Der amerikanische Meister: Stephen King

Im Phantastikon, wie es früher war, gab es eine spezielle Abteilung für Kingmania. Die Kontroverse um seinen literarischen Wert muss an dieser Stelle nicht wiederholt werden (obwohl wir es im Laufe dieser Rubrik tun müssen), der Autor selbst hat sich seine Falle von Anfang an selbst gestellt: Wer seine eigene Arbeit als literarisches Äquivalent eines Burgers mit Pommes bezeichnet, wird schließlich von einer wenig gebildeten Öffentlichkeit auch so wahrgenommen. Das Problem an der Sache: es stimmt nicht, aber das bemerken jene, die tatsächlich nur Burger mit Pommes lesen ohnehin nicht, und die Kettenhunde der elitären Maskerade rümpfen oftmals die Nase, ahnungslos von allem, was nicht auf der Liste steht, die ihnen ihre Eltern, ihre Leher und später die guten Kreise, in denen sie verkehren, in die Hand und ins Hirn gedrückt haben. Dabei ist es nicht verkehrt, King nicht zu

Charlie Lovett: Das Buch der Fälscher

Peter Byerly, ein Antiquar, fühlt sich mit Büchern wohler als mit Menschen. Wenn er mit den Sondersammlungen der Ridgefield University arbeitet, befindet er sich in dieser Welt der seltenen Bücher in allerbester Gesellschaft. Dort lernt er das knifflige Handwerk der Buchrestauration und auch einiges über das Fälschen von Büchern. Nach dem Tod seiner geliebten Frau führt er noch mehr das Leben eines Einsiedlers in England. Beim Versuch, sein Leben zurückzugewinnen, stößt er auf ein jahrhundertealtes Aquarell-Porträt in einem Buch über Shakespeare-Fälschungen, das seiner Frau Amanda verblüffend ähnlich sieht. Als Byerly nach dem Künstler des Gemäldes sucht, stolpert er über ein Buch, das – wenn es echt wäre – nicht weniger als ein literarisches Erdbeben auslösen könnte – den „Pandosto“, jenem Buch von Robert Greene, in dem sich eine der wenigen Zeugnisse, die wir von William Shakespeare haben, finden und das

Der Ursprung der Geister und berühmte Darstellungen in der Literatur

Seit der Mensch sich seiner selbst bewusst ist, scheint er sich auch der Geister bewusst zu sein. Das Konzept der Geister, aber auch der Geistergeschichten, lässt sich bereits in den Anfängen der Menschheitsgeschichte finden und fasziniert die Menschheit seit Generationen. Ein Rascheln in den Büschen, ein knarrendes Geräusch, und die Angst, die sich mit unserem Instinkt zum Überleben verbindet, lässt uns Dinge sehen oder fühlen, die vielleicht nicht da sind. Aber auch der Glaube, dass etwas jenseits des Todes existieren könnte, hält uns gefangen. Was ist ein Geist? Was wir heute als Geist interpretieren, hat seine Wurzeln in den Mythen und Überzeugungen der alten Kulturen. Geister oder Gespenster waren und sind manchmal immer noch der Geist einer Person oder eines Tieres, der nach dem Tod des Körpers weiterexistiert. Es liegt zum Teil an diesem Glauben, dass viele Beerdigungsrituale ursprünglich stattfanden

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