Wolfgang Hohlbein: Der Hexer 3: Als der Meister starb, Kapitel 2 und 3

Vorheriges Kapitel.

Kapitel 2 des Buches ist Gespenster-Krimi Band 571, Der Tyrann aus der Tiefe. Eine Zwischenstation, auch in erzähltechnischer Hinsicht. Robert Craven und die restlichen Überlebenden der LADY OF THE MIST kommen in Schottland in einem kleinen Fischerdorf an, genauer: in Goldspie. Ob das jetzt ein Schreibfehler ist oder ob Hohlbein das absichtlich verfremden wollte, ist ungewiss. Ein Goldspie gibt es in Schottland nämlich nicht, wohl aber ein Golspie. Das Loch Shin, in dem hier die Bestie lebt, der man an Vollmond Opfer darbringt, ist von dort allerdings fast 50 Kilometer entfernt.

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Wolfgang Hohlbein: Der Hexer 2: Als der Meister starb, Kapitel 1

In diesem Buch finden sich nun die ersten drei ersten Bände um Robert Craven, die zuerst im Gespenster-Krimi erschienen sind (Band 567, 571, 575). Wer dieses Buch gleich nach dem ersten liest, bemerkt hier die stilistischen Unterschiede, die nicht nur darin bestehen, dass Hohlbein Robert Craven in der ersten Person erzählen lässt. Hier ist noch eine Kraft am Wirken, die inspiriert wirkt, während Auf der Spur des Hexers doch etwas müde wirkt. Trotzdem war es natürlich interessant, die Themen, die in diesem ersten Hexer-GK angesprochen werden, noch einmal ausgearbeitet zu sehen. Und so verbinden sich diese beiden Teile dann doch mehr oder weniger nahtlos, wie es ja auch beabsichtigt war.

Den Prolog haben wir hinter uns, stürzen wir uns also in den Beginn des eigentlichen Abenteuers.

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Jim Butcher: Harry Dresden 2: Wolfsjagd

Der Werwolf-Mythos ist von allen heute noch fiktional bearbeiteten Themen der älteste. Gegenüber den modernen Vampiren oder Zombies findet dieses Thema jedoch kaum gebührend Beachtung. Es scheint, als wissen die Autoren nicht so recht, was sie alles mit diesem Motiv anfangen könnten. Schlimmer noch: Hollywood hat dem Werwolf-Mythos sogar den Vampirvirus verpasst, der durch einen Biss weiter getragen wird. Der klassische Fall, sozusagen das Werwolfprinzip, beruht jedoch auf einem Fluch. Jim Butcher fährt in seinem zweiten Harry-Dresden-Buch gleich alles auf, was die Sage so hergibt (außer natürlich der ohnehin nicht zum Werwolf gehörigen Vampir-Entlehnung). Und es ist Harrys sprechender Schädel Bob, der dem Magier die verschiedenen Spielarten erklärt.

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Wolfgang Hohlbein: der Hexer 1: Die Spur des Hexers

Zur Einleitung.

Hohlbein hat erst 1990 den eigentlichen Beginn der Geschichte veröffentlicht. In diesem Prequel treffen wir Robert Craven nur am Rande an, denn er ist dort erst drei Jahre alt. Hauptakteur ist demnach dessen Vater, Roderick Andara.

Andara-Obsidiane

Etwas zur Namensgebung: Der Name “Andara” ist ein Begriff aus der Welt der Kristalle. Besser gesagt handelt es sich dabei um Lava-Glas, genauer: um einen vulkanischen Obsidian. Gefunden wurden diese Steine im Gebiet der Choctaw-Indianer in Nordkalifornien, die ihnen besondere Heilkräfte nachsagen. Das interessanteste Phänomen der Steine dürfte sein, dass sie ihre Farben verändern können. Der altgermanische Vorname “Roderick” ist ebenfalls gut gewählt. Einige legendäre und historische Persönlichkeiten trugen ihn. Dass Wolfgang Hohlbein sich von dem 1983 erschienenen SciFi-Abenteuer “Roderick” von John Sladek hat inspirieren lassen, ist ebenfalls nicht ausgeschlossen, gehört das Buch doch zu den 100 besten Romanen der Science-Fiction, und es tauchen, wie in der Folge noch zu sehen ist, nicht wenige bekannte oder verdrehte Namen in der ganzen Geschichte auf (Bella Lugosi ist ein Beispiel; bei Hohlbein ist sie seine Gastgeberin in Arkham und natürlich nicht der zukünftige Dracula-Darsteller).

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Der Hexer von Salem (Einleitung)

Bastei-Verlag

An Wolfgang Hohlbein scheiden sich die Geister. Die einen halten ihn für jemanden, der sich ein unerträgliches Mischmasch aus allem zusammenklaut und nur durch die schiere Masse seiner unfassbaren Buchproduktionen auffällt, andere sind seiner Fantasie komplett erlegen. Und dann gibt es noch jene, die das ganze etwas differenzierter betrachten und erkennen, dass es bei der Schreibwut, unter der der Mann zu leiden scheint, sowohl schwächere als auch grandiose Werke zu finden gibt. Das liegt freilich in der Natur der Sache. Dass Hohlbein ein Phänomen ist, lässt sich hingegen überhaupt nicht bestreiten. Wahrscheinlich gibt es kein Genre, das Hohlbein nicht bedient hat. Aus dem “Märchenmond”, das er mit seiner Frau Heike geschrieben hat und das ihn den Durchbruch brachte, wurde ein Musical, mit “Blutnacht” hat er eine Rockoper verfasst, in den 90ern gar drei Barbie-Bücher geschrieben. Und das mag man nicht so leicht verdauen bei einem Mann, der einst mit Enwor einen hervorragenden Fantasy-Zyklus entwarf, der Science Fiction, Horror- und Historienromane schreiben kann, die mehr sind als nur ein Achtungserfolg, und der sich mit Der Hexer von Salem viele Feinde unter den Lovecraft-Jüngern machte, aber damit auch seine erfolgreichste Serie ablieferte.

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