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Tod Browning (1880 – 1962)

Charles Albert Browning wurde am 12. Juli 1880 in Louisville, Kentucky, USA, geboren.
Als Kind kam er mit dem Amateur-Theater in Berührung. Zudem faszinierte ihn der Zirkus. Als er sich mit 16 in eine Tänzerin vom Zirkus verliebte, lief er von zu Hause fort und hielt sich mit diversen Jobs über Wasser. Er arbeitete u. a. als Tänzer, Clown, Magier, Jockey, aber auch als Schauspieler am Theater.

Regisseur und Schauspieler: Tod Browning

Regisseur und Schauspieler: Tod Browning

Während seiner Arbeit als Regisseur an einem Variete-Theater in New York traf er D. W. Griffith und bekam danach die Chance bei der Biograph Company als Film-Schauspieler zu arbeiten.
Vermutlich gab Tod Browning dort 1913 in “Scenting a Terrible Crime” sein Film-Debüt. Ende 1913 wechselte Browning als Darsteller zur Komic Pictures Company und gab 1915 schließlich in “The Lucky Transfer” (1915) sein Debüt als Filmregisseur, produziert von der Reliance Film Company.

1918 wechselte Browning als Regisseur zur Metro Pictures Company und landete schließlich bei Universal Pictures, wo er Irving Thalberg traf, der ihn mit dem Schauspieler Lon Chaney Sr. zusammenbrachte. Aus diesem Treffen entsprang eine fruchtvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit.

1919 drehte Browning mit THE WICKED DARLING seinen ersten Film mit Lon Chaney Sr.
Nach einem Dutzend weiterer Filme gelang dem Regisseur mit dem MGM-Film “The Unholy Three” mit Lon Chaney Sr. in der Hauptrolle endlich ein Hit an den Kinokassen und der Durchbruch als Regisseur.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Männer setzte sich in den Filmen “Der Rabe von London” (1926), “Der Schrecken von Singapore” (1926), “Der Unbekannte” (1927), “Um Mitternacht” (1927), “In den Händen der Polizei” (1928) sowie in “Das Gesetz des Kongo” (1928) fort. 1929 folgte mit “Der weiße Tiger” der letzte Zusammenarbeit Brownings mit Lon Chaney Sr.

1929 drehte Browning mit “The Thirteenth Chair” seinen ersten Tonfilm. Nach “Sirenen um Mitternacht” (1930) wurde er von dem Filmstudio Universal Pictures engagiert, um den Horrorfilm “Dracula” mit Bela Lugosi (Titelfoto, Filmszene) zu drehen, der ein großer Hit an den Kinokassen wurde.

Nach dem Boxer-Drama “The Iron Man” (1931) drehte der Regisseur sein ambitioniertes Werk “Freaks”, das aber ein finanzielles Desaster wurde.

Browning mit einem Teil der Freaks-Crew: Ein großartiger, verstörender, verkannter Film

Browning mit einem Teil der Freaks-Crew: Ein großartiger, verstörender, verkannter Film

Als der Film am 20. Februar 1932 in die US-amerikanischen Lichtspielhäuser anlief, liefen die Kritiker gegen den Film Sturm.
Auch die Kinobesucher konnten mit dem Film nichts anfangen und verließen teils verstört die Kinosäle. So kam es, wie es kommen musste. Der Film wurde zensiert und in Großbritannien gänzlich verboten.

Durch diesen Misserfolg war Browning in der Gunst der Filmstudios tief gesunken und bekam kein grünes Licht mehr, um weitere Filmprojekte zu realisieren. Nach “Fast Workers” (1933) brauchte es einige Zeit bis er 1935 mit “Das Zeichen des Vampirs” einen weiteren Film drehen durfte.
Ein Jahre später folgte der Horrorfilm “Die Teufelspuppe” (1936) mit Lionel Barrymore in der Hauptrolle, der auf den Roman “Burn Witch Burn” von Abraham Merritt basiert.

Danach war für Browning wieder Funkstille und seine Karriere als Regisseur war so gut wie beendet. 1939 drehte Browning mit “Miracles for Sale” seinen letzten Film. Danach zog er sich verbittert aus dem Filmgeschäft zurück.

Tod Browning verstarb am 6. Oktober 1962 an den Folgen seiner Krebserkrankung in Santa Monica, Kalifornien, USA.

Filmographie

Als Regisseur
1. The Lucky Transfer (1915)
2. The Slave Girl (1915)
3. An Image of the Past (1915)
4. The Highbinders (1915)
5. The Story of a Story (1915)
6. The Spell of the Poppy (1915)
7. The Electric Alarm (1915)
8. The Living Death (1915)
9. The Burned Hand (1915)
10. The Woman from Warren’s (1915)
11. Little Marie (1915)
12. The Fatal Glass of Beer (1916)
13. Everybody’s Doing It (1916)
14. Puppets (1916)
15. Jim Bludso (1917)
16. A Love Sublime (1917)
17. Hands Up! (1917)
18. Peggy, the Will O’ the Wisp (1917)
19. The Jury of Fate (1917)
20. The Legion of Death (1918)
21. The Eyes of Mystery (1918)
22. Revenge (1918)
23. Which Woman? (1918)
24. The Deciding Kiss (1918)
25. The Brazen Beauty (1918)
26. Set Free (1918)
27. The Wicked Darling (1919)
28. The Exquisite Thief (1919)
29. The Unpainted Woman (1919)
30. The Petal on the Current (1919)
31. Bonnie Bonnie Lassie (1919)
32. The Virgin of Stamboul (1920)
33. Outside the Law (1920)
34. No Woman Knows (1921)
35. The Wise Kid (1922)
36. Man Under Cover (1922)
37. Under Two Flags (1922)
38. Drifting (1923)
39. The Day of Faith (1923)
40. White Tiger (1923)
41. The Dangerous Flirt (1924)
42. Silk Stocking Sal (1924)
43. The Unholy Three/Die unheimlichen Drei (1925)
44. The Mystic (1925)
45. Dollar Down (1925)
46. The Blackbird/Der Rabe von London (1926
47. The Road to Mandalay/Der Schrecken von Singapore (1926)
48. The Show (1927)
49. The Unknown /Der Unbekannte (1927)
50. London After Midnight/Um Mitternacht (1927)
51. The Big City/In den Händen der Polizei (1928)
52. West of Zanzibar/ Das Gesetz des Kongo (1928)
53. Where East Is East/Der weiße Tiger (1929)
54. The Thirteenth Chair (1929)
55. Outside the Law/Sirenen um Mitternacht (1930)
56. Dracula (1931)
57. Iron Man (1931)
58. Freaks (1932)
59. Fast Workers (1933)
60. Mark of the Vampire/Das Zeichen des Vampirs (1935)
61. The Devil-Doll/Die Teufelspuppe (1936)
62. Miracles for Sale (1939)

