich lässt der Roman einige Dinge anders ablaufen und vertieft sie. Polanski hat ziemlich viel weggestrichen und geändert, so dass sich das Buch dennoch lohnt, aber der Film ist nicht das einzige Problem des Romans. Man hat ihn schon als “Umberto Eco Light” bezeichnet, und das ist gar nicht so weit hergeholt. Um die Jahrtausendwende wurden Verschwörungs-Thriller populär, obwohl Eco sein “Foucaultsches Pendel” bereits 1988 vorlegte. Auch den “Club Dumas” hat man versucht, als “literarischen” Thriller zu vermarkten, aber gegen Ecos Arbeiten wirkt das fast wie ein Witz. Am besten, man lässt die Vergleiche und schaut sich an, worum es geht.
Traditionelle Rätselkrimis gewinnen in den letzten Jahren wieder an Beliebtheit. Zusätzlich zu den anderen wunderbaren literarischen Elementen in einem Buch oder einer Kurzgeschichte weiß der Leser, dass er auch ein raffiniert ausgeklügeltes Rätsel zu lösen hat.
Bei so vielen neuen Lesern, die sich für das Genre erwärmen, ist mir eine gewisse Verwirrung bezüglich der Begriffe aufgefallen, mit denen diese Krimis beschrieben werden. Die meisten Krimileser kennen den Begriff „Locked Room Mystery“, aber was genau bedeutet er?
Das Rätsel des geschlossenen Kreises. Eine kleine Anzahl von Menschen wird aus unterschiedlichen Gründen isoliert, dann geschieht ein Verbrechen in ihrer Mitte. Es gibt keine Möglichkeit, die Gesellschaft zu verlassen oder gerettet zu werden, so dass ein beklemmendes Gefühl entsteht, weil die Personen wissen, dass jemand in ihrer Mitte ein Mörder ist.

Die britische Autorin Ruth Ware befindet sich in guter Gesellschaft. Ihre Mystery- und Thriller-Romane wurden schon mit Krimiautorinnen des Goldenen Zeitalters wie Agatha Christie, Josephine Tey und Dorothy L. Sayers verglichen. Ihre früheren Romane – Woman in Cabin 10, In einem dunklen, dunklen Wald und Wie tief ist deine Schuld – basieren auf klassischen Krimimustern und handeln von Frauen, die sich zur falschen Zeit am falschen Ort befinden.
Dieses Konzept hat sie im vorliegenden Roman verändert. Hier schreibt sie über eine Protagonistin, die sich absichtlich in eine trügerische Situation begibt. Es geht um Geld und es geht um eine sehr seltsame Erbschaft.

Joe R. Lansdale braucht wahrscheinlich keine allzu große Einführung. Er hat eine Menge Preise gewonnen (u.a. sechsmal den Bram Stoker Award) und lieferte die Vorlage für den Kultfilmklassiker Bubba Ho-Tep. Vorliegender Roman stammt von 2007 und lautet im Original „Lost Echos“, erschien 2013 in Übersetzung bei Golkonda und 2015 – man höre und staune – im Suhrkamp-Verlag. Ich muss wohl kaum erwähnen, dass ich mit der Übersetzung des Titels wieder einmal nicht einverstanden bin, und das keineswegs, weil ich eine originalgetreue Übersetzung um jeden Preis fordere. Wenn aber der Titel – eigentlich „verlorene“ oder „vergessene“ Echos – ganz präzise das wiedergibt, was im Buch geschieht, und von Verlagsseite nur auf die Knalligkeit Wert gelegt wird, erregt das meinen Unmut.

Endlich kann Chicagos einziger offen praktizierender Berufszauberer, Harry Dresden, aufatmen, denn seit langem hat niemand mehr versucht, ihn zu töten. Doch Harrys Ruhe wird jäh unterbrochen, als die Königin vom Winterhof der Sidhe auftaucht, um einen Teil seiner Schulden einzufordern. Harry hatte gehofft, dass dieser Tag nie kommen würde, als er sie vor Jahren um einen Gefallen bat, doch nun schuldet er der stets gefährlichen Mab gleich zwei.
Dies ist das zehnte Buch der dunklen Fälle, und wenn man Butchers eigenen Plänen Glauben schenken darf, sind die Dresden-Files jetzt ungefähr bei der Hälfte der geplanten Serie angelangt. So weit gekommen zu sein, ist eine beachtliche Leistung, vor allem wenn man bedenkt, wie schwer es einigen von Butchers Kollegen fällt, nach ein paar Büchern überhaupt noch etwas zu Papier zu bringen.

