Teufel

Als Nico Walker die Wohnung an diesem Nachmittag zum zweiten Mal betritt, ist der penetrante Gestank das erste, was ihm auffällt.

Er lässt die Tür hinter sich ins Schloss fallen und zuckt zusammen, als der Schlüsselbund von außen klimpert. Schnell reißt er die Tür wieder auf, zieht den Schlüssel mit einem hektischen Ruck aus dem Schloss und lässt ihn in die Tasche seiner Lederjacke gleiten.

Verdammt, er darf sich nicht den geringsten Fehler erlauben.

Für einige Sekunden bleibt Nico an der Tür stehen und versucht seinen Pulsschlag zu beruhigen. Die Welt dreht sich um ihn herum und droht, nach links in eine tiefe Grube zu kippen.

Obwohl der Winter sich allmählich dem Ende zuneigt und eine klirrende Kälte über der Stadt hängt, stehen ihm Schweißperlen auf der Stirn. Sein Atem schmerzt in der Brust.

Er stellt den Sechserpack Bier, den er in dem kleinen Laden zwei Straßen weiter gekauft hatte, neben sich auf ein kleines Telefonschränkchen und streift die schwere Motorradjacke ab. Achtlos lässt er sie zu Boden fallen. Dabei fällt das Wechselgeld, das er vom alten Mr. Ritter für das Bier bekommen hatte, heraus und rollt über den Teppich, bis es gegen die Wohnungstür prallt. Ein leises `Plink´ ertönt, aber Nico kümmert sich nicht darum.

Er greift nach dem Bier, geht ins Wohnzimmer und stellt den Sixpack auf den schweren Marmortisch. Seine Bewegungen wirken hölzern, die Hände zittern und sind kaum in der Lage, das Sixpack zu halten.

Als kleiner Junge hatte er diesen Tisch geliebt. Er fand darauf stets genügend Platz für seine Spielsachen – kleine, grüne Soldaten und farblose Panzer mit Plastikrädern – mit denen er seine kindlichen Vorstellungen von Krieg in die Tat umsetzte.

Heute verachtet Nico das altmodische, kantige Ungetüm und kann nicht nachvollziehen, wie man ein derartiges Möbelstück schön finden kann.

Während er die erste Flasche Bier aus dem Karton hervorholt, lässt Nico seine Augen durch das kleine Wohnzimmer wandern. Seine Sicht ist getrübt, entweder von kaltem Schweiß oder Tränen, die er sich nicht eingestehen will.

Das ganze Zimmer ist vollgestopft mit altmodischem, schwerem Mobiliar, welches das Tageslicht verschluckt. Er kommt sich fast vor, als wäre er im Innern einer stillen Gruft gefangen. Den meisten Platz nimmt ein gigantischer Schrank in Anspruch, der Nico gegenüber steht. Als Kind hatte er sich vor dem Ungetüm immer ein klein wenig gefürchtet. Vor den Drachenklauen, die als Füße dienen, oder den reich verzierten, in Handarbeit geschnitzten Säulen zu beider Seiten des Schrankes, in die kleine, bösartig blickende Teufelsfratzen eingearbeitet worden waren. Damals hatte er immer das Gefühl gehabt, dass die kleinen, unheilvollen Augen jede seiner Bewegungen beobachteten, dass die Fratzen selbst seine geheimsten Gedanken lesen konnten. In nicht wenigen Nächten hatte er sogar von den dämonischen Ungetümen geträumt.

Nico greift in die Tasche seiner Jeans, zieht ein billiges Feuerzeug hervor und öffnet mit einem leisen Zischen die Bierflasche. Dabei lässt er das Monster von Wohnzimmerschrank nicht aus den Augen. Die Fratzen starren voller Hass zurück.

Einige Sekunden betrachtet er das Möbelstück, das ihm an diesem Nachmittag plötzlich in einem völlig neuen Licht erscheint. Innerhalb der letzten Stunde hatte sich der Schrank in etwas gänzlich Fremdes verwandelt, als sei er tatsächlich ein lauerndes Monster, das auf eine unachtsame Bewegung seines Opfers lauert.

So, wie alles in der kleinen Wohnung.

Wie alles in Nicos erbärmlichen Leben.

Das alles scheint nichts mehr mit jenem Nico Walker zu tun zu haben, der noch vor einer Stunde existiert hatte.

Er hebt die Bierflasche vor die Augen, beobachtet das Glitzern hinter dem Glas und glaubt darin kleine Geister schweben zu sehen. Das Zittern seiner Hände kann er nun nicht mehr leugnen. Im nächsten Moment erscheint ein schiefes, abfälliges Grinsen auf seinem Gesicht.

„Prost, mein lieber“, grunzt er und verbeugt sich leicht vor dem Schrank. Seine verschwitzten Haare fallen ihm wie ein stinkender Schleier ins Gesicht.

