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Weird Tales – Teil 3

Im Jahre 1923 erschien keine Dezember-Ausgabe von „WEIRD TALES“. Dafür kam 1924 eine Januar-Ausgabe heraus, in der H. P. Lovecraft mit seiner Geschichte „THE PICTURE IN THE HOUSE“ (Das Bild im Haus) vertreten war. In der Februar-Ausgabe folgte die Lovecraft-Story „THE HOUND“ (Der Hund), in der zum ersten Mal das berüchtigte Necronomicon erwähnt wird.

Während der Anfänge von „WEIRD TALES“ schrieb auch der berühmte Zauberer Houdini einige Erzählungen. Im März 1924 erschien der erste Teil seiner Novelle „THE SPIRIT FAKERS OF HERMANNSTADT“, die in der April-Ausgabe des Pulp-Magazins abgeschlossen wurde.

In der März- und in der April – Ausgabe erschienen auch zwei weitere Geschichten von H. P. Lovecraft: „THE RATS IN THE WALLS“ (Die Ratten in der Wand) (März) und „THE WHITE APE“ (April).

Aber selbst der berühmte Houdini konnte die Auflage des Pulp-Magazins nicht steigern. Und es sah beinahe so aus, als würde „WEIRD TALES“ noch nicht mal seinen ersten Geburtstag feiern können. Denn das Magazin hatte einen Verlust von über 40.000 Dollar erwirtschaftet, so dass J. C. Henneberger seine Anteile an „DETECTIVE TALES“ und „COLLEGE HUMOR“ an seinen Partner John Lansinger verkaufen musste.

Nach der April-Ausgabe des Jahres 1924 zog Henneberger schließlich die Notbremse und feuerte den Chefredakteur Edwin Baird (1886-1957) und bot dem Autor H. P. Lovecraft den Job an. Doch Lovecraft, der gerade geheiratet hatte, lehnte ab und Bairds Assisent Farnsworth Wright bekam den Job.

Edwin Baird, der für die ersten 13 Nummern von „WEIRD TALES“ verantwortlich war, war alles andere als ein guter Chefredakteur. Er lehnte viele Geschichten ab, die dann später, von Farnsworth Wright angekauft, große Erfolge wurden, wie z. B. der Roman „INVADERS IN THE DARK“ von Greya La Spina.

Die berühmte Dreifachausgabe

Nachdem Farnsworth Wright Chefredakteur geworden war, stellte er zusammen mit Otis Albert Kline eine gewaltige Nummer zusammen, die als „Mai-Juni-Juli-1924-Ausgabe“ erschien und drei Monate an den Zeitschriftenständen verkauft wurde. Sie war 192 Seiten stark und wurde für 50 Cent angeboten.

In dieser Dreifachausgabe von „WEIRD TALES“ waren u. a. die Geschichten „THE MALIGNANT ENTITY“ von Otis Adelbert Kline und „HYPNOS“ von H. P. Lovecraft sowie „IMPRISONED WITH THE PHARAOHS“, die Lovecraft als Ghostwriter für Houdini geschrieben hatte, vertreten.

Der Autor Henry S. Whitehead (1882 – 1932) gab zudem in dieser Jubiläumsausgabe mit der Kurzgeschichte „TEA LOVERS“ unbemerkt sein Debüt, dessen Erzählungen später bei den Lesern des Pulp-Magazins sehr beliebt waren.

Farnsworth Wright wurde 1888 geboren. Nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg, arbeitete er als Musik-Kritiker für den „CHICAGO HERALD“ und „EXAMINER“, bis er Verbindungen zu „WEIRD TALES“ knüpfte. Dort war er zuerst für die Manuskripte verantwortlich. Als Assistent des Herausgebers Edwin Baird, löste er diesen, nach dessen Entlassung, Mitte Juni 1924 ab. Henneberger hatte mit Farnsworth Wright eine ausgezeichnete Wahl getroffen, denn unter den Händen Wrights blühte das Magazin in den nächsten Monaten und Jahren regelrecht auf.

Mit ihm begann das ‚Goldene Zeitalter’ von „WEIRD TALES“.

In den sechzehn Jahren, die er „WEIRD TALES“ als Herausgeber betreute, entdeckte er einige der wichtigsten Autoren der phantastischen Literatur.

Ingo Löchel

Ingo Löchel wurde 1968 in Köln geboren. Im Alter von 10 Jahren begann er Fantasy- und Horror-Romane sowie Heftromanserien wie „Mythor“, „John Sinclair“ und „Tony Ballard“ zu lesen.
Seit dieser Zeit zählen u. a. Autoren wie Robert E. Howard, H. P. Lovecraft, Clark Ashton Smith, Michael Moorcock, Karl Edward Wagner und Dean R. Koontz zu seinen Lieblingsautoren.
Etwas später kam er durch Mickey Spilane, Colin Forbes, Jack Higgins und Robert Ludlum auch mit dem Krimi- und Thriller-Genre in Berührung.

2001 erschienen die beiden Anthologien „Tod eines Satanisten – Dunkle Stunden“ (VirPriV Verlag) und „Jenseits des Happy Ends” (Go–BeJot Verlag), in denen zum ersten Mal Kurzgeschichten von ihm veröffentlicht wurden.

Danach folgten weitere Veröffentlichungen u. a. im Abendstern Verlag, im Adina-Online Verlag und im Wortwelten Verlag sowie die Veröffentlichung seiner ersten beiden Romane im Adina-Online Verlag.

Neben seinen Kurzgeschichten und Romanen schrieb er auch Artikel und Essays für das Magazin „Omicron“ sowie für die Literaturzeitschrift „Wortwelten“. Seit 2007 ist er Redakteur des Online-Magazins „Zauberspiegel“.

2012 schuf Ingo Löchel nach der Fantasy-Serie “Der letzte König von Atlantis“, den Horror-Serien „Frank Bauer“, „Frederik Darkstone“ und „Erben des Blutes“, die Horror-Western-Serie „Dead City“, die seit Juli 2015 im Elvea Verlag erscheint.

Im Juli 2015 startete zudem seine Horror-Serie “Frederik Darkstone” im Verlag Beyond Affinity.

Im Oktober 2015 folgt die Horror-Serie “Erben des Blutes”, die ebenfalls im Verlag Beyond Affinity veröffentlicht wird.

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