Der neunte Band der Dresden-Files beginnt im Vergleich zu seinen Vorgängern etwas schleppend und erinnert mehr an die „Wolfsjagd“ als an die späteren, actionreicheren Teile. Das ist an sich nicht schlecht, wirkt aber zunächst wie ein Rückschritt, wenn man bedenkt, wie weit wir in dieser abenteuerlichen Serie schon gekommen sind. Eine der großen Neuerungen ist jedoch Harrys Miniaturmodell von Chicago, das wirklich cool ist. Außerdem sehen wir ein bisschen mehr von Mollys Talent, vor allem ihre Vorliebe für Schleier. Mollys Rolle in „White Nights“ geht weit über die eines Handlangers hinaus, sie ist nicht einmal ein Lehrling. Obwohl sie nur in wenigen Szenen vorkommt, ist jede einzelne von großer Bedeutung für Harrys Charakterzeichnung. Die Lektionen, die er ihr beibringt, sind die Lektionen, die er selbst gelernt hat – oder gerade wieder lernt, weil er sich an all diese Dinge erinnern muss.
Schuldig (im Original „Proven Guilty“) ist der achte Band der Urban-Fantasy-Reihe Die dunklen Fälle des Harry Dresden, in dem wir Harrys magischen Ermittlungen und Abenteuern in Chicago folgen. Obwohl es sehr empfehlenswert ist, die Reihe von Anfang an zu lesen (auch wenn es nicht absolut notwendig ist), ist es nicht unbedingt ratsam, mit diesem Band … Weiterlesen
Stephen King ist nicht der erste Schriftsteller, der ein Buch Namens „The Outsider“ geschrieben hat. Bevor wir das akzeptieren, müssen wir uns leider wieder einmal über die schlechte Übersetzungsqualität des Heyne-Verlags unterhalten. Es wäre einfach gewesen, den Titel im Original zu belassen, stattdessen zeigt man, dass man mit Sprache nun wirklich nicht mehr umgehen kann. Da wird dann aus „The Outsider“ „Der Outsider“, und jedem Leser, der noch ein bisschen was von Grammatik hält, dreht sich der Magen um. Die Idealform wäre „Der Außenseiter“ oder sogar „Der Fremde“ gewesen. Nun, nicht nur ideal, sondern RICHTIG. Auf die vielen Übersetzungsfehler im Roman gehe ich jetzt gar nicht ein.
Tatsächlich gab es schon lange keine Fantasy-Verfilmung mehr, die man in irgendeiner Form loben könnte. Das Genre befindet sich auch literarisch in einer furchtbaren Verfassung, aber die anstehende – und erste Verfilmung – einer First-Law-Geschichte, lässt Fans des Genres dann doch aufhorchen. Und dass es sich dabei um den famosen Racheepos handelt, zeigt, dass jemand wohl weiß, was er da tut. Aber schauen wir uns heute lieber erst einmal an, was das für ein Buch ist.
Die Harry-Potter-Reihe von J.K. Rowling hat die Fantasy-Welt im Sturm erobert. Die Bücher haben Leser aller Altersgruppen in ihren Bann gezogen, die sich einig sind, dass es sich um eine Fantasy-Serie handelt. Doch wenn man genauer hinschaut, erkennt man, dass Harry Potter eigentlich mehr Horror als Fantasy ist.
Natürlich gibt es viele Fantasy-Elemente in der Serie, wie Zauberer, Drachen und magische Gegenstände, aber es gibt auch viele Horror-Elemente, die die Serie zu einer spannenden und gruseligen Geschichte machen.

„Später“ ist mittlerweile der dritte Roman, den Stephen King für den Spezial-Verlag Hard Case Crime geschrieben hat. Dieser Verlag lässt den Stil der Pulp-Taschenbücher der 40er und 50er Jahre erneut aufleben und ist im Grunde spezialisiert auf Hardboiled-Krimis, die zu dieser Zeit hoch im Kurs standen, hat sich also zur Aufgabe gemacht, die Lebendigkeit, die Spannung und den Nervenkitzel des goldenen Zeitalters der Taschenbücher wiederzubeleben.
Es versteht sich von selbst, dass die dort erscheinenden Bücher ein phantastisches Coverartwork haben, bei uns ist davon natürlich nichts zu sehen.
Tatsächlich handelt es sich um einen Kriminalroman, aber mit übernatürlichem Einschlag.
Kings Werk hat nicht nur die zeitgenössische Literatur, sondern auch die Populärkultur nachhaltig geprägt; es kann gar nicht oft genug wiederholt werden, wie sehr King die Literatur als Ganzes verändert hat. Seine Leistung hat er also mehr als erbracht, und es scheint so, als befände er sich gegenwärtig im Stadium der Kür. Es wäre erstaunlich, hätte King nicht ebenfalls seinen Beitrag zur amerikanischen Kriminalliteratur geleistet, eben jener Hardboiled-Strömung, die als „hart“ und „unsentimental“ beschrieben werden kann. Kombiniert man King mit dieser Strömung, so erhält man die Geschichte von „Später“, die zu gleichen Teilen Krimi wie übernatürlicher Horror ist.