„Good bye.“

Dann nimmt er einen langen Schluck. Das ist es, was er jetzt braucht. Was er immer braucht. Das saure Brennen in seiner Kehle, das darauffolgende warme, berauschende Gefühl, das Alkohol immer in Nicos Magen und – vor allen Dingen – seinem Verstand verursacht und sein Leben zumindest zeitweise erträglich gestaltet.

Er schließt die Augen und wartet auf die Wirkung, auf die er an diesem Nachmittag so angewiesen ist. Der Tag ist wie kein anderer in seinem beschämenden Leben, vielleicht stellt er sogar eine Wendung dar, von der Nico seit Jahr und Tag träumt.

Schließlich stellt er die halbleere Flasche auf den Marmortisch. Dabei fällt ihm auf, dass er immer noch seine Lederhandschuhe trägt. Er zögert kurz, dann streift er den linken ab.

Auf seinem Handrücken befinden sich einige Blutflecke, kleine rote Punkte, die ihn an Sommersprossen erinnern. Er streicht mit dem Daumen des rechten Handschuhs darüber. Das Blut ist mittlerweile getrocknet und lässt sich wie hart gewordener Leim abreiben.

Als Nico den zweiten Handschuh ausziehen will, hält er inne.

Soll er sich das wirklich antun?

Wäre es nicht besser, wenn er warten würde, bis er einige der Fläschchen vor ihm geleert hat?

Nico schüttelt den Kopf, um seine Zweifel zu beseitigen. Dabei versucht er zu lächeln, doch sein Gesicht bleibt eine starre Maske. Er reibt sich mit der freien Hand über die Augen, spürt Tränen oder Schweiß auf seinen Wangen und wiegt sich langsam vor und zurück, wobei er sein Gesicht in der Handfläche verborgen hält. Speichel tropft in langen Fäden von seinen Lippen.

Schließlich gleitet er mit der rechten Hand aus dem Handschuh, obwohl er weiß, dass er es besser nicht tun sollte. Er legt ihn behutsam zu dem anderen – er darf sich, verdammt nochmal, keine Fehler erlauben – und betrachtet seine rechte Hand.

Er dreht sie vor seinen Augen, mustert zuerst die Handfläche, dann den Handrücken, dann erneut die Handfläche. Er spreizt seine Finger so weit er kann, dreht sie vor seinen Augen und ballt seine Hand anschließend zur Faust, so fest, dass die Knöchel weiß hervortreten. Dann öffnet er sie wieder und dreht sie erneut, betrachtet sie wie ein neugieriges Kind.

Sie ist über und über mit Blut verschmiert.

Nico hält seine Hand in die Luft und greift mit der linken nach der Flasche Bier. Er leert sie mit zwei kräftigen Zügen, wirft sie auf ein Tageskissen neben sich und rülpst.

Dann widmet er seine Aufmerksamkeit wieder der Hand.

Jetzt, da er die erste Flasche in seiner Kehle gespürt hatte und die erhoffte, berauschende Wirkung mit feinen Fingerspitzen sein Gehirn zu streicheln beginnt, macht es ihm nicht mehr so viel aus, das Blut zu sehen.

Warum hatten sie sich auch dermaßen gewehrt?

Nico versucht, mit der linken – der sauberen – Hand eine zweite Flasche aus dem Karton zu reißen. Seine rechte Hand hält er dabei die ganze Zeit über in der Luft, als würde er einen blutbesudelten Pokal präsentieren.

Obwohl das Bier bereits seine verführerischen Worte in Nicos Gedanken sendet, weiß er genau, daß er keinerlei Spuren hinterlassen darf, erst recht keine Blutspuren. Das ist das oberste Gebot an diesem verregneten Nachmittag.

Schließlich gibt er den Versuch, sich eine zweite Flasche zu nehmen, auf und lässt sich auf die Couch zurückfallen.

Es hilft alles nichts. Ohne seine rechte Hand ist er ein Niemand. Das, als was ihn die anderen so gerne bezeichnen. Ein Niemand. Mit dem Blut an seinen Fingern kann er unmöglich irgendetwas in der Wohnung anfassen, ohne, dass er der Polizei ein gefundenes Fressen bereiten würde.

Stöhnend erhebt er sich von der Couch und geht durch die Küche ins Badezimmer, nicht ohne mit der Schulter gegen den Türrahmen zu prallen. Ein erstickter Fluch tropft von seinen Lippen, seine Sicht verschwimmt so sehr, als würde er die Wohnung durch eine regennasse Scheibe betrachten. Er geht den alten Weg seiner Kindheit, wenn er mit strenger Miene zum Händewaschen ins Badezimmer geschickt worden war. Damals hatten diejenigen, die ihn mit Strenge und Schlägen zu erziehen versuchten, noch Hoffnung für ihn. Mittlerweile hat Nico alles verspielt, was andere für ihn erarbeitet hatten.

