Gespenstergeschichte in fünf Akten: David Mitchell: Slade House

Slade House besteht aus fünf miteinander verflochtenen Geschichten, die jeweils neun Jahre auseinanderliegen. Von 1979 bis 2015. Die Protagonisten sind ganz unterschiedliche Charaktere – ein 13jähriger Junge, ein Polizist, eine Studentin, die neugierig auf Geister ist, eine Journalistin (und Schwester der Studentin) – werden in ein Haus gelockt, wo sie es mit gestaltwandlerischen dunklen Mächten zu tun bekommen. Mitchell ist ein Autor, der seine Geschichten gerne faltet, für den die Wirklichkeit nicht von Zeiten und Räumen dominiert wird. Aber diese „Faltungen“ sind immer auch Erlebnisfragmente der Protagonisten, die hier verdichtet werden. Für die Mitchell-Kenner gibt es gleich zu Beginn eine Begegnung mit der „mondgrauen“ Katze, die bisher in jedem Buch auftaucht, aber diesmal ist sie tot, die Augen von dicken Fliegen besiedelt. Die Nachricht ist klar: Hier gibt es keine Hilfe, niemand wird kommen, um den Tag zu retten.

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