Kai Meyer: Das zweite Gesicht

Die Jahrhundertwende als künstlerischer Ausdruck Die Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert war aus künstlerischer Sicht eine der fruchtbarsten und interessantesten überhaupt, und eine der letzten Keimquellen der deutschen Phantastik. Motive der Spätromantik wurden hier mit modernen Facetten versehen und ein roter Faden dieser literarischen Entwicklung war eindeutig zu erkennen. Doch der Aufbruch war nicht … Kai Meyer: Das zweite Gesicht weiterlesen

W. H. Pugmire: Der dunkle Fremde (Blitz)

Vor einigen Jahren fragte ich Wilum "Hopfrog" Pugmire per Mail, ob ich einige seiner Geschichten übersetzen dürfe und er antwortete, dass ich gerne alles von ihm übersetzen dürfe, was ich wolle. Gerne hätte er ein Büchlein seiner Geschichten in deutscher Sprache, von der er schwärmte, weil seine Vorfahren aus Deutschland gekommen waren. Allerdings, teilte er … W. H. Pugmire: Der dunkle Fremde (Blitz) weiterlesen

Wenn Wissenschaft das Göttliche umbringt, welches Schicksal erwartet dann den Teufel?

Auslöschung. Das ist der Weg der Welt. Die Evolution der Dinge. 90% aller Arten, die jemals die Luft dieses Planeten geatmet haben, sind jetzt vollständig von ihm verschwunden. Die Zeit des Dodo ist vorbei. Die Donnereidechsen werden heute von unseren Toyotas getankt (aufgrund der Zusammensetzung der fossilen Brennstoffe sollte man die Motorleistung eigentlich in Dinosaurier-Stärke … Wenn Wissenschaft das Göttliche umbringt, welches Schicksal erwartet dann den Teufel? weiterlesen

Samanta Schweblin: Sieben leere Häuser

Im Grunde ist die ganze phantastische Literatur geprägt von der kurzen Form. Hier sind die eigentlichen Meisterwerke zu finden. Viele Literaturkritiker weltweit sind davon überzeugt, dass Samanta Schweblin zu diesen Meistern gehört. Man hat die Autorin bereits in eine Reihe mit Borges und Cortázar gestellt, hat David Lynch bemüht und - fast schon konsequent - … Samanta Schweblin: Sieben leere Häuser weiterlesen

Unmöglich, damit aufzuhören, Leute zu vergiften

Zerknirscht und wohl auch pflichtgetreu gottergeben, vertraute sich Anna Margaretha Zwanziger mit höchst einsichtigen Worten den Gefängniswärtern an, bevor diese sie im Juli 1811 zum Schafott führten: Dass ihre Hinrichtung deutlich besser, vor allem gesünder für die Gemeinde sei, weil es ihr völlig unmöglich erschiene, damit aufzuhören, Leute zu vergiften. Eine ähnlich düstere, gleichsam recht … Unmöglich, damit aufzuhören, Leute zu vergiften weiterlesen

Augusto Cruz: Um Mitternacht

Augusto Cruz García-Mora hat mit diesem Roman Ehrgeiz und Mut gezeigt, der eine Mischung aus Detektivroman und kinematografischem Delirium mit einem Hauch Abenteuergeschichte darstellt, gespickt mit einer traumartigen Fantasie. Vielleicht finden Stummfilmliebhaber auf diesen seltsamen Seiten eine gewisse emotionale Komplizenschaft und wissen den Roman sogar noch mehr zu schätzen. Das Objekt der Begierde Der Film … Augusto Cruz: Um Mitternacht weiterlesen