Er dreht den Wasserhahn auf und hält seine Hände unter den warmen Strahl. Als er sieht, dass das Blut bereits zu trocken ist, um es einfach abzuwaschen, greift er nach einer Bürste, die an einer Schnur an der Wand hängt, und beginnt das Blut abzuschrubben. Natürlich darf er nicht vergessen, die Bürste zu `entsorgen´, wie sich Nico gerne ausdrückt. Es ist eines seiner Lieblingsworte. Nico entsorgt alles in seinem Leben, alles, was ihn verachtet, von sich stößt und ihn spüren lässt, dass er ein Verlierer ist. Wenn es ihm möglich wäre, würde er sich selbst entsorgen.

Während das warme Wasser über seine Hände fließt und er es mit langsamen Bewegungen rot färbt, blickt Nico in den Spiegel, der über dem Waschbecken angebracht ist.

Er erinnert sich noch gut, wie er als kleiner Junge seinem Vater dabei geholfen hatte, den Spiegel und zahlreiche andere Kleinigkeiten – Regale und Fachbretter – in der Wohnung seiner Großeltern aufzuhängen. Damals war die Zeit noch in Ordnung. Damals war er selbst noch in Ordnung gewesen, ein anderer. Wenn er in den Spiegel schauen wollte, hatte er sich auf einen kleinen Schemel stellen müssen, den sein Vater extra für diesen Zweck unter das Waschbecken gestellt hatte.

Das, was Nico jetzt im Spiegel sieht, gefällt ihm überhaupt nicht.

Er ist erst 22 Jahre alt, aber vor sich sieht er das alte, ausgebrannte Gesicht eines Mannes, der immer weiter in die tiefsten Depressionen seines Lebens hinabgetaucht war. Ein Mann, der zu viel in seinem Leben mit ansehen musste.

Seine Augen wirken müde und werden von feinen, roten Äderchen verunstaltet. Unter seinen Augen kann er dicke, schwarze Ringe erkennen, die gerade in den letzten Tagen sein Gesicht um Jahre hatten altern lassen.

Sein Haar, pechschwarz und viel zu lang, hängt ihm wirr ins Gesicht und klebt in dünnen Fäden auf seiner Stirn. Seine Wangenknochen stechen scharf unter seiner viel zu blassen Haut hervor und verleihen ihm das Auftreten eines debil grinsenden Totenschädels.

Jetzt kann er auch verstehen, warum ihn Mr. Ritter, der Besitzer des Spirituosenladens, so skeptisch angesehen hatte. Immerhin kennt der alte Mann Nico von Kindheitstagen an. Ihn jetzt in einem derartigen Zustand zu sehen, musste für den guten Mann schon gehörig irritierend gewesen sein.

Er sieht auch wirklich zum Fürchten aus.

Nico lässt seinen Blick abschätzend über sein Spiegelbild gleiten und setzt schließlich ein schiefes, erschöpftes Lächeln auf. Das Lächeln im Spiegel hingegen ist voller Schmerz, das Grinsen eines Clowns, der die Kinder zum Weinen bringt. Er schließt die Augen, und als er sie wieder öffnet, verliert die Welt für einige Sekunden ihre Formen. Der Typ im Spiegel zerfließt, als sei er ein Geist, der sich in die Dunkelheit zurückzieht. Nico kann nicht sagen, wo sein Spiegelbild endet und der Rest der Welt beginnt. Alles geht ineinander über, vereinigt sich und verwandelt sich in ein großes, farbloses Etwas.

Doch mit dem Leben, das Nico bisher gelebt und das ihn zu einem derart heruntergekommenen Subjekt werden ließ, wie sein Vater sich immer gerne ausdrückte – ein Mann, der es selbst nur bis zum Schulbusfahrer geschafft hatte – würde es vom heutigen Tag an endgültig vorbei sein.

Er betrachtet seine Hände und stellt fest, dass er lediglich unter den Fingernägeln noch Blutreste finden kann.

Während er beginnt, sich die letzten verräterischen Spuren des Nachmittages abzuschrubben, kehren seine Gedanken noch einmal eine Stunde in die Vergangenheit zurück.

Unwillkürlich huscht ein zuckendes Grinsen über sein Gesicht. Wer Nico in diesem Augenblick gesehen hätte, hätte diesen Gesichtsausdruck unmöglich deuten können. In dem Lächeln liegt ebenso eine zermürbende Angst und unverstandene Zweifel, wie ein stiller Triumph, der vor allem durch das Blitzen in seinen Augen hervorgehoben wird. Es ist ein merkwürdiges, unheimliches Gefühl, all diese Empfindungen gleichzeitig zu spüren. Es kommt ihm gerade so vor, als versuche irgendetwas in seinem Innern auszubrechen und seinen Körper zu zerreißen.

Er hatte es den beiden alten Herrschaften gezeigt.

Er hatte ihnen endlich einmal bewiesen, wozu ein Nico Walker fähig sein kann.

