Der amerikanische Meister: Stephen King

Im Phantastikon, wie es früher war, gab es eine spezielle Abteilung für Kingmania. Die Kontroverse um seinen literarischen Wert muss an dieser Stelle nicht wiederholt werden (obwohl wir es im Laufe dieser Rubrik tun müssen), der Autor selbst hat sich seine Falle von Anfang an selbst gestellt: Wer seine eigene Arbeit als literarisches Äquivalent eines Burgers mit Pommes bezeichnet, wird schließlich von einer wenig gebildeten Öffentlichkeit auch so wahrgenommen. Das Problem an der Sache: es stimmt nicht, aber das bemerken jene, die tatsächlich nur Burger mit Pommes lesen ohnehin nicht, und die Kettenhunde der elitären Maskerade rümpfen oftmals die Nase, ahnungslos von allem, was nicht auf der Liste steht, die ihnen ihre Eltern, ihre Leher und später die guten Kreise, in denen sie verkehren, in die Hand und ins Hirn gedrückt haben. Dabei ist es nicht verkehrt, King nicht zu

Richard & Billy Chizmar: Widow’s Point

Obwohl ich den Buchheim-Verlag schon länger verfolge, war es mir bisher nicht vergönnt, auf eine Veröffentlichung aus diesem Hause zuzugreifen. Das lag an meinem Leseprogramm und keineswegs an mangelnder Neugier, denn wie Olaf Buchheim überhaupt zu Büchern steht, ist im Zeitalter des Abfalls und der Lieblosigkeit ein kleines Wunder. Als ausgesprochener Liebhaber von Erzählungen, die bis zur Novellenstärke reichen, war ich natürlich auf die Cemetery Dance-Übersetzungen gespannt. Cemetery Dance Publications wurde 1988 von Richard Chizmar gegründet und gilt weithin als der weltweit führende Spezialverlag für Horror und dunkle Phantastik, also in etwa das, was Festa und Buchheim in unseren Landen abliefern. Anders als bei uns erfährt der Verlag jedoch in den USA landesweite Beachtung und jede große Tageszeitung Amerikas und Englands – angefangen von der New York Times bis hin zum Guardian – hat über das literarische Unternehmen der Nachtseite

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