Sefchen

Sefchen, altes, geiles, rotes, dreckiges Sefchen; tanz du doch noch einmal um den Galgenbaum, tanz du doch noch einmal den Staub auf, Gewitter deiner Knöchelchen, Sohlen, Fersen, tanz du doch noch einmal mit hohem Rock, zeig, wo die Seife endete! Der Ruf durch den Nebel von Krähen beheizt, verschlungen führt der Weg vorbei an den knatschenden Eichen, an gekrüppelten Ästen, an der gesammelten Pest der Altstraße. Wind wurmt über die Teiche, die Flüsse – des Scharfrichters Tochter ist schön wie jede Gespielin des Verderbens. Wer sie tanzen sieht, wird je zurückkehren, rasten am gemiedenen Ort, seinen Blick über den Alraunenacker schicken. Es kommt mir so vor, als befände sich das Fegefeuer nicht weit, als ginge ich durch Niemandsland, als warte dahinter der Erdschlund, gurgelndes Magma!

Hexenkraut

Es kommt mir so vor, als befände sich das Fegefeuer nicht weit.

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