Als Schauspieler
1. Scenting a Terrible Crime (1913)
2. A Fallen Hero (1913)
3. Bill Joins the Band (1913)
4. An Interrupted Séance (1914)
5. After Her Dough (1914)
6. Victims of Speed (1914)
7. The Fatal Dress Suit (1914)
8. Nearly a Burglar’s Bride (1914)
9. Izzy and the Bandit (1914)
10. The Scene of His Crime (1914)
11. A Race for a Bride (1914)
12. The Man in the Couch (1914)
13. Nell’s Eugenic Wedding (1914)
14. An Exciting Courtship (1914)
15. The Last Drink of Whiskey (1914)
16. Hubby to the Rescue (1914)
17. The Deceiver (1914)
18. The White Slave Catchers (1914)
19. Bill’s Job (1914)
20. Wrong All Around (1914)
21. How Bill Squared It with His Boss (1914)
22. Leave It to Smiley (1914)
23. Bill Takes a Lady Out to Lunch… Never Again (1914)
24. Ethel’s Teacher (1914)
25. Bill Saves the Day (1914)
26. A Physical Culture Romance (1914)
27. Bill Organizes a Union (1914)
28. The Mascot (1914)
29. Bill Goes in Business for Himself (1914)
30. Foiled Again (1914)
31. Bill Manages a Prizefighter (1914)
32. The Million Dollar Bride (1914)
33. Bill Spoils a Vacation (1914)
34. Dizzy Joe’s Career (1914)
35. Bill Joins the W.W.W.’s (1914)
36. Casey’s Vendetta (1914)
37. Ethel’s Roof Party (1914)
38. Out Again, in Again (1914)
39. Ethel Has a Steady (1914)
40. A Corner in Hats (1914)
41. Mr. Hadley’s Uncle (1914)
42. The Housebreakers (1914)
43. Bill and Ethel at the Ball (1914)
44. The Record Breaker (1914)
45. Ethel Gets the Evidence (1915)
46. Love and Business (1915)
47. A Flyer in Spring Water (1915)
48. A Flurry in Art (1915)
49. Cupid and the Pest (1915)
50. Bill Turns Valet (1915)
51. Music Hath Charms (1915)
52. Ethel Gets Consent (1915)
53. Intolerance (1916)
54. The Mother and the Law (1919)

Ingo Löchel

Ingo Löchel wurde 1968 in Köln geboren. Im Alter von 10 Jahren begann er Fantasy- und Horror-Romane sowie Heftromanserien wie „Mythor“, „John Sinclair“ und „Tony Ballard“ zu lesen.
Seit dieser Zeit zählen u. a. Autoren wie Robert E. Howard, H. P. Lovecraft, Clark Ashton Smith, Michael Moorcock, Karl Edward Wagner und Dean R. Koontz zu seinen Lieblingsautoren.
Etwas später kam er durch Mickey Spilane, Colin Forbes, Jack Higgins und Robert Ludlum auch mit dem Krimi- und Thriller-Genre in Berührung.

2001 erschienen die beiden Anthologien „Tod eines Satanisten – Dunkle Stunden“ (VirPriV Verlag) und „Jenseits des Happy Ends” (Go–BeJot Verlag), in denen zum ersten Mal Kurzgeschichten von ihm veröffentlicht wurden.

Danach folgten weitere Veröffentlichungen u. a. im Abendstern Verlag, im Adina-Online Verlag und im Wortwelten Verlag sowie die Veröffentlichung seiner ersten beiden Romane im Adina-Online Verlag.

Neben seinen Kurzgeschichten und Romanen schrieb er auch Artikel und Essays für das Magazin „Omicron“ sowie für die Literaturzeitschrift „Wortwelten“. Seit 2007 ist er Redakteur des Online-Magazins „Zauberspiegel“.

2012 schuf Ingo Löchel nach der Fantasy-Serie “Der letzte König von Atlantis“, den Horror-Serien „Frank Bauer“, „Frederik Darkstone“ und „Erben des Blutes“, die Horror-Western-Serie „Dead City“, die seit Juli 2015 im Elvea Verlag erscheint.

Im Juli 2015 startete zudem seine Horror-Serie “Frederik Darkstone” im Verlag Beyond Affinity.

Im Oktober 2015 folgt die Horror-Serie “Erben des Blutes”, die ebenfalls im Verlag Beyond Affinity veröffentlicht wird.

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