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The Strain, Folge 4: Emma lebt

Nachdem der mutierte Pilot von Ephraim Goodweather getötet wurde, nimmt Goodweather zusammen mit seinen Kollegen Nora Martinez und Jim Kent eine Obduktion an der Leiche vor.
Dabei stellt sich heraus, dass sich der mutierte Körper des Piloten völlig verändert hat. Neben einem neuen Kreislaufsystem haben sich auch neue Organe gebildet.

Nach der Autopsie des Piloten kommt es zum Streit zwischen Goodweather und Kent, da Jim seinen beiden Kollegen gebeichtet hat, dass er dafür verantwortlich ist, dass der Sarg das Flughafengelände verlassen konnte. Goodweather schlägt Kent daraufhin nieder.

Unterdessen beginnt sich mit Ansel Barbour der dritte Überlebende des Passagierflugzeuges langsam zu verwandeln. Ansel bittet seine Frau Ann-Marie ihre beiden gemeinsamen Kinder zu seiner Schwester zu bringen.
Als Ann-Marie zurückkehrt, hat sich Ansel im Geräteschuppen angekettet, um keinen zu verletzen. Auch seine Frau nicht, die den Schuppen betritt und dem verwandelten Ansel gegenübersteht.
Als sie den Schuppen wieder unbeschadet verlässt, ärgert sie ein Nachbar so dermaßen, dass ihn Ann-Marie genervt in den Schuppen schickt, wo dieser von Ansel angegriffen wird.

Nach dem Streit mit Kent erinnern sich Goodweather und Nora an die Worte von Abraham Setrakian, dass die verschwundenen Toten zu ihren Angehörigen zurückkehren würden.
Das ruft wiederum den Anruf von Gary Arnot bei Goodweather wach, der am Telefon davon sprach, dass seine Tochter Emma wieder da sei.
Goodweather und Nora begeben sich umgehend zum Haus von Arnot, wo sie von Emma angegriffen werden, die sich verwandelt hat.
Überrachend taucht Abraham Setrakian im Haus von Arnot auf und tötet das Emma-Wesen mit seinem Stockdegen. Kurz danach muss Setrakian auch noch Emmas Vater töten, der sich ebenfalls verwandelt hat.

Auch nach der vierten Folge von “The Strain” habe ich persönlich das Gefühl, dass in der 40minütigen Episode mal wieder nicht sehr viel passiert ist. Denn nach der interessanten Autopsie-Szene am Anfang von “Emma lebt”, wodurch man als Zuschauer einiges über die Veränderungen der mutierten Menschen erfährt, flacht die Folge wieder erheblich ab.
Mehrere unwichtige Handlungsstränge werden mal wieder aneinandergereiht, um die dünne Handlung der Episode irgendwie zu füllen. So u. a. auch der Handlungsstrang mit dem Ex-Knacki Gus, der für die Geschichte um die vampirartigen Wesen völlig irrelevant und fehl am Platze ist.
Dafür ist das Ende der Episode “Emma lebt” noch einmal spektakulär in Szene gesetzt, das durch das überraschende Auftauchen von Abraham Setrakian und die Tötung von Emma und Gary Arnot ihren Höhepunkt erreicht, aber leider viel zu kurz geraten ist.

Natürlich muss man sich schon die Frage stellen, warum gerade Emma Arnot als erste der Leichen zurückgekehrt ist, die interessanterweise auf der Passagierliste an erster Stelle steht.
Ich hoffe jetzt mal nicht, dass die Leichen alphabetisch von den Toten auferstehen, um ihre Angehörigen einen Besuch abzustatten, ihr Blut zu trinken und sie ebenfalls in vampirartige Wesen zu verwandeln.

Und was ist aus den übrigen verschwundenen Leichen aus der Gerichtsmedizin geworden? Sind die auch zu ihren geliebten Angehörigen zurückgekehrt?
Und was ist mit den restlichen 190 Toten aus dem Passagierflugzeug? Sind die ebenfalls von den Toten auferstanden und verschwunden? Und wenn sie verschwunden sind, wo sind sie denn abgeblieben?

Diese Fragen werden leider auch in der vierten Episode von “The Strain” nicht geklärt bzw. beantwortet. Stattdessen konzentriert man sich u. a. auf Emma Arnot, die ihren Vater nach ihrer Rückkehr angreift, wodurch sich dieser ebenfalls in ein vampirartiges Wesen verwandelt.

Hinzu kommt, dass insgesamt vier Passagiere überlebt haben. Aber bisher wissen wir nur, was aus drei dieser Passagiere geworden ist. Aber was ist mit Nummer vier? Hat sich die Frau inzwischen auch verwandelt?

Auch die Reaktion von Nora Martinez nach der Tötung von Emma und Gary Arnot, die beide mutiert sind, ist nicht nachvollziehbar.
Nachdem Nora gesehen hat, dass der Pilot sowie Emma und ihr Vater keine menschlichen Wesen mehr waren und zudem von ihnen angegriffen wurde, denkt sie immer noch, diese Wesen wie ganz normale Patienten behandeln zu müssen und sie auch noch irgendwie retten bzw. heilen zu können.
Nach diesen lebensgefährlichen Begegnungen und der Autopsie an dem Piloten ist diese Reaktion von Nora Martinez allerdings völlig unglaubwürdig und unrealistisch und in keiner Weise nachvollziehbar.

Ingo Löchel

Ingo Löchel wurde 1968 in Köln geboren. Im Alter von 10 Jahren begann er Fantasy- und Horror-Romane sowie Heftromanserien wie „Mythor“, „John Sinclair“ und „Tony Ballard“ zu lesen.
Seit dieser Zeit zählen u. a. Autoren wie Robert E. Howard, H. P. Lovecraft, Clark Ashton Smith, Michael Moorcock, Karl Edward Wagner und Dean R. Koontz zu seinen Lieblingsautoren.
Etwas später kam er durch Mickey Spilane, Colin Forbes, Jack Higgins und Robert Ludlum auch mit dem Krimi- und Thriller-Genre in Berührung.

2001 erschienen die beiden Anthologien „Tod eines Satanisten – Dunkle Stunden“ (VirPriV Verlag) und „Jenseits des Happy Ends” (Go–BeJot Verlag), in denen zum ersten Mal Kurzgeschichten von ihm veröffentlicht wurden.

Danach folgten weitere Veröffentlichungen u. a. im Abendstern Verlag, im Adina-Online Verlag und im Wortwelten Verlag sowie die Veröffentlichung seiner ersten beiden Romane im Adina-Online Verlag.

Neben seinen Kurzgeschichten und Romanen schrieb er auch Artikel und Essays für das Magazin „Omicron“ sowie für die Literaturzeitschrift „Wortwelten“. Seit 2007 ist er Redakteur des Online-Magazins „Zauberspiegel“.

2012 schuf Ingo Löchel nach der Fantasy-Serie “Der letzte König von Atlantis“, den Horror-Serien „Frank Bauer“, „Frederik Darkstone“ und „Erben des Blutes“, die Horror-Western-Serie „Dead City“, die seit Juli 2015 im Elvea Verlag erscheint.

Im Juli 2015 startete zudem seine Horror-Serie “Frederik Darkstone” im Verlag Beyond Affinity.

Im Oktober 2015 folgt die Horror-Serie “Erben des Blutes”, die ebenfalls im Verlag Beyond Affinity veröffentlicht wird.

1 Kommentar zu The Strain, Folge 4: Emma lebt

  1. Der Stoff hat mich anfänglich doch mehr gepackt, das Ganze zieht sich, schade, gutes Material. Wie sagt man? Kommt mal zu Potte.

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