Um seine Großmutter hatte es ihm ein wenig leidgetan. Und wenn er an ihre flehenden, voller Panik steckenden Augen zurückdenkt, tut ihm auch jetzt noch leid, dass der Nachmittag in derartigen Bahnen verlaufen war.

Nico hatte seine Großmutter gemocht. Schon seit er ein kleines Kind gewesen war.

Sie war immer für ihn dagewesen, was man von Nicos Vater nicht behaupten konnte.

Seit Nicos Mutter ihn und seinen Vater vor rund 15 Jahren verlassen hatte, scheint sein Vater davon überzeugt zu sein, dass in seinem missratenen Sohn der Hauptschuldige für ihre von Schulden und zu viel Alkohol gezeichnete Situation zu finden sei.

Aus diesem Grund hatte Nico als Kind so gerne seine Großmutter besucht. Sie hatte in ihm immer das gesehen, was er, nach eigener Überzeugung, immer gewesen war: Ein kleiner, von allen verlassener Junge, der von niemandem verstanden wurde. Er hatte sich schon als Kind gerne in Selbstmitleid aufgerieben und dadurch die Aufmerksamkeit einer kalten Welt gesucht. Damals verstand er nicht, warum ihn manche mit einer gewissen Abscheu in den Augen angesehen hatten, einer kühlen Distanz, die sie durch ein falsches Lächeln zu überspielen versuchten. Später hatte er diese Ablehnung in jeder Situation, an jedem Ort und an jedem Tag seines Lebens zu spüren bekommen. Die Menschen mögen ihn nicht, und er mag die Menschen nicht. Sein ganzes Leben lang war es eine ganz einfache Philosophie gewesen.

Seine Großmutter hingegen war immer für ihn dagewesen, hatte ihn verstanden und beschützt, und sich mehr um ihn gekümmert, als es jemals ein anderer in den 22 Jahren seines Lebens getan hatte.

Deshalb tut es Nico auch jetzt noch leid, daß er ihr mit einem sauberen Strich die Kehle durchschneiden musste.

Das Blut und die Hautreste unter seinen Fingernägeln sind extrem widerstandsfähig, und Nico flucht, speit dem Spiegel seine liebsten und bösartigsten Worte entgegen. Speichel tropft von seinen Lippen, Schweiß brennt in den Augen und verzerrt seine Sicht, lässt die Welt wie hinter einem Schleier erscheinen.

Da hatte es bei seinem Großvater schon ganz anders ausgesehen.

Für Nico war der alte Herr immer das exakte Ebenbild seines Vaters gewesen. Für ihn war alles, was Nico jemals in seinem Leben getan hatte – sei es der Schulabschluß oder die Lehre, die Nico nach zwei Jahren abgebrochen hatte – nicht gut genug gewesen.

Er hatte ihm immer vorgeworfen, wie schwer es sein Vater mit ihm hatte, was er für ihn geopfert, und wie wenig Freude er ihm in all den Jahren zurückgegeben hatte. Nicht zuletzt versäumte sein Großvater es nie, seinen Enkel daran zu erinnern, dass er es gewesen war, der seine Mutter bereits als kleiner Junge in die Flucht getrieben hatte. Er bezeichnete ihn stets als Versager oder Schwächling, doch das Wort, das er am liebsten benutzte und das Nico bereits als Kind in tiefster Seele geschmerzt hatte, war Teufel gewesen. Für seinen Großvater war Nico immer schon ein Teufel in Menschengestalt.

Der alte Mann mit den streng zurückgekämmten Haaren, der kleinen, runden Lesebrille und dem Krückstock, ohne den er keinen Schritt gehen konnte, nutzte jede sich bietende Gelegenheit, um seinen missratenen Enkel auf sein Fehlverhalten hinzuweisen.

Oh ja, Nico hasste seinen Großvater, das hatte er mit jedem verstreichenden Tag seines Lebens intensiver gespürt. Er war einer der zahlreichen Menschen gewesen, die sich daran weideten, Nico auf der Verliererstraße zu sehen und es nicht abwarten konnten, bis der unausweichlich tiefe Fall endgültig einsetzte.

Nico hasste ihn ebenso, wie er seinen Vater hasst.

Aus diesem Grund hatte er es bei ihm auch nicht dabei belassen, ihm lediglich die Kehle zu zerschneiden.

Nein, eine solche Gelegenheit, sich für 22 verkorkste Jahre der Demütigung zu rächen, hatte er sich unmöglich entgehen lassen können.

Als sein Großvater röchelnd auf dem Bett lag, hatte er für all die Grausamkeiten bezahlen müssen, die er seinem Enkel jemals angetan hatte. Nico hatte ihm die Rechnung auf einen einzigen bitteren Schlag präsentiert.

Er hatte sich das Aufbäumen und Zucken des alten Körpers einige Sekunden genüsslich angesehen und sich dabei an jede Demütigung erinnert. Dann hatte er das blutbespritzte Messer, mit dem er ihm die Kehle aufgeschlitzt hatte, kurzerhand in den Bauch gestoßen und es langsam von einer Seite auf die andere gezogen.