Als am 3. Mai 2005 das Hardcover des siebten Bandes der Dresden-Files von Jim Butcher erschien, war er als Superstar der Urban Fantasy gefestigt. Die stetige Steigerung von Band zu Band hatte dafür gesorgt, dass alle seine Bücher auf den Bestsellerlisten zu finden waren. Wenn also der Erlkönig (im Original Dead Beat) als das bisher beste Buch der Reihe gilt, dann liegt das vor allem daran, dass Butcher alles macht, was er schon vorher gemacht hat, aber seinen Handlungsspielraum um ein Vielfaches erweitert. Das bedeutet auch, dass dieses Buch im Vergleich zu seinen Vorgängern ziemlich dick geworden ist, ohne jedoch an Dichte zu verlieren. Zwar lässt sich Butcher hier das eine oder andere Mal mehr Zeit als sonst, aber am Ende siegen der schiere erzählerische Mut und eine Handlung, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt.

Nach dem Ersten Weltkrieg veröffentlichten Amerikas Pulp-Magazine zunehmend Science-Fiction neben den üblichen Genres Western, Fantasy und Horror. Redakteure waren auf der Suche nach neuen Autoren in diesem aufstrebenden Segment, und Ende der 1920er Jahre „gab es nur einige wenige Autoren, die in der Lage waren, hochwertige Science-Fiction zu produzieren“, schreibt der britische Literaturhistoriker Mike Ashley. „Die besten in diesen frühen Jahren waren Miles J. Breuer und David H. Keller, beide faszinierend, Ärzte.“ Beide Autoren verbrachten auch den Ersten Weltkrieg im Army Medical Corps; während seines Dienstes half David H. Keller (ein Neuropsychiater) bei der Behandlung von Granatenschockopfern.
Keller schrieb sechs Jahrzehnte lang Romane, während er in seinen verschiedenen medizinischen Berufen arbeitete: als Arzt oder Leiter in psychiatrischen Einrichtungen in Pennsylvania, Illinois, Louisiana und Tennessee, während des Militärdienstes in beiden Weltkriegen. Seine Karriere als Schriftsteller begann früh. 1895, im Alter von fünfzehn Jahren, veröffentlichte er eine Geschichte in einer lokalen Zeitschrift; während des Studiums reichte er ein Dutzend Geschichten und Gedichte bei einer kleine Literaturzeitschrift ein. Doch in den folgenden drei Jahrzehnten schreib er fast ausschließlich für sich selbst. Von seiner Frau angeregt, begann er Ende der 1920er Jahre, seine Geschichten zu verschicken und stellte fest, dass der Markt seinen persönlichen Geschmack endlich eingeholt hatte; seine erste Einreichung bei einer nationalen Zeitschrift wurde sofort angenommen und erschien als „The Revolt of the Pedestrian“ in der Februarausgabe 1928 der kürzlich gegründeten Amazing Stories. Daher ist es fast unmöglich, Kellers Werk mit Genauigkeit zu datieren; viele seiner Stücke waren Jahre oder sogar Jahrzehnte früher entstanden. Darüber hinaus ist viel von seiner Arbeit verschwunden, weil er dafür bekannt war, Geschichten (kostenlos) an Fanzines, Amateurmagazine und obskure Zeitschriften zu schicken. Jedenfalls erlaubte ihm seine neue Karriere, eine kleine Privatpraxis als Psychiater zu gründen, was ihm genügend Stunden am Tag ließ, um ein „Vollzeit“-Autor zu sein.
Hier ist das sechste Buch der Dresden Files, einer Serie von derzeit 17 veröffentlichten Büchern. Allerdings wurden bereits zwei weitere Teile angekündigt. Und dann gibt es natürlich noch die Kurzgeschichtensammlungen.

