The Penguin (HBO)

Immer wieder wurde versucht, Film- und Fernsehproduktionen mit Bezug zu Gotham City ohne Batman zu gestalten – ob nun Pennyworth, Birds of Prey oder Joker. Nun gesellt sich mit The Penguin eine weitere Serie hinzu. Die achtteilige HBO-Produktion spielt etwa eine Woche nach den Ereignissen aus Matt Reeves‘ The Batman, in dem der Riddler kurz davorstand, eine Schreckensherrschaft zu errichten.

Die Serie konzentriert sich auf Oswald „Oz“ Cobblepot, gespielt von Colin Farrell, und zeigt seinen Aufstieg in der kriminellen Unterwelt von Gotham nach dem Tod von Carmine Falcone. Ohne die Präsenz von Batman bietet sie eine tiefgründige Charakterstudie sowie eine realistische Darstellung von Machtkämpfen und moralischer Ambiguität.

Colin Farrell spielt Oswald „Oz“ Cobb mit einem der überzeugendsten Make-ups der Film- und Fernsehgeschichte. Er verwandelt sich so gründlich in einen glatzköpfigen, vernarbten, goldzahnigen und klumpfüßigen Kriminellen, dass der schneidige Schauspieler völlig in seiner Rolle verschwindet. Mit seinem New Yorker Akzent und seinem nach außen hin respektvollen Auftreten, das seine tödliche Gerissenheit verbirgt, ist Oz ein mittelmäßiger Gangster. Er lässt sich nicht gefallen, dass man auf ihn herabblickt, und nutzt die niedrige Meinung anderer über ihn zu seinem Vorteil.

Colin Farell als Oz; HBO Max
Colin Farell als Oz; (c) HBO Max

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