Den entsetzten Ausdruck in den Augen seines Großvaters würde Nico wohl nie in seinem Leben vergessen.

Berauscht von einer kindlichen Genugtuung, hatte er damit begonnen, den alten Mann auszuweiden.

Er hatte ihm den Bauch aufgeschlitzt, wie man es bei einem toten Fisch tut, und die scharfe Klinge des Messers ziellos durch die Eingeweide fahren lassen. Mit einer tödlichen Leichtigkeit hatte die Schneide ihr blutiges Werk fast von alleine ausgeführt. Und mit jedem gottverdammten Schnitt hatte Nico gespürt, wie sich die eisernen Fesseln der Beklemmung, die er in der Gegenwart des alten, garstigen Mannes stets verspürt hatte, zu lösen begannen.

Das Gesicht im Spiegel wird von einem albernen Kichern verunstaltet. Seine Haare kleben ihm in der Stirn und auf den Wangen, die tief in den schwarzgeränderten Höhlen liegenden Augen gleichen erloschenen Kratern.

Plötzlich hört er ein Geräusch hinter sich.

Nico hält inne und lauscht in die Stille der Wohnung hinein. Doch außer dem Plätschern des Wassers kann er nichts hören.

Mit einem nervösen Lächeln auf den Lippen dreht er den Wasserhahn ab und betrachtet seine Hände. Unter seinen Fingernägeln kann er immer noch letzte Spuren seiner Schändung erkennen. Aber darum würde er sich später kümmern.

Nico kann nicht beschreiben, was das Gefühl in ihm ausgelöst hat, doch er ist sich sicher, dass er nicht mehr viel Zeit zur Verfügung hat. Er muss sich beeilen, denn noch ist er in der Wohnung seiner Großeltern nicht fertig.

Es gibt hier noch einiges, das sich lohnt, etwas genauer untersucht zu werden.

Er will nach einem Handtuch greifen, doch im letzten Augenblick hält er inne. Keine Fehler. Stattdessen wischte er seine Hände an seiner Jeans ab.

Nein, er darf sich überhaupt keine Fehler erlauben, keine Spuren hinterlassen.

Er spürt, wie er unruhig wird. Eine unergründliche Nervosität wächst in ihm mit beständiger Beharrlichkeit. Und das darf er auf gar keinen Fall zulassen.

Ein Bier. Das ist es, was seinen Pulsschlag wieder beruhigen kann. Er weiß, dass Bier stets die beste Medizin für ihn ist.

Nico wirft einen letzten Blick in den Spiegel – er findet, er sieht jetzt bedeutend besser aus, als noch vor wenigen Minuten – und zuckt wie unter einem Peitschenhieb zusammen.

Wieder ein Geräusch.

Für den Bruchteil einer Sekunde krampfen sich seine Finger um den Waschbeckenrand. Dann schüttelt Nico energisch den Kopf, so, dass er das Gefühl hat, er würde über dem Boden schweben. Er schließt seine Augen und presst sie so fest zusammen, bis kleine Sterne in seinem Kopf explodieren.

Aus welchem Grund macht er sich jetzt so verrückt?

Bisher hatte sein Plan unerwartet gut und ohne Probleme funktioniert. Warum spielen seine Nerven jetzt plötzlich nicht mehr mit? Ist er wirklich ein derartiger Verlierer, wie sein Großvater stets behauptet hatte?

Wieder ein Geräusch.

Verdammt, was passiert hier?

Nico fährt herum, muss sich am Beckenrand festhalten um nicht zu stürzen, und starrt auf die Badezimmertür. Dahinter kann er die Küche erkennen.

Sind sie ihm etwa jetzt schon auf die Schliche gekommen? Hatte Mr. Ritter in seinem Spirituosenladen vielleicht doch Verdacht geschöpft? Immerhin sah Nico wirklich zum Fürchten aus, als er schweißüberströmt und zitternd in dem kleinen Laden aufgetaucht war. Er hatte wie jemand gewirkt, der eine Menge durchgemacht hatte. Wie jemand, der auf der Flucht war.

Aber wenn sie ihn schon gefunden haben, warum kommen sie nicht einfach mit vorgehaltener Pistole hereingestürzt und verhaften ihn?

Die beiden Leichen können sie unmöglich entdeckt haben. Nico hatte sie fein säuberlich auf das altertümliche Ehebett gelegt, die Hände über der Brust gefaltet – was bei seinem Großvater nicht einfach gewesen war – und die Rollläden heruntergezogen. Auf diese Weise hatte er seine Großmutter ehren, und den alten Mann verhöhnen wollen.

Nico hält den Atem an und lauscht. Sein Herz schlägt hart in seiner Brust und lässt den ausgemergelten Körper beben. Nichts.