Hier und jetzt gibt es eine große Veränderung in Harrys Leben. Manche haben es vielleicht schon vor einigen Büchern kommen sehen, aber das Geheimnis, das sich unter der Oberfläche zusammengebraut hat, kommt hier ans Licht, und die Geschichte von Harry Dresden nimmt eine Wendung, die den Verlauf all seiner zukünftigen Abenteuer beeinflussen wird. Alles beginnt mit der Doppeldeutigkeit des Titels. Natürlich hat die Geschichte mit Blut zu tun, und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Es geht um Vampire und es geht um Familie, und zwar auf eine wirklich verdrehte Art und Weise. Ich spreche nicht nur von Harrys Polizistenfreundin Murphy, die herausfindet, dass ihr emotional räuberischer Ex-Mann sich mit ihrer kleinen Schwester verlobt hat. Ich spreche von etwas viel Verdrehterem: einer teuflischen, tödlichen Familienzusammenführung, die sich in den Fall verstrickt, den Dresden lösen soll, und die ihn auf das Set eines Pornofilms führt, der von einem tödlichen und unerbittlichen Fluch heimgesucht wird.
Vor einigen Jahren fragte ich Wilum „Hopfrog“ Pugmire per Mail, ob ich einige seiner Geschichten übersetzen dürfe und er antwortete, dass ich gerne alles von ihm übersetzen dürfe, was ich wolle. Gerne hätte er ein Büchlein seiner Geschichten in deutscher Sprache, von der er schwärmte, weil seine Vorfahren aus Deutschland gekommen waren. Allerdings, teilte er mir mit, seien bereits Freunde von ihm damit beschäftigt, ein Buch mit Übersetzungen auf den Weg zu bringen. Heute weiß ich, dass zumindest einer dieser Freunde Eric Hantsch war. Trotzdem gehörte ich zu Pugmires ersten Übersetzern, lange bevor „Der dunkle Fremde“ im Blitz-Verlag erschien, ein schön aufgemachtes klassisches Taschenbuch mit einem Titelbild von Björn Craig, übersetzt von Dr. Frank Roßnagel.

Jim Butcher hat mit den ersten vier Bänden der „Dunklen Fälle des Harry Dresden“ die Blaupause für das gesamte Subgenre der „paranormalen Ermittler“ geschaffen. Er hat es etabliert und dann rigoros getestet. Im fünften Band, der im Original „Death Masks“ heißt und bei Blanvalet im Rahmen der Neuauflage der gesamten Reihe als „Silberlinge“ erschienen ist, hat Butcher seine Formel perfektioniert.
Die Geschichte hat alle erzählerischen Elemente, die die Fans der Serie kennen, und eine Handlung, die so komplex ist wie die der langen Fantasy-Romane, deren Autoren sich selbst sehr ernst nehmen. Doch Butcher nimmt sich selbst nicht immer so ernst, und gerade deshalb gelingt es ihm, eine beeindruckend ausgewogene Geschichte zu erzählen. Nicht umsonst ist dies ein Meilenstein der Urban Fantasy. Und es gibt einen Grund, warum die Dresden-Files neben dem Herrn der Ringe das Werk sind, das fast inflationär kopiert wird.
Butcher ist sich hier seines kreativen Spiels so sicher, dass er die dümmste aller denkbaren Prämissen – nämlich dass das Turiner Grabtuch gestohlen wurde – für sich arbeiten lässt.

In manchen Genres neigen Leser dazu, den sogenannten „Hollywood-Pitch“ anzuwenden, bei dem ein Werk mit anderen berühmten Werken verglichen wird, die sich in gewisser Weise ähneln. Bei Mark Lawrence und dem Auftakt seiner dritten Trilogie mit dem Titel „Buch der Ahnen“ treffen wir auf die mittlerweile sehr bekannten Zutaten der Akademie, in der hier junge Nonnen unter anderem zu mörderischen Assassininnen ausgebildet werden und einer brutalen Winterwelt, die sich seit Martins „Lied von Eis und Feuer“ etabliert hat.
Die Handlung ist fast schon akademisch, denn die Geschichte von Nona ist weniger eine Richtungsgeschichte als vielmehr eine Geschichte im Stil von Rip Van Winkle von A nach B, in der sich die „Handlung“ nur wenig bewegt, während sie und die anderen Figuren mit sorgfältiger und langsamer Handwerkskunst geformt werden und wachsen. Ich würde es eher als eine von den Charakteren gesteuerte Erzählung bezeichnen, denn als eine von der Handlung. Es beginnt mit einem ausgezeichneten Aufhänger im ersten Absatz des Prologs (der einen Kampf zwischen 1 und Hunderten einleitet) und dem ersten richtigen Kapitel, in dem wir Nona am Ende ihrer Kräfte treffen. Lawrence versteht es meisterhaft, durch subtile Einschübe bewusster Gedanken, durch winzige Details wie Schmerzen und Juckreiz und durch Hell-Dunkel-Kontraste Spannung aufzubauen und eine Atmosphäre zu schaffen. Vor allem aber versteht er es, ein großes emotionales Drama zu erzeugen, indem er über Dutzende von Seiten hinweg Dutzende von wichtigen Puzzleteilen aneinanderreiht.