Winterzeit

Winterzeit, Windzeit, Wolfzeit, sagt das Wölsungenlied. In den Thermoskannen steht der Tee bereit, der Zimtgeruch vertreibt den Schnee aus den Nüstern. Rotz gefriert klammheimlich, ein Mangel an Stolz in den Sekreten. Glühend wird der Wein getrunken, die Lippen verbrennen sich gerne an einem kochenden Verschnitt, in den man Gewürzbeutel hängt. Nur ja nicht zu lange sieden, der Geist geht sonst verloren und die Körper der zermalmten Trauben inkarnieren nicht mehr richtig im nächsten Erntejahr.

Der Zimtgeruch vertreibt den Schnee aus den Nüstern.

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