„Mach dich nicht verrückt, Nicobaby“, murmelt er, um sein Selbstbewusstsein wieder aufzubauen. Aber seine Stimme ist nicht mehr als ein heiseres Flüstern und bricht beim letzten Wort. Durch den Klang seiner Worte wird ihm bewusst, wie nahe er davorsteht, die Kontrolle über diesen verfluchten Tag zu verlieren.

Das Bier. Er muss unbedingt zu seiner Medizin. Das ist es, was er jetzt so dringend wie noch nie zuvor in seinem Leben braucht. Sein bester Freund wartet im Wohnzimmer und giert danach, ihm unter die Arme zu greifen.

Er stößt sich vom Waschbecken ab und geht in die Küche, wobei er sich erneut die Schulter schmerzhaft am Türrahmen stößt. In Gedanken erwartete er jeden Augenblick das metallische Klicken von Pistolen zu hören, die an seine Schläfen gedrückt werden. Dazu die rauhe und herrische Stimme eines Polizisten, der eine Made wie ihn am liebsten mit dem Absatz seiner Stiefel zertreten würde. Wie oft hat er diese Bezeichnung schon in Bezug auf seine Person gehört.

Doch alles bleibt ruhig.

Nico geht um den kleinen Küchentisch herum, den man ausziehen kann, und an dem er so oft zusammen mit seiner Großmutter gegessen hatte. Aus den Augenwinkeln heraus sieht er zwei Tassen auf dem Wachstuch stehen. In einer befindet sich noch ein letzter Rest Kaffee, kalt und abgestanden. Die Tasse seiner Großmutter, die letzte ihres Lebens. Die zweite Tasse gehörte ihm. Der Anblick lässt ein merkwürdiges Gefühl der Scham in seine Kehle steigen.

Als er die Tür zum Flur erreicht, bleibt er kurz stehen. Er hatte geglaubt, wieder ein Geräusch gehört zu haben, doch das hatte er sich mit Sicherheit nur eingebildet.

Er spielt mit dem Gedanken, ins Schlafzimmer der beiden alten Leute zu gehen. Nur um sich davon zu überzeugen, dass sich in dem Blutbad nichts verändert hat. Und um seine überspannten, nach Medizin lechzenden Nerven zu beruhigen.

Aber dann verwirft Nico diese Idee als eine aus Angst geborene Phantasie eines naiven Kindes. Seine Großeltern würden immer noch friedlich und mit vor der Brust gefalteten Händen in ihren Betten liegen, und es würde immer noch nach Blut, Exkrementen und saurem Schweiß stinken.

Stattdessen geht Nico ins Wohnzimmer, wo ihn sein Bier erwartet und ihm die ersehnte Beruhigung bringen wird.

Als Nico auf der Türschwelle steht, bleibt er wie angewurzelt stehen.

Das Bier, das auf dem Marmortisch gestanden hatte, ist verschwunden.

Stattdessen kann Nico einige dunkle Flecke auf der glänzenden Tischplatte erkennen. Obwohl er einige Meter vom Tisch entfernt steht, weiß er genau, dass es sich dabei um Blut handelt.

Er hat plötzlich das Gefühl, zu fallen. Seine Beine scheinen mit einem Schlag jede Kraft verloren zu haben. Er fällt mit der Schulter gegen den Türrahmen und muss sich mit beiden Händen daran festhalten, um nicht wirklich hinzufallen.

Was geht hier vor?

Irgendjemand erlaubt sich hier ein bitterböses Spiel mit ihm.

Ein nervöses Lächeln stiehlt sich über sein Gesicht, das die Augen jedoch nicht erreicht. Er starrt auf die Stelle, wo sein Bier gestanden hatte, und sich jetzt lediglich einige Blutflecke befinden.

Stammt das Blut etwa von ihm? Er kann es sich nicht erlauben, auch nur die geringste Spur zu hinterlassen. Schon gar keine Blutspuren. Dieses Mantra läuft wie eine Endlosschleife in seinen Gedanken ab.

Er lässt seinen Blick kurz und hektisch durch den Raum gleiten und geht dann zum Marmortisch. Seine Hände suchen fast automatisch ihren Weg zur Tischplatte und streicheln darüber, als wäre das Bier lediglich unsichtbar geworden und wartet darauf, ertastet zu werden.

„Suchst du das hier, mein Junge?“

Nico wirbelt auf dem Absatz herum und stößt dabei schmerzhaft mit der Hüfte gegen die harte Kante des Tisches. Er rechnet damit, einen uniformierten Polizisten zu sehen, der seine Dienstwaffe auf ihn richtet und ihn mit unverhohlener Abscheu betrachtet. Für eine scheinbar ewig dauernde Sekunde fragt er sich, wie sie ihm so schnell auf die Schliche gekommen waren.

Doch in der nächsten Sekunde setzt sein Denken einfach aus. Eine lähmende, schreiende Panik fährt wie ein glühendes Messer in Nicos Gehirn und lässt ihn in ein tiefes, schwarzes Loch fallen. Die Welt um ihn herum verliert ihre Substanz, verschwindet in einem wirbelnden Nebel und konzentriert sich auf einen winzigen Punkt, in dessen Mitte Nico das Grauen entgegenstarrt.

