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The Strain, Folge 3: Ratten

Während keiner weiß, wohin die Leichen aus der Rechtsmedizin verschwunden sind, will Jim Kent (Sean Astin) das restliche Geld für seinen Dienst am Flughaften bei Eldritch Palmer abholen. Aber der ist nicht da.
Stattdessen taucht Thomas Eichorst (Richard Sammel) auf, der Kent das Geld in einem Umschlag überreicht.
Zudem hat Eichorst als weiteres Druckmittel gegen Jim dafür gesorgt, dass Kents krebskranke Frau doch noch in eine teure Therapie aufgenommen wird. Jedoch mit der Ansage, dass dies jederzeit rückgängig gemacht werden kann, wenn er nicht weiterhin zu Diensten steht.

Unterdessen muss sich der Kammerjäger Vasiliy Fet (Kevin Durand) um ungewöhnlich viele Vorfälle mit Ratten in der Stadt kümmern, in denen Menschen von den Nagern angegriffen wurden. Zufällig bemerkt er, dass die Ratten in Panik aus der Kanalisation fliehen

Abraham Setrakian (David Bradley) wird bei der Anhörung vor dem Richter von allen Vorwürfen freigesprochen. Nach seiner Rückkehr in seinen Laden, besorgt er sich die Passagierliste des Flugzeuges, die ihm Nora Martinez (Mía Maestro), die im Gerichtssaal anwesend war, nicht geben wollte oder konnte.

Währenddessen beginnt sich der Musiker Bolivar vollends in ein nichtmenschliches Wesen zu verwandeln.
Auch der Gesundheitszustand des Piloten verschlechtert sich stetig, so dass Dr. Ephraim Goodweather (Corey Stoll) und seine Kollegin Martinez ihn nur noch durch eine Operation retten können. Doch bevor er operiert werden kann, verschwindet der Pilot.
Jim Kent, Dr. Goodweather und Nora Martinez beginnen das Krankenhaus nach ihm zu durchsuchen. Im Keller werden sie schließlich fündig. Doch der Pilot ist nicht mehr zu retten. Er ist mutiert und greift Jim, Ephraim und Nora an.
Um sich zu verteidigen, schnappt sich Goodweather einen Feuerlöscher und schlägt so lange auf den Kopf des mutierten Piloten ein, bis dieser stirbt.

Auch die dritte Folge der Horror-Serie “The Strain” ist nicht gerade das Gelbe vom Ei, auch weil hier wieder viel zu viele Handlungsstränge nebeneinander laufen.
Einzig die Handlungsstränge mit David Bradley als Abraham Setrakian und mit Kevin Durand als Kammerjäger Vasiliy Fet sowie der Kampf mit dem mutierten Piloten am Ende der Episode, können überzeugen und sorgen für ein bisschen Abwechslung in der langatmigen Inszenierung.
So bleibt durch die vielen Handlungsstränge auch in der Episode “Ratten” keine Zeit, damit sich die Handlung der Serie weiterentwickeln und voranschreiten kann.

Dass dem Musiker Bolivar bei seiner Verwandlung beim Wasserlassen sein Geschlechtsteil in die Toilette fällt, er es herunterspült und er sich danach als geschlechtsloses Wesen präsentiert, mag vielleicht auch noch für die eine oder andere Auflockerung und Aufheiterung in der dritten Folge von “The Strain” sorgen. Aber ansonsten hat die Episode leider wenig Substanz und viel zu viel Leerlauf, so das sie dadurch auch nur sehr eingeschränkt überzeugen kann.
Ich persönlich möchte in einer Horror-Serie nicht unbedingt ständig mit den privaten und familiären Problemen der Protagonisten belästigt werden. Denn eine Serie soll doch schließlich unterhalten.
Vorteilhafter wäre es gewesen, die ganzen privaten und familiären Probleme Goodweathers kurz in der Serie anzusprechen. Was bei Jim Kent übrigens prima in der dritten Folge geklappt hat. Da wurde kurz und bündig die Sache mit seiner krebskranken Frau gezeigt. Und gut war es.
Solche Themen braucht man nicht über mehrere Folgen hinweg in die Länge zu ziehen, nur um irgendwie die einzelnen Folgen zu füllen.
“The Strain” ist schließlich eine Horror-Serie und keine TV-Serie, die sich mit Familiendramen etc. beschäftigt. Da sollte man sich schon auf das Wesentliche konzentrieren.

Ganz aufschlussreich bzw. informativ ist vielleicht noch der Beginn der Episode “Ratten”, in der man eine Szene mit einem kalkweiß-häutigen Wesen ohne Nase und ohne Haare präsentiert bekommt, das vorne an der Kehle eine Wunde aufweist. Dieses Wesen setzt sich vor einem Spiegel und verwandelt sich danach durch das Verwenden einem Nasenersatzteil, einer Perücke usw. nach und nach in Thomas Eichorst.

Ingo Löchel

Ingo Löchel wurde 1968 in Köln geboren. Im Alter von 10 Jahren begann er Fantasy- und Horror-Romane sowie Heftromanserien wie „Mythor“, „John Sinclair“ und „Tony Ballard“ zu lesen.
Seit dieser Zeit zählen u. a. Autoren wie Robert E. Howard, H. P. Lovecraft, Clark Ashton Smith, Michael Moorcock, Karl Edward Wagner und Dean R. Koontz zu seinen Lieblingsautoren.
Etwas später kam er durch Mickey Spilane, Colin Forbes, Jack Higgins und Robert Ludlum auch mit dem Krimi- und Thriller-Genre in Berührung.

2001 erschienen die beiden Anthologien „Tod eines Satanisten – Dunkle Stunden“ (VirPriV Verlag) und „Jenseits des Happy Ends” (Go–BeJot Verlag), in denen zum ersten Mal Kurzgeschichten von ihm veröffentlicht wurden.

Danach folgten weitere Veröffentlichungen u. a. im Abendstern Verlag, im Adina-Online Verlag und im Wortwelten Verlag sowie die Veröffentlichung seiner ersten beiden Romane im Adina-Online Verlag.

Neben seinen Kurzgeschichten und Romanen schrieb er auch Artikel und Essays für das Magazin „Omicron“ sowie für die Literaturzeitschrift „Wortwelten“. Seit 2007 ist er Redakteur des Online-Magazins „Zauberspiegel“.

2012 schuf Ingo Löchel nach der Fantasy-Serie “Der letzte König von Atlantis“, den Horror-Serien „Frank Bauer“, „Frederik Darkstone“ und „Erben des Blutes“, die Horror-Western-Serie „Dead City“, die seit Juli 2015 im Elvea Verlag erscheint.

Im Juli 2015 startete zudem seine Horror-Serie “Frederik Darkstone” im Verlag Beyond Affinity.

Im Oktober 2015 folgt die Horror-Serie “Erben des Blutes”, die ebenfalls im Verlag Beyond Affinity veröffentlicht wird.

1 Kommentar zu The Strain, Folge 3: Ratten

  1. Das Ding in der Maske. Saubere Szene.

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