Die Todesfee der Grindlay Street (Oscar de Muriel)

Im Zentrum steht erneut das Spannungsfeld zwischen Rationalität und Aberglauben. Frey, der Londoner Gentleman und bekennende Skeptiker, erzählt die Geschichte mit ironischer Distanz und verkörpert die aufstrebende Vernunft der späten viktorianischen Ära. McGray dagegen glaubt fest an Geister und dunkle Mächte und vertritt damit die Seite einer schottischen Volkskultur, die sich nicht von alten Legenden trennen will. Zwischen den beiden entsteht ein ständiger Dialog, der sowohl Witz als auch philosophische Tiefe besitzt.

Der Fluch von Pendle Hill (Oscar de Muriel)

Neujahr 1889: In der Irrenanstalt von Edinburgh gelingt einem Patienten die Flucht, eine Krankenschwester stirbt – und die sture, scharfzüngige Lokallegende „Nine-Nails“ McGray sowie der nüchterne Londoner Exilant Ian Frey nehmen die Verfolgung auf. Der Fall ist von Anfang an von Gerüchten über Okkultes umflort; die Spur führt schließlich über verschneite Landstriche hinweg in den Schatten von Pendle Hill, dem sagenumwobenen Schauplatz der Lancashire-Witchcraft-Prozesse.

Die Schatten von Edinburgh (Oscar de Muriel)

Der viktorianische Krimi, oder die Gothic Mystery, hat mittlerweile eine Vielzahl an Ablegern, so dass man sich wundert, wenn ein neuer Autor für sich beschließt, seine Geschichte ebenfalls in dieser Zeit anzusiedeln. Man fragt sich, ob dieses ganz spezielle historische Setting nicht schon längst überlaufen ist. Meine Antwort darauf ist ein klares Nein, denn auch, wenn es viele Reihen und Romane gibt, die das 19te Jahrhundert aufsuchen, sind wenige davon wirklich herausragend. Es wird wohl kaum möglich sein, die De Quincey-Trilogie von David Morrell vom Thron zu stoßen, aber auch darunter ist noch eine Menge Platz… für Frey und MacGray.

Der Struwwelpeter – Die schwarze Pädagogik

Im 19. Jahrhundert schrieb ein deutscher Psychiater und Schriftsteller ein Kinderbuch, das, heute veröffentlicht, einen unerhörten Skandal hervorrufen würde.

Man schrieb das Jahr 1845, der Autor war Heinrich Hoffmann, und das Buch hieß Der Struwwelpeter. Es ist das verrückteste Buch, das je in Deutschland erschienen ist, in dem jede darin enthaltene Moralgeschichte darauf abzielt, kleine Kinder zu einem guten Benehmen zu erziehen.

Hellboy – Ein echtes Höllenkind

Hellboy ist ein großer, muskulöser, rothäutiger Dämon mit einer gigantischen, unzerstörbaren rechten Hand. Als Kind wurde Hellboy im Dezember 1944 von dem auferstandenen Grigori Rasputin und einer Gruppe Nazi-Mystiker zur Erde gerufen. Die Beschwörungszeremonie wurde von alliierten Truppen unterbrochen, und Hellboy wurde vom britischen Parapsychologen Trevor Bruttenholm gefunden und aufgenommen, der fortan auch eine Vaterfigur für ihn darstellte. Bruttenholm setzte alles daran, Hellboy zu einem Kämpfer für das Gute zu erziehen, aber sein ständiger Kampf gegen seine dämonische Natur wurde zu einem Hauptmerkmal der Serie.