Vor ihm steht kein Mann in Uniform, der mit ruhiger Hand seine Waffe auf ihn gerichtet hält. Auch keiner seiner Freunde, die auf irgendeine Weise von Nicos Plan erfahren haben und eventuell auf die Idee gekommen sind, ihrem Freund die Ernte streitig zu machen.

Vor ihm, versteckt in den Schatten des wuchtigen altertümlichen Schrankes mit den Teufelsfratzen, vor dem sich Nico schon als kleiner Junge gefürchtet hatte, steht seine Großmutter!

Er kann es nicht glauben. Sein Verstand sträubt sich dagegen, zu akzeptieren, was seine Augen sehen.

Die alte Dame steht wie ein Gespenst neben dem Schrank und betrachtet ihn mit Augen, aus denen Nico jegliches Leben ausgelöscht hatte. Er kann deutlich den feinen Schnitt an ihrer Kehle sehen, ein grausames, rotes Grinsen, das ihn an die lächelnde Fratze eines Ungetüms erinnert. Die weiße Bluse, die seine Großmutter an diesem Tag getragen hatte, ist mit Blut verkrustet und wirkt in der Dunkelheit des Zimmers fast schwarz.

„Ich habe dir doch gesagt, dass Alkohol nicht gesund für dich ist, mein Junge.“

Ihre Stimme klingt gurgelnd, als versuche sie unter Wasser zu sprechen. Dabei hält sie mit der rechten Hand den Karton mit den Bierflaschen in die Höhe. Eine mechanische, abgehackte Bewegung, die Nico unwillkürlich an eine Marionette erinnert.

Er tastet sich am Tisch entlang und dann weiter bis zum Fenster. Seine Beine drohen ihren Dienst zu versagen. Es kommt ihm vor, als verweigere sein Körper ihm jeglichen Befehl. Als er die Fensterbank in seinem Rücken spürt, zieht ihn der Schmerz wieder aus seinem lähmenden Entsetzen heraus.

Wieso lebt die Alte noch? Er hatte ihr doch einen sauberen Schnitt von einem Ohr zum anderen verpasst.

Welches bitterböse Spiel wird hier mit ihm getrieben?

„Was willst du von mir? Du bist tot.“

Seine Worte scheinen aus weiter Ferne zu kommen und sind nicht mehr als ein ungläubiges Flüstern. Nico ist ein verzweifelter Zuschauer in seinem eigenen absurden Theaterstück. Mit Entsetzen sieht er, dass die Gestalt sich einen Schritt auf ihn zu bewegt. Die Bewegung ist hölzern und steif, als bewege sie sich nicht aus eigenem Antrieb. Nico wird an billige Zombiefilme erinnert, die er sich in seiner kleinen Wohnung so gerne angesehen hatte, während sich leere Bierdosen und Pizzaschachteln zu seinen Füßen gestapelt hatten.

„Sieh nur, was du getan hast, mein Junge.“

Ihre Stimme ist kaum zu verstehen, und mit jedem Wort dringt eine dünne Blutfontäne aus  dem grinsenden Maul unterhalb ihres Kinns.

„Du hast meine beste Bluse ruiniert.“

Sie macht einen weiteren Schritt auf Nico zu und steht mitten im Wohnzimmer. Ihre Augen sind völlig ausdruckslos und entbehren jeglichen lebendigen Glanz.

Achtlos lässt sie das Bier fallen, das auf dem Teppich ein lautes Klirren von sich gibt, aber nicht zerbricht. Dann fallen ihre Arme so kraftlos an ihrer Seite herunter, als hätte jemand die Fäden einer Marionette durchtrennt.

„Du bist tot, verdammt“, schreit Nico. Der Aufprall der Bierflaschen auf dem Boden hat ihn endgültig aus seiner alptraumhaften Trance gerissen.

Er will nach vorne stürzen, will sein grausiges Werk endgültig zu Ende bringen.

Doch da lässt ihn ein Geräusch zu seiner linken zusammenfahren.

Sein Blick ruckt zur Tür, und dort steht sein Großvater.

Das war der Augenblick, in dem irgendetwas in Nicos Verstand bricht. Er starrt auf die Gestalt, die unter dem Türrahmen steht und seine Gedärme in beiden Händen hält, als versuche er Nico ein Geschenk zu überreichen. Er sieht, wie sich der Darm zwischen den blutbesudelten Händen des alten Mannes hindurchschlängelt und eine weiße Flüssigkeit unaufhörlich auf den Teppich tropft.

Aus der klaffenden Wunde am Hals des Mannes, sprudelt dunkelrotes Blut in rhythmischen Schwällen hervor und spritzt in verschiedene Richtungen, als handelt es sich um eine Cartoonfigur. Blut läuft in langen Fäden am Türrahmen hinab und hinterlässt kleine, dunkle Flecken auf dem Marmortisch.

Aber all das registriert Nico schon nicht mehr bewusst. Er torkelt zurück, bis er die Fensterbank erneut in seinem Rücken spürt, und starrt abwechselnd auf die beiden Gespenster seiner Großeltern.

„Sieh, was du deiner Großmutter angetan hast“, gluckert die Stimme des alten Mannes, und sein ausgestreckter Arm deutet anklagend auf seine Frau. Mit abgehakten Bewegungen fährt die Hand der alten Dame zu der Wunde an ihrem Hals und zieht sie so weit auseinander, dass Nico durchtrennte Sehnen und Gewebe erkennen kann. Im nächsten Augenblick fließt ein gewaltiger Blutstrom über die Hände seiner Großmutter.

„Du bist ein Teufel, ein gottverdammter Teufel.“

Großvaters blubbernde Stimme steigert sich zu einem hässlichen Lachen, das an rostige Scharniere erinnert.

Nico starrt mit weit aufgerissenen Augen auf das Blutfest, das sich ihm darbietet. Aber sein Gehirn registriert keine einzige der abscheulichen Szenen mehr. Nicos Verstand hat abgeschaltet und sich an einen dunklen, kalten Ort zurückgezogen, aus dem es keine Wiederkehr mehr geben würde.

Mit verschleiertem Blick und offenem Mund verfolgt er, wie sich die beiden Leichen in Bewegung setzen und mit hölzernen Schritten auf ihn zu kommen. Der Gestank von warmem Blut und Fleisch weht ihm wie eine Woge entgegen, löscht den letzten Rest von Verstand in ihm.

Ihre Augen sind erloschen und blicken in die Ewigkeit. Und doch brennt ein kaltes, tiefes Feuer in ihnen, entfacht von einer unbegreiflichen, fremden Macht, die sich jeder Vorstellungskraft entzieht.

Als die beiden Gestalten Nico erreichen, lässt er sich auf die Knie nieder. Seine Hände suchen schützend nach dem Rocksaum seiner Großmutter. So, wie er es als kleiner Junge immer getan hatte, wenn er sie zu umarmen versuchte oder Schutz gesucht hatte.

Seine Großmutter war immer für ihn da gewesen.

Und sie würde es auch an diesem Nachmittag sein …

Dann verschwindet alles hinter einem roten Vorhang aus Blut und Tod…

 

Als man Nico drei Tage später findet, bietet sich den Beamten ein grausiges Bild.

Im Schlafzimmer liegen, ordentlich aufgebahrt, die entstellten Leichen zweier alter Leute.

Der Frau hatte man die Kehle durchgeschnitten, der Mann war regelrecht abgeschlachtet und ausgeweidet worden.

Trotz der Qualen, die beide vor ihrem Tod ausgesetzt gewesen waren, liegt ein zufriedenes, unheimliches Lächeln auf ihren Gesichtern.

Nico selbst finden die Beamten im Schatten eines monströsen Wohnzimmerschrankes sitzend. Er hat seine Beine angezogen und umfasst die Knie mit seinen Händen, in denen er die blutigen Fetzen einer ehemals weißen Bluse hält.

Sein Gesicht wird von einem dreckigen Schleier aus Haaren verborgen, doch ein leises Flüstern bewegt sie vor seinem Mund wie einen schmutzigen Schleier.

„Teufel“, flüstert Nico.

„Du gottverdammter Teufel.“

Sein Körper wippt langsam vor und zurück, der Gestank von Schweiß und Fäkalien strömt den Beamten aus der dunklen Ecke neben dem Schrank entgegen.

Ein verirrter Strahl sterbenden Tageslichtes zeichnet eine schmale Linie auf die Hände des Jungen und das Stück Stoff, an das er sich krampfhaft zu klammern scheint.

 

ENDE

Michael Dissieux

Michael Dissieux

Geboren 1967 entdeckte ich schon früh meine Liebe zu Geschichten.
Mit elf Jahren begann ich eigene Romane und Kurzgeschichten zu verfassen, die sich – dank meiner Vorliebe für Stephen King – in den Bereichen des Unheimlichen und des Horrors bewegten.
Es gelang mir, einige Kurzgeschichten in den `John-Sinclair´ Ausgaben des Bastei-Verlages zu veröffentlichen, zudem in diversen Fanzines, wie `XUN´, `Caligo´ oder auch `Kurzgeschichten´.
Eine Zeit lang arbeitete ich an der Romanreihe `Jessica Bannister´ mit, die ebenfalls im Bastei-Verlag erschien.
Seit 2011 erscheinen meine Romane im Luzifer-Verlag.
Mit meinem Debütroman GRAUES LAND wurde ich mit dem 3. Platz des `Vincent Preises 2011´ ausgezeichnet.
Mit dem Folgeroman DIE SCHREIE DER TOTEN belegte ich 2012 den 5. Platz.

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